Mindesbeiträge Nachzahlen bis zu welchem Lebensalter?

von
Apothekerin

Hallo Zusammen,

ich bin von der Versicherungspflicht in der DRV befreit, da ich als Apothekerin im berufsständischen Versorgungswerk Pflichtversichert bin und zahle folglich auch keine Beiträge zur GRV.

Jedoch hat mich die DRV angeschrieben, dass ich nach der Geburt meines Kindes bis zu 3 Jahren -beitragsfrei- Pflichtversichert bin. Ich somit also bis zu 36 Monate Erziehungszeiten im Versicherungsverlauf gutgeschrieben bekommen kann.

Für die allgemeine Wartezeit von 60 Monaten ist dies jedoch nicht ausreichend einen Rentenanspruch zu erwerben. Nun möchte ich für die fehlenden Monate Mindestbeiträge Nachzahlen nach §208 SGB VI. Leider kann ich auf der Homepage der DRV unter Formulare kein Formular finden um diese Nachzahlung zu beantragen. Gibt es da keines oder wird das noch erstellt?

Nächste Frage gibt es eine Frist bzw. ein maximales Lebensalter bis zu welchem eine Nachzahlung noch möglich ist, vorzugweise würde ich natürlich so spät als möglich nach zahlen, bei Ausbildungszeiten gibt es ja die 45. Jahre Regelung gilt die auch bei §208 oder kann ich auch erst mit 66.Jahren diese Beiträge nachzahlen, also erst in 34 Jahren.

Welche Auswirkungen hätte eine frühere Nachzahlung auf einen eventuell möglichen EM-Rentenanspruch, falls ich die Nachzahlung sofort leisten würde?

Ach ja an Schiko, wie hoch wäre, die zu erwartende Rente. Und ab wieviel Monaten Rentenbezug ist der break-even für die Nachgezahlten Mindestbeiträge erreicht.

Daten:
-> Jahrgang 1977.

_>12 Monate Erziehungszeiten (werden nach Auskunft der DRV so gehandhabt als ob ca. 2500EUR verdient worden wären)

->48 Monate mit Mindestbeiträge

Anzahl der Gesamtmonate 60=Mindestanzahl.

Auf eine Diskussion in wie weit es moralisch ist einen Rentenanspruch aus beitragsfreienzeiten zu erzielen kann ich verzichten.
Schließlich werden auch Steuergelder zur Rentenfinanzierung herangezogen und Steuern zahl ich auch obwohl ich keine Beiträge in die DRV zahle.

Vielen dank für Antworten bereits vorab.

MfG

von
Schiko.

Antworte nur weil Sie mich angesprochen haben , aber Vorsicht durch Ferndiagnose hat ein User festgestellt das ich krank bin.

In der Tat verschenken Sie für drei Jahre Beitragszeiten wenn Sie nicht
für die fehlenden 24 Monate a/ monatlich 79,60 Mindestbeitrag nachzahlen.

Die Nachzahlung von 1910, 40 ist derzeit jederzeit möglich, ob dies in 10
oder 34 Jahren auch noch gilt ist natürlich fraglich. Richtig aber ist,derzeit
entsprechen 30879 Bruttoverdienst einen Entgeltpunkt und 27,20 spätere
monatliche Rente nach heutigem Stand

Für Geburten ab 1992 sind es drei Entgeltpunkte und 81,60 spätere Rente,
hinzu kommen noch 8,46 Rentenzuwachs für den Beitrag von 1910,40
Rechne ich dies mit monatlich 96.06 x 12 aufs Jahr gesehen 1.152,72
Rentenauszahlung.
Diese 60 Monate sind nach meiner Meinung nichts gebrauchsfähig für
die Erwerbminderungsrente auch wird es bei ihnen keine Anrechnung von
Ausbildungszeiten geben.
Jetzt schon ein zuzahlen sollten Sie auch unter dem Gesichtspunkt einer
Beitragserhöhung und Veränderung des Rentenwertes von 27,20 sehen.

Der jetzt geltende Rentenwert wächst ja dynamisch bei Rentenerhöhung mit.

Schon vorbeugend haben Sie in den letzten zwei Sätzen gut gekontert

Mit freundlichen Grüßen.

von
-_-

Nehmen Sie notfalls V060 und schreiben Sie dazu, dass Sie die Beitragszahlung nach § 208 SGB 6 zur Erfüllung der Wartezeit beantragen. Beachten Sie aber: "Die Beiträge können auf Antrag frühestens nach Erreichen der Regelaltersgrenze (derzeit 65., später 67. Lebensjahr) und nur für so viele Monate nachgezahlt werden, wie zur Erfüllung der allgemeinen Wartezeit noch erforderlich sind." Jahrgang 1977 hat da vermutlich noch etwas Zeit.

Wer googlen kann, ist klar im Vorteil. Weiter Infos:

Infos: http://www.b-rav.de/kez2009.htm

http://www.versorgungskammer.de/portal/page/portal/BVK/baev/Merkblatt_Kindererziehungszeiten.pdf

von
Herr Rossi

Lieber Herr Schiko,

mit ihrer Auskunft an Frau Apothekerin, das eine Nachzahlung für sie jederzeit möglich wäre, liegen sie komplett daneben. Die Fragestellerin ist als Mitglied einer berufsständischen versorgungseinrichtung überhaupt nicht zur freiwilligen Versicherung berechtigt. Nur der durch § 208 neu geschaffene Ausnahmetatbestand gestattet ihr, nach Erreichen der Regelaltersgrenze die fehlenden Beiträge nachzuzahlen.

von
-_-

"... aber Vorsicht durch Ferndiagnose hat ein User festgestellt das ich krank bin." Das möchte ich nicht kommentieren, jedoch:

Was Sie nicht wissen, sollten Sie auch besser nicht schreiben. Man kann es richtig aber auch im Gesetz nachlesen:
http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__208.html

Die Entrichtung freiwilliger Beiträge ist für den hier betroffenen Personenkreis eigentlich gar nicht möglich. Nur wenn die Wartezeit nicht erfüllt wird ist § 208 SGB 6 überhaupt einschlägig. Rein theoretisch könnte aber vor Erreichen der Regelaltersgrenze die Wartezeit auch noch auf anderem Wege erfüllt werden. Elternteile, denen Kindererziehungszeiten anzurechnen sind und die bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze die allgemeine Wartezeit nicht erfüllt haben, können auf Antrag freiwillige Beiträge für so viele Monate nachzahlen, wie zur Erfüllung der allgemeinen Wartezeit noch erforderlich sind. Beiträge können nur für Zeiten nachgezahlt werden, die noch nicht mit Beiträgen belegt sind.

Ich glaube, Ihre Berechnungen sind hier für die Fragestellerin derzeit entbehrlich, da sie Jahrgang 1977 ist! Vielleicht melden Sie sich 2044 noch einmal mit einer neuen Berechnung.

von
Hans Karstensen

Da haben sie ja mal wieder schön alles aus dem Zusammenhenag gerissen.Es war lediglich eine Reaktion auf Ihre Aussage, das die Steuerliche Sicht nicht gefragt war,wobei sie bei jeder Frage auf Steuer bezug nehmen,obwohl in 99 % nicht gefragt.

Aber egal,machen sie einfach weiter so.Auch mit den völlig falschen Antworten,die sie den Usern ( bewusst oder unbewusst,mag ich nicht zu beurteilen )geben.Es ist durchaus beeindruckend mit welcher Überzeugung sie diesen totalen Unsinn vertreten.

Das aktuelle Beispiel verdeutlicht dies sogar für Blinde.

von
Paula

>>Welche Auswirkungen hätte eine frühere Nachzahlung auf einen eventuell möglichen EM-Rentenanspruch, falls ich die Nachzahlung sofort leisten würde?<<

Zu dieser Frage wurde noch überhaupt nicht geantwortet.
Einen M-Anspruch können Sie überhaupt nicht erwerben, da für diese Rentenart die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (36 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 60 Monaten vor Eintritt der EM) nicht erfüllt werden.

Paula

Experten-Antwort

Hallo "Apothekerin",

freiwillige Beiträge nach § 208 SGB VI können Sie nur unter den folgenden Bedingungen nachzahlen:
- Elternteile, denen Kindererziehungszeiten anzurechnen sind
- erreichen der Regelaltersgrenze
- allgemeine Wartezeit nicht erfüllt
- freiwillige Beiträge für so viele Monate, wie zur Erfüllung der allgemeinen Wartezeit noch erforderlich sind
- nur für Zeiten, die noch nicht mit Beiträgen belegt sind.

Da Sie alle Voraussetzungen noch nicht erfüllt haben, kommt eine Nachzahlung für Sie nicht in Frage.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Rentenversicherung

von
Henriette Eugen-Bolz

Na na,nicht so verbittert.Und das bei Jahrgang 1977...das kennt man doch sonst nur bei Mitte 50 er Damen mit 50 % und Doppelnamen.

von
Schiko.

Habe inzwischen nachgelesen, Sie und Andere haben ja recht.

So ganz nebenbei habe ich ja
auch die Beträge für drei Kin-
der genannt und festgestellt,
dass noch 24 Monate fehlen.
Bin sicher durch die Kritik hat
unsere Apothekerin das Rich-
tige erfahren.
MfG.

von
Super!!!!

"So ganz nebenbei habe ich ja
auch die Beträge für drei Kin-
der genannt und festgestellt,
dass noch 24 Monate fehlen."

Genau,und die Wörter am Satzanfang haben sie auch gross geschrieben.

Das ist doch auch super.

Die Antwort war rententechnisch zwar völlig daneben ( wie man es bei Ihnen gewohnt ist ),aber sie war schön geschrieben und sie war von Ihnen.Das reicht den meisten Schäfchen hier doch.Völlig egal ob es richtig ist,hauptsache es steht Schiko drauf ;-))

von
Schade

...bis zum Jahr 2043 oder 2044 wirds wohl ein entsprechendes Formular geben....und wenn nicht, sollte Apothekerin es schaffen einen entsprechenden Satz formlos zu notieren......

von
Ganz einfach

Lassen sie den alten Mann doch in Ruhe.

Die User mit Verstand hier,wissen das er bezüglich des Rentenrechts absolut keine Ahnung hat.

Und die superintelligenten, die immer noch seinen Namen schreien,sind es doch selber Schuld.Die soll er doch ruhig immer schön falsch informieren.Solche Leute werden auch in 100 Jahren kein bisschen schlauer sein.

Er geniesst die Opferrolle in vollen Zügen und lässt keine Gelegenheit aus, sich als armes Opfer darzustellen.

Lassen sie ihm doch diesen Spass.

von
Wolfgang

Hallo -_- und alle anderen,

> Nehmen Sie notfalls V060 und schreiben Sie dazu (...)

der V060 ist inzwischen um einen entsprechenden Passus (KEZ, Ziff. 3) ergänzt und heute gerade zweckbestimmt verwendet worden :-)

Und richtig, der Antrag macht erst Sinn, wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist und dann die notwendige Wartezeit nicht vorliegt.

Gruß
w.

PS an Apothekerin: Nachzahlung von 24 Monaten 'rechnet' sich schon (nach heutigen Berechnungsmodalitäten) in/nach 2 Jahren Rentenbezug - bei Geburten ab 1992. Warten Sie die Zeit einfach ab ...

von
Wolfgang

>> Nehmen Sie notfalls V060 und schreiben Sie dazu (...)

>der V060 ist inzwischen um einen entsprechenden Passus (KEZ, Ziff. 3) ergänzt und heute gerade zweckbestimmt verwendet worden :-)

Blödsinn von mir. Da steht zwar was von KEZ in Ziff. 3, hat aber nichts mit der Nachzahlungsmöglichkeit nach § 208 SGB VI zu tun.

Manchmal sollte man sich die Zeit nehmen, genauer zu lesen ;-)

Gruß
w.