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Merkzeichen G verweigert

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

In Bayern gibt es bei Merkzeichen "G" Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr mit Eigenbeteiligung oder KFZ-Steuerermäßigung. Letzteres würde mir auch helfen, ist vielleicht aber in Bayern neu.

Nein, das ist definitiv nicht neu, da diese Regelung schon immer bundeseinheitlich galt.
Zitiert von: Herz1952

Ich habe aber ehrlich gesagt Angst, weil evtl. die Fahrtauglichkeit eingeschränkt werden kann. Es gibt darüber verschiedene Gutachten.

Dann würde ich an Ihrer Stelle freiwillig aufs Autofahren verzichten, bevor etwas passiert.

MfG

von
Herz1952

Wer noch ein Kfz steuern möchte, sollte sicherheitshalber "G" nicht beantragen. Es könnte Fahruntauglichkeit vorliegen, bzw. Fahruntauglichkeit könnte auch auf "G" zutreffen.

http://www.versorgungsaemter.de/Schwerbehindertenausweis_Merkzeichen_G.htm

von
Herz1952

Dies könnte gerade bei Herzinsuffizienz zutreffen.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Wer noch ein Kfz steuern möchte, sollte sicherheitshalber "G" nicht beantragen.

Auch das ist Unsinn!

Nur weil jemand erheblich oder außergewöhnlich gehbehindert ist, ist er noch lange nicht unfähig sicher ein Kfz zu führen.
Es kommt immer auf den Einzelfall an. Vor allem sollte jeder Betroffene ehrlich zu sich selbst sein und kritisch überlegen, ob er noch zur sicheren Kfz.-Führung fähig ist oder nicht.

MfG

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

Ich habe dies auf "innere Krankheiten" bezogen, das können schon Zweifel aufkommen, ob die Person noch fahrtauglich ist. Wenn man nicht 2 Stockwerke hochgehen kann, wird von manchen Gutachtern schon die Fahrtauglichkeit angezweifelt. (Bundesanstalt für Straßenwesen).

Bei "rein" körperlichen Behinderungen, gibt es natürlich viele technische Hilfen, die das ausgleichen können.

Wenn ich wegen einer eklatanten Herzschwäche also nicht ein Fahrzeug steuern darf, könnte dies auch ein Grund sein, das Merkzeichen "G" zu bekommen.

Mich musste im Sommer wegen eines Hitzschlages mein Defi retten, weil durch stundenlanger Übelkeit mit starken Brechreizen eine ventrikuläre Tachykardy (sehr schneller Herzschlag mit einer Frequenz von 300 (muss sich nicht alles auf den Puls auswirken) unterbrochen werden musste. Ich hätte allerdings schon mehr als eine Stunde kein Fahrzeug mehr steuern können. Trotzdem bekam ich ein "absolutes Fahrverbot" für 6 Monate in "Eigenverantwortung" sozusagen, weil es nicht der Führerscheinstelle gemeldet wird. Ich habe den Defi nur prophylaktisch wegen der evtl. Gefahr eines tödlichen Kammerflimmerns.

Kommentar meines Kardiologen: Die Kardiologen sind eigentlich der Meinung, dass Menschen, die keinen implantierten Defibrillator haben, nicht ein Fahrzeug führen sollten. Aber über die Dauer des Fahrverbotes gibt es unterschiedliche Ansichten. Deutsche Kardiologische Gesellschaft: Bei Tachykardie 3 Monate. Bundesanstalt für Straßenverkehr: 2 Allgemeinärztinnen mit Dr.-Titel (quer durch alle Krankheiten) sehen 6 Monate vor.

Auch Schlaganfall, Diabetes ist geregelt. Auch ein "eigestellter" Diabetiker dürfte eigentlich kein Fahrzeug steuern, weil latent die Gefahr einer "Unterzuckerung" besteht. Während meiner Fahruntauglichkeit sind einige Unfälle passiert bei Diabetikern, Niesanfällen, Hustenanfällen.

Bei Diabetikern gilt das Fahrverbot nur bei "Einstellung auf Medikamente, die eine Unterzuckerung hervorrufen können" (insbesondere: Insulin).

Am liebsten würde ich in mein Fahrzeug einen Fahrtenschreiber einbauen lassen, der mit dem Defi synchronisiert ist, dass ich nachweisen kann, was zuerst geschah: Der Unfall oder der "Defi-Einsatz". Der Vollständigkeit halber muss ich allerdings auch sagen, dass bei Kammerflimmern der Stromschlag so stark ist, dass man dadurch die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren kann. Aber wenn keiner eingebaut ist, hat man noch weniger Chancen bei einem plötzlichen Herztod zu reagieren. Die Todesrate beträgt ca 90 %. Leider ist es noch nicht gelungen, die Ursachen herauszufinden und vorzubeugen.

von
Herz1952

Bei "quer durch alle Krankheiten" ist gemeint, dass die beiden Ärztinnen nur alle möglichen Krankheiten auf Fahruntauglichkeit bewertet haben.

Letztes Jahr habe ich mir selbst 4 Wochen Fahrverbot erteilen (müssen). Oft und lange andauernde Hustenanfälle und während dieser Zeit gleich im Sitzen geschlafen. Das Genick habe ich dann auch noch 3 Wochen danach gespürt (smile).