Meldung an Fiskus

von
Fred Gruber

Müssen die Versicherungsträger die Höhe der Renten ihrer Kunden rückwirkend ab 2005 melden, d. h. nicht erst ab Herbst 2009, wie es kürzlich in Ihren Nachrichten hieß, sondern ab Geltung des Alterseinkünftegesetzes?

von
-_-

So isses. Auch wenn alle Rentner die Rente bereits bei Ihrer Steuererklärung seit 2005 in der Anlage R angegeben haben (hoffentlich), wird die Deutsche Rentenversicherung, nachdem die technischen Voraussetzungen für eine Annahme der Meldung endlich vorliegen, demnächst für zurückliegende Jahre eine Meldung absetzen.

von
Schiko.

Will hierzu des "Erste Wort" sagen, damit kann ich beweisen , dass ich nicht
immer das letzte Wort haben will.
Mir vorliegende Unterlagen besagen, es wurde ursprünglich so angelegt , ab
2005 rückwirkend Rentenbeträge zu melden.

Ich glaube aber, dass man diese Mehrarbeit vermeiden will, aus der Rente 2008 kann man auch Rückschlüsse über die Rentenhöhe der Jahre
2005, 2006, und 2007 schließen. Kommt hinzu, der Steueranteil des Jahres
2005 war ja mit 50 % günstiger als der für Neurentner mit 56 % des Jahres
2008, deshalb nicht so relevant.

Will aber auch die Gelegenheit nützen, hinsichtlich der Meldepflicht der
Daten Ausführungen zu machen, dies hier nicht zum Ersten mal.

Die Meldung der Daten erfolgt auf technischem Wege an die ZfA. Diese
wiederum meldet diese Summen an die Landesfinanzbehörden weiter.

Auch von anderen Instanzen wird mir bis jetzt versichert, eine generelle
Weitermeldung an die örtlichen Finanzämter ist nicht vorgesehen, auch
wenn die Experten und Beiträge der Redaktion dies hier immer wieder
verlautbaren lassen.
Entsprechende Auskunft habe ich auch vom neuen Finanzminister
Fahrenschon erbeten, werde hier wieder berichten, auch wenn ich Unrecht
habe.
Aus der Rückseite der Mitteilung der letzen Rentenerhöhung von 1,1%
ist zu lesen:

" Seit dem 1.1.2005 hat sich die steuerrechtliche Behandlung der Ein-
künfte aus Altersrenten, Renten wegen verminderter Erwerbs-
fähigkeit und aus Renten wegen Todes geändert. Rentnerinnen und
Rentner müssen einen vom Jahr des Beginns der Rente abhängigen
Prozentsatz der Jahresbruttorente ( vor Abzug von Beiträgen zur Kranken
und Pflegeversicherung ) als steuerpflichtiges Einkommen ansetzen.

Der verbleibende Betrag ist der steuerfreie Teil der Rente. Dieser steuer-
freie Betrag wird ab dem Folgejahr des Rentenbeginns für die gesamte
Laufzeit der Rente festgeschrieben Die Beträge, um die sich danach
die Rente infolge der gesetzlichen Rentenanpassung erhöht, werden in voller
Höhe dem steuerpflichtigen Betrag zugerechnet."

Auch hier kein Wort darüber, dass diese Beträge an die örtlichen Finanzämter weitergeleitet werden,deshalb, Angstmache gilt nicht !
Oh, -- war schneller.

Mit freundlichen Grüßen.

von
-_-

Das Rentenbezugsmitteilungsverfahren

Der Gesetzgeber hat
- die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung,
- den Gesamtverband der landwirtschaftlichen Alters-kassen für die Träger der Alterssicherung der Land-wirte,
- die Pensionskassen und Pensionsfonds,
- die berufsständischen Versorgungseinrichtungen und
- die privaten Versicherungsunternehmen
verpflichtet, Ihre Rentenzahlungen jährlich der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) mitzuteilen. Sie leitet dann die Daten an die Länderfinanzverwaltungen weiter.

Das Rentenbezugsmitteilungsverfahren entbindet nicht von der Abgabe einer Einkommensteuererklärung. Das Bundeszentralamt für Steuern teilte jedem in Deutschland gemeldeten Bürger schriftlich seine persönliche steuerliche Identifikationsnummer mit. Die neue Nummer wird die bisher für die Einkommensteuer verwendete Steuernummer ersetzen. Da die Verteilung abgeschlossen ist, kann das Rentenbezugsmitteilungsverfahren beginnen. Die Meldungen für die Jahre ab 2005 werden nachgeholt.

Der Text wurde dem nachfolgenden Link entnommen (Auszug). Mehr zur Besteuerung von Renten lesen Sie bitte in der Broschüre der Deutschen Rentenversicherung unter
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_15182/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/02__info__broschueren/03__rente/versicherte__rentner__info__zum__steuerrecht,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/versicherte_rentner_info_zum_steuerrecht

von
Knut Rassmussen

Es gibt keine generelle Weiterleitung seitens der zentralen Stelle, das ist richtig. Es entscheiden die Landesfinanzbehörden über den Umfang des Datenabrufs.

von
Rentner

Am besten eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung beim Finanzamt machen.
Dann rückwirkend bis 2005 nachversteuern.
Das kann man auch ohne Rechtsanwalt machen.
Habe ich vor kurzem durchgezogen, war gar nicht so schlimm wie man allgemein annimmt.
Im Finanzamt arbeiten auch Menschen.
Jedoch würde ich mich beeilen, denn das Recht auf Selbstanzeige soll abgeschafft werden und dann wirds wesentlich teuerer.

Gruss
Rentner

von
Schiko.

Nachdem ich auch Rentner bin muss ich zu Ihren Darlegungen nun doch
Stellung nehmen.
Vielleicht gehören Sie zu dem Kreis der gar keine Steuer zahlen muss.

Ich weis natürlich auch, selbst wenn es zutrifft, ist der Betrag meist ge-
ringer als immer wieder erzählt wird.

Dies war auch nicht Bestandteil der Anfrage. Die Selbstanzeige können Sie
in solchen Fällen vergessen. Wer noch keine Erklärung abgegeben hat-dies
sind viele - braucht auch bei einer Nachzahlung Jahre zurück keine Strafe
befürchten. Dies gäbe ja auch Tausende von Klagen, der Staat hat es doch ver-
säumt rechtzeitig aufzuklären.

Schlimm, jetzt muss ich schon
wieder das letzte Wort haben, Verzeihung.

Mit freundlichen Grüßen.

von
-_-

Leider stimmt Ihre Aussage: "... der Staat hat es doch versäumt, rechtzeitig aufzuklären" so nicht. Die Deutsche Rentenversicherung hat sowohl in der Presse als auch in den individuellen Mitteilungen an die Rentenempfänger seit 2004 immer wieder auf die (geänderte) Steuerpflicht von Renten ausdrücklich und ausführlich hingewiesen. Wer ohnehin eine Steuererklärung abgab, muss ja zudem auch schon einmal etwas von der Anlage R bemerkt haben. Nach diesen vielen Jahren und mehrfachen schriftlichen Mitteilungen der Deutschen Rentenversicherung kann sich keiner mehr auf mangelnde Information zurückziehen.

von
Schiko.

Sie sind scheinbar der Letzte hier der es noch nicht weiß , ich gehöre hier
doch zu den wenigen der den Staat, die Politiker, die DDR.Renten, die
geringen Rentenerhöhungen und, und , und verteidigt.

Dies ist ja auch gerade der Grund, warum ich, obwohl Rentenforum immer
wieder hier steuerliche Fragen , auch zum Ärger der Experten, bringe.

Die Rente war ja auch schon bis 2004 steuerpflichtig, nur eben der Ertragsanteil, nunmehr ab 2005 mit 50%, jährlich steigend die Brutto-
rente.

Nun , dies ist ja gerade mein Vorwurf, viele meinen, Sie müssten auch
eine Steuerklärung abgeben, wenn die Rente nur ein paar Kröten bringt.
Da fehlt die Feinaufklärung, 10 Rechenbeispiele hätten auf einer Bams-
seite Platz.

Steigen Sie von diesen Dampfer runter, hierzu bringt ab 19 Uhr der
Frankenfasching im Bayernprogramm das Richtige.

Mit freundlichen Grüßen.