Minijob - auf Rentenversicherungsfreiheit verzichten ?

von
Anni Schatz

Ich habe aus meiner früheren Tätigkeit bereits über 16 Jahre in die Rentenversicherung einbezahlt.
Zwischenzeitlich war ich 17 Jahre zu Hause und trete nun einen Minijob an.
Ist es sinnvoll auf die Rentenversicherungsfreiheit zu verzichten ?
Die Aufstockung meiner bisherigen Einzahlungen wäre ja minimal ...
Des weiteren bin ich verheiratet und somit auch noch abgesichert ;-)
Auf was muss ich achten ? Vorteile - Nachteile ?
Für Tipps bin ich dankbar ...

von
Eumel

Hallo,

ich würde Ihnen empfehlen, die Versicherungspflicht zu belassen und sich nicht davon befreien zu lassen.

Vorteile: jeder Monat wird als ein Monat für die Wartezeit gerechnet --> hat z.B. den Vorteil, wenn Sie insgesamt 35 Versicherungsjahre gesammelt haben, dass dann eine Rente ab 63 (Achtung: mit Abschlag) möglich ist.
- Weiterhin würden Sie sich Ihren Erwerbsminderungsrentenschutz aufbauen. Diesen hätten Sie wieder erworben, wenn Sie mind. 36 Monate Minijob mit Versicherungspflicht ausüben.
- Aufgrund der Versicherungspflicht hätten Sie auch eine unmittelbare Zulagenberechtigung für einen möglichen Riestervertrag.
- Es kann ein Anspruch auf medizinische bzw. berufliche Rehabilitation erworben werden.

Nachteil --> die vorgenannten Vorteile "kosten" 3,9% Eigenbeitrag bei einem gewerblichen Minijob (bei 450 Euro Bruttoverdienst sind das derzeit 17,55 Euro)

--> Broschüre zum Thema bei der Deutschen Rentenversicherung (Minijobs: niedrige Beiträge, voller Schutz)

Experten-Antwort

Dem Beitrag von „Eumel“ wird zugestimmt. Wo bekommen Sie für so wenig Beitragsleistung so viel Zugang zu den genannten Gegenleistungen? Wenn Sie also ausschließlich diesen Minijob ausüben, sollten Sie sich an der Beitragszahlung beteiligen und auf die Option sich hiervon befreien zu lassen verzichten.

von
Anna M.

Mir wurde von einem Bekannten - ebenfalls Minijobber - gesagt, daß sein Arbeitgeber verlangt hat, daß er die Rentenversicherungsfreiheit in Anspruch nimmt, da er einem Minijobber nicht auch noch (anteilige) Rentenbeiträge bezahlen will.

Andernfalls gäbe es keinen Vertrag.

Nicht die feine, englische Art?

von
GroKo

Zitiert von: Anna M.

Mir wurde von einem Bekannten - ebenfalls Minijobber - gesagt, daß sein Arbeitgeber verlangt hat, daß er die Rentenversicherungsfreiheit in Anspruch nimmt, da er einem Minijobber nicht auch noch (anteilige) Rentenbeiträge bezahlen will.

Andernfalls gäbe es keinen Vertrag.

Nicht die feine, englische Art?


Ob Verzicht oder nicht, der Arbeitgeber ist immer Beitragspflichtig.
Dein Bekannter faselt Mist.

von
Eumel

Ich denke eher, dass es die Unwissenheit des Arbeitgebers ist ...

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