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Meldepflicht, weil doch kein geringfügiger Selbstständiger

von
Lehrer

Folgendes Szenario: Ein selbstständiger Lehrer hat schwankende Einnahmen und Ausgaben und ein Arbeitseinkommen von durchschnittlich knapp unter 400 €. Deshalb ist er nicht rentenversicherungspflichtig und musste sich dementsprechend noch nicht melden. Jetzt stellt er im Dezember fest, dass er im Jahresdurchschnitt wahrscheinlich doch knapp über 400 € pro Monat kommt. (wenn der Finanzamtbeamte nicht alle Ausgaben anerkennt...)
Ab wann muss er sich spätestens melden: Sobald der Einkommenssteuerbescheid da ist oder schon eher? Oder hätte er sich sogar noch früher melden müssen?

Experten-Antwort

Siehe auch Seite 11 der Broschüre:
www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/.../selbstaendig_wie_rv_schuetzt_aktuell.pdf

"Sind Sie zum Beispiel als Lehrer, Erzieher, Pflegeperson, Hebamme, Entbindungspfleger, Künstler, Publizist oder als Selb ständiger mit einem Auftraggeber versicherungs-pflichtig, müssen Sie sich innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit bei Ihrem Rentenversicherungsträger melden. Versäumen Sie diese Frist, können Beiträge nachgefordert werden."

von
Lehrer

Vielen Dank, genau das ist der Kern meiner Frage.

Zitiert von:

"Sind Sie [...] versicherungs-pflichtig, müssen Sie sich innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit bei Ihrem Rentenversicherungsträger melden..."

Die Versicherungspflicht beginnt ja mit dem Wegfall der Geringfügigkeit. Wenn das Finanzamt alle Ausgaben so akzeptiert, dann bleibt die Geringfügigkeit bestehen. Wenn allerdings das Finanzamt entscheidet, dass der Gewinn über 4800 € ist, dann hätte ja das ganze Jahr über keine Geringfügigkeit bestanden.
Vermute ich es richtig, dass diese dreimonatige Meldefrist somit nach Erhalt des Steuerbescheides beginnt? (Mir ist klar, dass die Versicherungsbeiträge rückwirkend gezahlt werden müssten, es geht hier wirklich nur um die Meldefrist.)

von
Knut Rassmussen

Es gilt immer eine vorausschauende Betrachtung, niemals eine rückwirkende! Solange also bei vorausschauender Betrachtung ein Einkommen von unter 400 EUR mtl. erzielt wird, liegt weiter Geringfügikeit vor und es besteht keine Meldepflicht!

von
St

Zitiert von: Lehrer

Folgendes Szenario: Ein selbstständiger Lehrer hat schwankende Einnahmen und Ausgaben und ein Arbeitseinkommen von durchschnittlich knapp unter 400 €. Deshalb ist er nicht rentenversicherungspflichtig und musste sich dementsprechend noch nicht melden. Jetzt stellt er im Dezember fest, dass er im Jahresdurchschnitt wahrscheinlich doch knapp über 400 € pro Monat kommt. (wenn der Finanzamtbeamte nicht alle Ausgaben anerkennt...)
Ab wann muss er sich spätestens melden: Sobald der Einkommenssteuerbescheid da ist oder schon eher? Oder hätte er sich sogar noch früher melden müssen?

Sie haben sich IMMER zu melden wenn Sie eine Tätigkeit ausüben die zur Versicherungspflicht führen kann (z.B. als Lehrer) . Erst dann kan ja die RV feststellen ob eine geringfügige Tätigkeit vorliegt.

von
Knut Rassmussen

Zitiert von: St

Sie haben sich IMMER zu melden wenn Sie eine Tätigkeit ausüben die zur Versicherungspflicht führen kann (z.B. als Lehrer) . Erst dann kan ja die RV feststellen ob eine geringfügige Tätigkeit vorliegt.

Das ist falsch!