Mindestrente für Polen in Deutschland?

von
chris

Hans, die lange Leitung hatte hier wohl Ihr Internetprovider, so etwas liegt nicht an der Website.

Zum Thema:
Sie haben da offenbar etwas falsch verstanden. Die Grundsicherung SGB XII ist keine Versicherungsleistung, wie eine Rente, sondern eine vermögensabhängige Sozialleistung, im Grunde also Sozialhilfe.

Sie bekommen also nur eine Aufstockung bis Ihr Existenzminimum in Höhe des Harz IV Eckregelsatzes gedeckt ist. In der Praxis gibt es zur Rente gewaltige Unterschiede in den Auszahlungskonditionen, die Ihre Lebensqualität und Freizügigkeit durchaus einschränken können.

Es sind ja nicht nur Ihre finanziellen Verhältnisse ausschlaggebend für die Leistungsbewilligung und deren weitere Auszahlung. (nur bis zu 2600,- Euro angespartes Vermögen ist erlaubt).

Grundsicherung SGB XII wird höchstens für ein Jahr bewilligt. Dann ist ein neuer Antrag nötig. Sie müssen z.B. auch Ihre Kontoauszüge der letzten Monate einreichen. Wenn Zahlungseingänge dort vermerkt sind, werden Ihnen diese bei den Leistungen als Zufluss angerechnet (auch Geldgeschenke oder Ebay-Verkäufe, alles über 50,- Euro im Jahr).

Wenn Ihre Miete dem Amt zu hoch ist, kann man Sie auffordern, in eine preiswertere Wohnung umzuziehen. Wenn Sie dem nicht nachkommen, droht Leistungskürzung.

Für Grundsicherung SGB XII ist das Grundsicherungsamt Ihres Bezirks zuständig, nicht der Bund. Schon falls Sie in einen anderen Stadtteil umziehen, ist jemand anderes zuständig.

Ziehen Sie in eine andere Stadt um, so müssen Sie die Leistung am neuen Wohnort auf jeden Fall neu beantragen. Einige Ämter wollen Umzüge zuerst beantragt und schriftlich genehmigt sehen.

Es können Hausbesuche bei Ihnen durchgeführt werden, wenn ein möglicher Anhaltspunkt auf Leistungsbetrug besteht, weil Sie z.B. mit jemandem zusammen wohnen, der/die Sie womöglich finanziell unterstützen könnte.

Sie haben in Ihrem Wohnort Residenzpflicht. Grundsicherung wird nicht mal eben zum Zweitwohnsitz im Ausland überwiesen. Eine Ortsabwesenheit ist genehmigungspflichtig.

Bei längerer Ortsabwesenheit werden nämlich die Leistungen eingestellt, weil dann theoretisch ein anderer Leistungsträger zuständig ist (siehe oben). Sie können also nicht einfach mal für zwei Monate die Familie in Polen besuchen, wenn Sie keine Leistungseinstellung riskieren wollen.

Sie müssen immer mal wieder Einladungen ins Grundsicherungsamt nachkommen. Gerade wenn Familienangehörige im Ausland leben, geschieht das zu Kontrollzwecken, ob der Leistungsbezieher überhaupt noch Ansprüche hat.

Mit einer regulären Rente ist die Grundsicherung wirklich nicht zu vergleichen.

von
ProblemeOpa

Zitiert von: Opa Jo

bei Ihnen etwas?

was soll diese B...... Frage! Schonmal was von Problemen mit dem PC gehört!!!!!!!!!!!! Echt nicht zu Glauben was hier für Antworten manchmal kommen!!!!!!!!!!

von
Hans

@Opa Jo: Ich stimme Ihrer Schlussbemerkung voll zu. Ihr Beitrag ist das beste Beispiel dafür.

von
Opa Jo

Zitiert von: ProblemeOpa

Zitiert von: Opa Jo

bei Ihnen etwas?

was soll diese B...... Frage! Schonmal was von Problemen mit dem PC gehört!!!!!!!!!!!! Echt nicht zu Glauben was hier für Antworten manchmal kommen!!!!!!!!!!

Das Problem sitzt meist nicht im PC sondern davor.