Meldebescheinigung

von
Winter

Hallo,
wer kann mir weiter helfen.
Was bedeutet bei der Meldebescheinigung die Nr. 57 und bei einer anderen Mb die Nr. 30. Angaben zur Tätigkeit ist mit der Nr. 62832 angegeben.
Wo kann ich die Richtigkeit der angegebenen Beträge prüfen lassen.Eine Überprüfung durch den AG möchte ich nicht. Alle Lohnabrechnugen aus dem Jahr 2009 sind vorhanden. Ist es zutreffend, dass alle SV- Beiträge adiert werden um den auf der Mb. angegebenen Betrag zu erhalten.
Werden die Zahlungen von Urlaubsgeld,Weihnachtsgeld, Lohnnachzahlungen und Sonderzahlungen ( Tantiemen) auch mit berücksichtigt.Die angegebenen Lohnkürzungsbeträge wegen Kurzarbeit werden nur zu 80% angerechnet für das ganze Jahr. Kann die Richtigkeit möglicherweise bei der Rentenstelle oder bei der zuständigen Krankenkasse überprüft werden.Wenn Fehler nachweisbar sind ist der Rentenbescheid möglicherweise nicht richtig.

Für eine Hilfe möchte ich mich schon jetzt bedanken.

von
-_-

Die Meldungen der Arbeitgeber sind in erster Linie von der Krankenkasse, jedoch über die sogenannte "Betriebsprüferdatei" auch durch den zuständigen Rentenversicherungsträger nachprüfbar.

Die Schlüsselzahlen der Meldegründe und Personengruppen finden Sie unter
http://www.aok-business.de/meldungen/meldungen.php

von Experte/in Experten-Antwort

Bei einer Meldebescheinigung mit Abmeldegrund 57 handelt es sich um eine Gesonderte Meldung, die der Rentenversicherungsträger beim Arbeitgeber im Rahmen eines Rentenverfahrens bzw. eines Versorgungsausgleiches anfordert. Zu melden sind hierbei alle sozialversicherungspflichtigen Entgelte frühestens drei Monate vor einem maßgeblichen Rentenbeginn.
Mit Meldegrund 30 wird das Ende der Beschäftigung gemeldet. Haben Sie zum Beispiel zum 30. November das Beschäftigungsverhältnis beendet, meldet der Arbeitgeber alle sozialversicherungspflichtigen Entgelte bis zu diesem Zeitpunkt.
Zu melden sind vom Arbeitgeber die Bruttoentgelte, die der Sozialversicherungspflicht unterliegen. Da natürlich auch das Weihnachtsgelt oder andere Sonderzahlungen der Beitragspflicht unterliegen, müssen auch diese bei den Meldungen beinhaltet sein; allerdings sind hier gewisse Beitragsgemessungsgrenzen zu beachten.Beim Kurzarbeitergeld ist das bezogene Arbeitsentgelt beitragspflichtig und darüber hinaus noch 80 % des Unterschiedsbetrags zwischen Soll- und tatsächlich bezogenem Entgelt.
Grundsätzlich geht der Rentenversicherungsträger von der Richtigkeit der Meldungen des Arbeitgebers aus. Im Rahmen von Betriebsprüfungen (alle vier Jahre) werden unter anderem auch die Meldungen überprüft.
Falls Sie Zweifel an den Meldebescheinigungen haben, sollten Sie sich aber lieber gleich an Ihren Arbeitgeber wenden.