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Mini-Rente

von
Toni

Mal eine Meinung von mir. Gestern Abend bei Escher, 2025 gibts nur noch für Arbeiter die heute bei 8,50 Euro Stundenlohn liegen 700 bis 800 Euro Rente. Gleiche Höhe wie Grundsicherung,für die wo nie arbeiten. Wie soll ich von 8,50 Riester oder sonst was abschließen? Was noch dazu kommt, der Staat ist todal verschuldet,in 15 J. gibt es vielleicht keine Sozialhilfe mehr. Jeder der nur Arbeiter ist und ca. 40 J. alt ist, muß jetzt schon Angst haben vor dem Alter. Oder sehe ich alles zu schwarz? Danke

von
Schiko.

Habe diese Sendung nicht gesehen. Der Stundenlohn - schon
hoch als Mindestlohn - ist genau ein Beispiel, in diesem Fall ist
Riesterrente kontraproduktiv.

Erlaube mir folgendes Beispiel, schon wegen der Inflation lasse
ich jährliche Rentensteigerungen außer acht:

Stundenlohn 8,50 x 174 Stunden x 12 Monate ergeben Euro
17.748 Jahreslohn. Bei 30,879 Durchschnittslohn in 2009 sind
es in West 27,20 Rentenwert.

Euro 27,20 : 30879 x 17.748 15,63 Rentenzuwachs je Jahr.

Die Rente hochgerechnet für 40 Jahre ergeben 625,20 Brutto-
rente, minus 61,58 Kranken/Pflegeversicherungsbeitrag ver-
bleiben 563,62. Da ist Grundsicherung vorprogrammiert.

Rechne ich mit 700 Bedarfsfeststellung bei der Grundsicherung
beträgt der Zuschuss ( 700 - 563,62 ) 136,38.

Und jetzt kommts ( ist bayerisch), bekämen Sie Netto 120 Riester-
rente ergibt sich 563,62 und 120 ^= 683,62 und 16,38
Grundsicherung.

Und dies erkärt ein Befürworter der Riesterrente, ist dies nicht Irre?

MfG.

von
Amadé

Bravo, lieber Schiko, ein hervorragender Beitrag. Machen Sie weiter so!

von
Amadé

Dann melden Sie sich einfach bei mir.

Noch vor wenigen Monaten wurde ich wegen der Riester-Problematik bei künftig sich abzeichnenden Grusi-Fällen schwer gescholten. Stolz verwies man auf die &#34;geringe Personenanzahl&#34;, die auf ergänzende GruSi angewiesen sei. Das Problem war seinerzeit anscheinend zu vernachlässigen.

Na, jetzt merkt man bei &#34;ihre-vorsorge&#34; plötzlich, dass das Heer der Grusi-Empfänger gewaltig anschwillt.

Immer mehr zeichnet sich ab, dass man das Problem Altersarmut mit dem Zulagen-Schwindel nicht in den Griff bekommt.

von
Wolfgang

&#62; Noch vor wenigen Monaten wurde ich wegen der Riester-Problematik bei künftig sich abzeichnenden Grusi-Fällen schwer gescholten.

Hallo Amadè,

seit Beginn der Grusi &#39;wussten&#39; es alle, die sich damit auskannten - und rieten ab bzw. zur Auflösung bestehender Verträge, wenn unweigerlich (!) feststand, dass sich die finanzielle Situation Betroffener nicht ändern wird/kann. Alles Andere war/ist zz. Schöndenkerei - da sind wir uns völlig einig, dass jeder EUR dahin der eine EUR zu viel ist, der das Leben am sozialen Abgrund heute vielleicht ein klein wenig erträglicher machen kann ...statt in später abschöpfende Sozialsysteme zu investieren (so löblich der Gedanke der Eigenvorsorge auch ist - nur, wofür auch, wenn Null-Effekt in der Altersbilanz ? ...).

Gruß
w.

von
Realist

Auch wenn eine Diskussion mit Ihnen reine Zeitverschwendung ist, erkläre ich Ihnen noch einmal meinen ganz persönlichen Standpunkt:

Wer seinen Lebensunterhalt ganz oder zumindest teilweise aus eigener Kraft bestreiten kann, braucht keine steuerfinanzierten staatlichen Fürsorgeleistungen, auch ALG II oder GRUSI im Alter genannt. Bis jetzt ist es Ihnen noch nicht gelungen, mir plausibel zu erklären, warum eine &#34;Riester-Rente&#34; nicht auf zustehende Sozialleistungen angerechnet werden sollte. Arbeitseinkommen wird schließlich auch auf einen eventuellen Arbeitslosengeldanspruch angerechnet. Demnach schmälert jeder über die Freigrenzen hinaus gehende selbst verdiente Euro den individuellen ALG II-Anspruch. Wer mehr als 15 Stunden/Woche erwerbstätig ist, erhält keinen einzigen Cent ALG I, wenn ich nicht irre. Ja warum arbeiten die Leute denn dann überhaupt noch, anstatt sich ihren Lebensunterhalt vollständig vom Staat finanzieren zu lassen? Genau das empfehlen Sie doch allen Geringverdienern, indem sie ihnen klarmachen, dass ihre &#34;Riester&#34;-Eigenvorsorge auf ihre BEDARFSABHÄNGIGE Sozialhilfe im Alter angerechnet wird. Für mich persönlich sind staatliche Fürsorgeleistungen das allerletzte Mitte!

von
Toni

Danke für die Antworten. Mir ist jetzt klar,meine Gedanken haben sich bestädigt.Viele Menschen werden immer arbeiten. und von der Rente nicht mehr leben können. Auch die paar Euro Riester können nie ein Ausgleich sein. Es ist so Schiko und Amade haben natürlich recht.

von
Realist

Kein Mensch kann heute schon wissen, wie unser Rentensystem in 15 Jahren aussehen wird. Im schlimmsten Fall gibt es immer noch die staatliche Grundsicherung, die bisher noch jedem ein menschenwürdiges Leben ermöglicht hat. In kaum einem anderen Land der Welt gibt es bessere soziale Sicherungssysteme als in Deutschland. Wer das bestreiten will, jammert auf ziemlich hohem Niveau oder er schaut zu viel B..dzeitungs(Monitor) oder Escher-TV!

MfG

von
Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ich hoffe,bzw wünsche es mir,das es sich in diesem Land wieder lohnt,das man verantwortungsbewusst handelt.Derjenige,der fürs Alter selber vorsorgt muss doch belohnt werden,und nicht diejenigen,die sich von vornerein nur auf den Staat verlassen und auf taatskosten leben.

Das ist leider so.Man braucht sich doch keinerlei Sorgen machen,es gibt doch sämtliche Sozialleistugen die einen bis zumTod durchs Leben führen.Wer arbeitet und vorsorgt ist doch doof.Und wer etwas anderes behauptet,sollte sich ehrlich hinterfragen.

Naja hoffen wir das irgendwann mal Gerechtigkeit herrscht.

Bis dahin gehören Schlagzeilen wie,Hartz IV muss steigen,Regelsätze müssen steigen ( einfach nur lächerlich,gibt es so wohl in keinem anderen Land auf dieser Erde ),zum Tagesgeschäft.

Wer nicht an später denkt,muss eben mal anfangen Verantwortungsbewusstsein zu zeigen.Und derjenige der das nicht tut,muss auch mal mit Konsequenzen rechnen.

von
Unrealist

Wieso bekommt jemand der über 15 std/woche arbeitet kein Alg.? Es wird nur anders genannt.Hilfe zum Lebensunter-halt. Zu Gunsten der AG zahlt der Steuerzahler.
Warum soll ich in eine Vers. einzahlen und erhalte später nichts davon und das von 8,5 &#8364; brutto. Viele verdienen noch weniger.
Jeder soll von seinem eigenen Eink./Rente leben können.

von
Amadé

Nun machen Sie mal Ihrem Pseudonym Ehre und erklären Toni, wie dieser von 8,50 &#8364;/ h Riestern soll. Irgendwas braucht der gute Mann doch wohl auch zum Leben, statt mit Riester ein völlig unnötiges Bürokratie-Monster zu füttern oder dafür zu sorgen, dass Herr Riester und seine Banken- und Versicherungskumpels noch mehr in den... geblasen bekommen?

Was soll denn bei diesem Mini-Riester herauskommen, außer Provisionen und Verwaltungskosten, welche die Zulagenstelle und die Finanzämter verschlingen?

Liefern Sie doch mal konkrete Zahlen und nehmen sich ein Beispiel an Ihrem Freund Schiko.

Es gibt in diesem Lande nunmal eine ganze Menge Menschen, die den lieben langen Tag hart arbeiten müssen und mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Über das Verhältnis zu bestimmten Unternehmensgewinnen und Höhe der Abfindungen sage ich lieber nichts, da sonst der große Daumen aus dem Himmel auf die Löschtaste saust.

von
Realist

Zitat: &#34;Wer mehr als 15 Stunden/Woche erwerbstätig ist, erhält keinen einzigen Cent ALG I&#34;

Es dürfte Ihnen vielleicht bekannt sein, dass es neben der steuerfinanzierten staatlichen Fürsorgeleistung namens ALG II auch noch die Versicherungsleistung ALG I gibt. Und dort gibt es nun mal die 15 Stunden-Grenze!

MfG

von
Realist

Vielleicht kann ihm ein Finanzberater seines Vertrauens die Entscheidung erleichtern!

MfG

von
Amadé

Auch das noch? Was soll denn dabei rauskommen - außer weitere Kosten?

Soll Toni den Kitt aus den Fenstern essen?

Das Wochenende sei Ihnen gegönnt. Fangen Sie daher Montag zu rechnen an. Die ersten Schritte gehen so:

8,50 &#8364; x 8h/Tag x 5 = 340 &#8364;/Woche x 52 = 17.680 &#8364; BRUTTO im Jahr.

So, jetzt ab zum Brutto/Nettorechner - siehe diese Seite unter &#34;Service&#34; und der gute Realist rechnet als &#34;Riester-Fuchs&#34; am Montag weiter und verrät uns dann das Ergebnis

Bin sicher, wenn Sie Toni dann das Endergebnis liefern, wird dieser ein überzeugter Riester-Fan sein ???

von
unrealist

Lieber Realist!!!

Habe schon richtig gelesen.
Deshalb hinter Alg. auch keine Zahl.
Es ist jedoch traurig, wenn jemand eine 38 Std/woche arbeitet davon seine Fam. nicht ernähren kann und über 400, &#8364; vom Arbeitsamt bekommt.
Wovon und warum soll er eine Riesterrente machen?
Durch das selbst erlebte Lohndumping der letzten Jahre, wird sich die Situation in Zukunft nach verschlechtern.

von
Realist

Selbst wenn @Toni alleinstehend und in der höchsten Lohnsteuerklasse I ist, bekommt er monatlich ca. 1050 Euro netto von seinem Arbeitgeber. (Ohne anteilige Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld!)

Das sind etwa 400 Euro mehr, als ein alleinstehender Hartz IV-Empfänger an Regelleistung und KdU (Kosten der Unterkunft) bekommt, was bei sparsamer Lebensweise auch völlig ausreicht. Zieht man von diesen 400 Euro die durch die Erwerbstätigkeit verursachten Mehrkosten, auch Werbungskosten genannt, wieder ab, verbleibt immer noch ein dreistelliger Euro-Betrag von dem zumindest ein Teil für die Altersvorsorge angelegt werden KÖNNTE. Wer jedoch die Ansicht vertritt, seine Altersversorgung einzig und allein der Allgemeinheit aufbrummen zu müssen, dann soll er das ruhig tun. Er darf sich aber hinterher nicht darüber beschweren, wenn die Solidargemeinschaft der Steuerzahler regelmäßig Nachweise der Bedürftigkeit verlangt und ggf. sogar in die Schubladen und Kochtöpfe schielt!

MfG

Experten-Antwort

Mini-Rente

Solange jeder einzelne für sich selbst entscheiden kann und muss, ob er &#34;riestern&#34; will oder nicht, ist es auch jedem einzelnen überlassen, ob er alles versuchen wird, sich eine ausreichende Existenzgrundlage für das Alter zu schaffen.
Die Riesterrente stellt Ihrer Idee nach nur ein Angebot dar, die zusätzliche Versorgungslücke, durch Absenkung des Rentenniveaus aufgrund des Nachhaltigkeitsfaktors, auszugleichen. Bei den ganzen angedeuteten Modellen der Beiträge wird eine statische Sichtweise zugrunde gelegt. D.h. unabhängig von der Frage, ob der Gesetzgeber jedem Einzelnen freiwillig die Möglichkeit verschafft zu &#34;riestern&#34; oder nicht, hätten bzw. hatten die betroffenen Personen schon immer das Problem der &#34;Altersarmut&#34;.
Also, das Problem ist nicht die Riesterrente, sondern tatsächlich ein gesellschaftspolitisches Problem.
Ob man die Lösung in einer Anhebung der Löhne auf ein Mindestlohnniveau oder aber einer Verbesserung der Bildungschancen und damit der Bildung und im Endergebnis in der Erlangung besserer Verdienstchancen sieht, ist nicht Aufgabe des Rentenversicherungsträgers sondern eine Aufgabe, die politisch gelöst werden muss.
Bitte haben Sie daher Verständnis, dass wir die Beiträge nicht einzeln kommentieren werden.