Meldung kurzfristiger Minijob

von
Maria72

Liebe Forumsteilnehmer,

ich wende mich im Namen eines Verwandten an Sie, der 70 Jahre alt ist und mit der neuen Technik (Computer, Internet) so seine Schwierigkeiten hat.

Mein Verwandter hat vor einigen Jahren ein Haus geerbt, in dem sich 3 Mietwohnungen befinden. Das Haus befindet sich 800 km von seinem Wohnort entfernt. Deshalb beschäftigt er 8 Monate im Jahr einen sog. kurzfristigen Minijobber, der sich vor Ort um die Betreuung des Hauses kümmert.

Für diesen kurzfristigen Minijobber muss 3 Mal im Jahr eine Meldung zur Sozialversicherung abgegeben werden. Bisher ging das immer per Formular, das mein Verwandter handschriftlich ausgefüllt hat. Nun behauptet aber die Minijob-Zentrale, er müsse dies per PC machen. Handschriftliche ausgefüllte Formulare darf man angeblich nur noch verwenden, wenn man ""nicht gewerblich" ist.

Konkret habe ich nun drei Fragen:

1. Ist man wirklich gezwungen, die Meldung zur SV per PC zu machen - selbst wenn man keinen hat oder aus Altersgründen bei der Software-Anwendung nicht durchblickt?

2. Können die MitarbeiterInnen in einer Beratungsstelle der Knappschaft das Ausfüllen übernehmen?

3. Ist man automatisch "gewerblich", nur weil man ein Mietshaus erbt bzw. besitzt?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Maria72,

sobald Ihr Verwandter eine andere Person beschäftigt, fungiert er als Arbeitgeber. Das hat nichts mit einem Gewerbe zu tun. Insofern ist von ihm eine Meldung zur Minijobzentrale abzugeben.
Bezüglich der weiteren Fragen wegen der Abwicklung der Meldung sollten Sie sich direkt mit der Minijobzentrale in Verbindung setzen.