Minderung des Erwerbeinkommens

von
AnniB

Hallo,
im Februar nächsten Jahres (2018) wird meine Stelle um mehr als 10 % reduziert. Ich kann dann einen Antrag stellen, dass die Einkommensanrechnung neu auf der Basis des laufenden Einkommens berechnet wird. So weit ist alles klar. Im Juli findet dann wie jedes Jahr eine Neuberechnung statt. Basiert diese wie üblich auf dem Vorjahreseinkommen (2017) oder wird auch das laufende Gehalt hinzugezogen und mit dem Vorjahreseinkommen verglichen. Auf den Seiten der Rentenversicherung liest sich das so, dass das laufende Gehalt mit dem zuletzt berücksichtigten Einkommen vergleicht (das dann bei mir aber dem Februargehalt entspricht und nicht noch mal um 10 % reduziert ist).

von
W*lfgang

Hallo AnniB,

es findet doch sowieso jeweils eine rückwirkende 'Spitzabrechnung' statt, egal wie genau Sie das Einkommen für 2017 und auch 2018 einschätzen. Sie können im Rahmen des Vordrucks R0230:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/R0230_ab_RB_1jul17.html

bereits die voraussichtlichen Einkünfte auch für 2018 prognostizieren und dabei selbstverständlich die 10 % geringeren Einkünfte ab Feb. 2018 berücksichtigen (Ziff. 2.3 ff.). Machen Sie nichts/keine Prognose mögliche, steht in dem Vordruck ebenfalls drin, wie die Rentenversicherung das/welches Einkommen zunächst berücksichtigt.

Gruß
w.

von
KSC

AnniB,

meine Sie die Einkommensanrechnung der Witwenrente oder zielt Ihre Frage auf die kommenden Zuverdienste neben einer Altersrente in Folge von Flexi?

von
AnniB

...die Zuverdienste bei der Witwenrente

von
Junker

Zitiert von: AnniB

...die Zuverdienste bei der Witwenrente

Wenn sich im Vergleich zum Vorjahr eine Änderung von mind. 10 % ergibt, wird das laufend Gehalt bei der Einkommensanrechnung angesetzt. Das Gehalt aus dem Vorjahr wird dann nicht mehr herangezogen.

Experten-Antwort

Hallo AnniB,
grds. werden Einkommensänderungen erst vom nächstfolgenden 1. Juli an berücksichtigt, es sei denn das laufende Einkommen ist im Durchschnitt voraussichtlich um wenigstens 10% geringer als das berücksichtigte Einkommen. Sofern ab Februar Ihr Einkommen um wenigstens 10% geringer ist als das bisher berücksichtigte Einkommen, kann die Einkommensminderung also sofort berücksichtigt werden.
Zum 01.07.2018 wird für die Ermittlung des monatlichen Einkommens zunächst das Vorjahreseinkommen (aus 2017) zu Grunde gelegt. Allerdings wird gleichzeitig auch das laufende durchschnittliche Einkommen zum 01.07.2018 ermittelt. Ergibt die Prüfung, dass das laufende Einkommen um wenigstens 10% geringer ist, wird dieses für die Einkommensanrechnung zu Grunde gelegt.

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