Minijob

von
steffi

hallo,meine mutter ist arbeitslos und arbeitet jetzt als aushilfe auf 165€ basis.dabei soll sie genauso sozialversicherungsabgaben leisten.Übernimmt das nicht eigentlich das arbeitsamt?ihr wurde ja gesagt das sie das geld so neben dem arbeitslosengeld dazu verdienen kann!

von
Schade

bei den 400 € Jobs muss der Arbeitnehmer gar nichts zahlen - lediglich der Arbeitgeber leistet pauschale Abgaben.

Ihre Mutter könnte "auf die Versicherungsfreiheit verzichten" und selbst 4,9% Ihres Lohnes zahlen, das macht m.E. aber nur dann Sinn, wenn sie weder ALG 1 noch ALG 2 bekommt.

Zu empfehlen ist eine persönliche Beratung, hier im Forum ohne spezielles Fallwissen alle Eventualitäten, die dafür oder dagegen sprechen herunterzubeten, erscheint mir nicht sinnvoll - das würde nur zu erneuten Rückfragen und Unklarheiten führen.

von
Schiko.

Bis monatlich 400 ist ein minijob sozialversicherungs-
frei, d.h. sie begründen keinen eigenen sozialversicherungs-
schutz dies ist aber nicht gleichbedeutend mit beitrags-
freiheit.
Beitragspflicht besteht für kranken, rentenversicherung, zwei
prozent sind für steuer. Insgesamt hat der arbeitgeber 30%
an die minijob zentrale abzuführen.
Für 165 euro 49,50, die ausschließlich der AG. aufzubringen
hat.
Weder die arbeitsagentur noch sie selbst sind damit belastet.
Die arbeitsagentur überweist den vollen beitrag von 19,90 %
aus 80 % des vorherigen durchschnittsbrutto der letzten 12
monate, zahlt auch kranken/pflegeversicherung.
Es besteht also kein grund, für den 165 job 4,9% zuzahlung
( verzicht auf die versicherungsfreiheit) zu leisten.
Dies gilt später sogar auch für die hartz IV leistungen.

Mit freundlichen Grüßen.

Experten-Antwort

Hallo steffi,

grundsätzlich ist die Beschäftigung Ihrer sozialversicherungsfrei. Der Arbeitgeber zahlt insgesamt 30 Prozent Pauschalabgaben für Renten-, Krankenversicherung und Steuer. Die Agentur für Arbeit zahlt keine Beiträge aufgrund des Minijobs ein.
Es gäbe die Möglichkeit, dass Ihre Mutter auf die Versicherungsfreiheit verzichtet und selbst Beiträge l.H.v. 4,9 Prozent vom Gehalt abgezogen bekommt. Die erzielte Rentensteigerung wäre jedoch nur minimal. Zurzeit werden bei Ihrer Mutter aufgrund des AlG I-Bezuges sowieso Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt, so dass keine Beitragslücke entsteht.
Eine Beratung in der nächstgelegenen Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wäre ergänzend zu empfehlen.