Minijob bei EWMR - gut oder schlecht?

von
Gaby

Hallo,

mein Antrag auf eine volle EWMR wurde rückwirkend zum 01.01.2011 genehmigt. Ich würde gerne einen 400-Euro-Job bzw. ab 2013 450-Euro-Job annehmen, was ich aus gesundheitlichen Gründen aber momentan nicht schaffe.
Weiß jemand, ob es für die Rente bzw. für die Weiterbewilligung ein Hindernis ist, wenn man einen Minijob hat? Offiziell ist das nicht so, aber wenn ich überlege, dass ich aus der Reha-Klinik arbeits- und erwerbsfähige (0 - 3 Stunden) entlassen wurde und gleichzeitig arbeite ich 2,5 Stunden pro Tag. Da liegt es doch eigentlich nahe, dass die DRV auf die Idee kommen könnte, dass jemand, der 2,5 Stunden arbeitet, evtl. auch etwas mehr arbeiten könnte.
Ein Bekannter von mir hat seinen Verlängerungsantrag nicht durchbekommen und ist sich sicher, dass es an seinem Minijob liegt.
Wäre über Auskünfte wirklich dankbar.

Lg
Gaby

von
Boysecum

Jeder Fall ist anders und jede Erwerbsminderung hat ihre Besonderheiten. Aber grundsätzlich gilt folgendes:

Ein Minijob macht es dem Entscheider über eine EM-Rente oder über die Verlängerung einer EM-Rente leichter den Antrag abzulehnen.

von
Konrad Schießl

[quote=177960]
Jeder Fall ist anders und jede Erwerbsminderung hat ihre Besonderheiten. Aber grundsätzlich gilt folgendes:

Ein Minijob macht es dem Entscheider über eine EM-Rente oder über die Verlängerung einer EM-Rente leichter den Antrag abzulehnen.

[

Sicher schlecht gelaufen, das muß nicht überall so sein. Für den Staat doch noch
günstiger als Grundsicherung.

von
Sigurd der edle Ritter

Zitiert von: Boysecum

Jeder Fall ist anders und jede Erwerbsminderung hat ihre Besonderheiten. Aber grundsätzlich gilt folgendes:

Ein Minijob macht es dem Entscheider über eine EM-Rente oder über die Verlängerung einer EM-Rente leichter den Antrag abzulehnen.

Finde ich auch so. Wenn man sowas hat wie beispielsweise eine "Depression", also was auch subjektiver Bewertung sehr zugänglich ist, kann ein Minijob ein guter Beurteilungsfaktor sein, um eine EM-Rente abzulehnen.

Es kommt auf den Einzelfall oder auf die Art der Erwerbsminderung, die gerade vorliegt.

von Experte/in Experten-Antwort

Es gibt im Grunde zwei "Säulen" auf denen eine Rente wegen voller Erwerbsminderung gewährt und fortlaufend in voller Höhe gezahlt werden kann.

Einmal die Säule des Hinzuverdienstes: Den würden Sie einhalten.

Bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung ist jedoch das weitere Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen wichtig. Selbst wenn die Hinzuverdienstgrenzen eingehalten werden, ist bei einer zusätzlichen (geringfügigen) Beschäftigung zu prüfen, ob trotz Ausübung dieser Beschäftigung die med. Voraussetzungen weiterhin vorliegen.

I.d.R. wird es eigentlich fast immer so sein, dass bei einer Beschäftigung, bei der ein derart niedriges Entgelt erzielt wird, auch die mediznischen Voraussetzungen vorliegen, da die Beschäftigung nur in sehr begrenztem Umfang ausgeübt wird. Im Einzelfall ist dies aber trotzdem von der Rentensachbearbeitung zu prüfen.

So sind sich rechlich immer auf der sicheren Seite, wenn Sie vor Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung dies bei der Rentensachbearbeitung anzeigen und sich die Bestätigung einholen, dass trotz Ausübung dieser Beschäfitung die Voraussetzungen für die Zahlung der Rente wegen voller Erwerbsminderung weiter vorliegen.

von
egal

Es wird wohl auch die Höhe der EM-Rente eine Rolle spielen! "ein derart niedriges Entgelt" kann auch bedeuten, EM-Rente auf zu hübschen, um nicht auf die Almosen vom Staat (Grundsicherung) angewiesen zu sein. Wer aber ohnehin schon eine auskömmliche EM-Rente hat, und zusätzlich noch die 400€ "mitnimmt", bei dem wird sehr wahrscheinlich genauer geschaut. Eben da, wo was zu holen ist, Sozialabgaben und steuerpolitisch…

von
Gaby

Danke für die Antworten. Mich hat es nur interessiert. Es kommt für mich momentan ohnehin nicht in Frage - aus gesundheitlichen Gründen. Aber ich hoffe ja noch immer, dass es vielleicht doch irgendwann mal wieder besser wird.

LG
Gaby

von
=//=

Ich habe es noch nie erlebt, dass bei einem Antrag auf Weitergewährung einer Zeitrente wegen voller EM UND Ausübung eines Minijobs "genauer hingeschaut" wird! Geschweige denn, dass ein Antrag aus diesem Grund abgelehnt wird. Schließlich erlaubt der Gesetzgeber doch einen Hinzuverdienst und bei einer vollen EM-Rente sind dies nun mal die 400,- EUR. Wäre dies anders, würde im § 96 a SGB VI der Hinweis auf eine tgl. oder wöchentliche Arbeitszeit stehen, die ebenfalls einzuhalten ist.

Abgesehen davon hätten die Mitarbeiter der DRV viel damit zu tun, auch noch die tgl. Arbeitszeit zu überprüfen.

Wird ein Antrag auf Weitergewährung gestellt, muß einfach nur der mtl. Hinzuverdienst angegeben werden.

Es muß noch nicht einmal zwingend die Art der Tätigkeit angegeben werden. Auch mit der angesprochenen Depression kann man noch bis zu 3 Std. tgl. arbeiten.

von
Gaby

Danke für die Antwort. Was sie schreiben, ist zwar einerseits plausibel und auch fundiert erklärt, aber der Experte schließt das Vorgehen, ob die med. Voraussetzungen bei einem Minijob noch vorliegen, nicht aus.

Zitiert von: =//=

Ich habe es noch nie erlebt, dass bei einem Antrag auf Weitergewährung einer Zeitrente wegen voller EM UND Ausübung eines Minijobs "genauer hingeschaut" wird! Geschweige denn, dass ein Antrag aus diesem Grund abgelehnt wird. Schließlich erlaubt der Gesetzgeber doch einen Hinzuverdienst und bei einer vollen EM-Rente sind dies nun mal die 400,- EUR. Wäre dies anders, würde im § 96 a SGB VI der Hinweis auf eine tgl. oder wöchentliche Arbeitszeit stehen, die ebenfalls einzuhalten ist.

Abgesehen davon hätten die Mitarbeiter der DRV viel damit zu tun, auch noch die tgl. Arbeitszeit zu überprüfen.

Wird ein Antrag auf Weitergewährung gestellt, muß einfach nur der mtl. Hinzuverdienst angegeben werden.

Es muß noch nicht einmal zwingend die Art der Tätigkeit angegeben werden. Auch mit der angesprochenen Depression kann man noch bis zu 3 Std. tgl. arbeiten.

von
Konrad Schießl

Zitiert von: =//=

Ich habe es noch nie erlebt, dass bei einem Antrag auf Weitergewährung einer Zeitrente wegen voller EM UND Ausübung eines Minijobs "genauer hingeschaut" wird! Geschweige denn, dass ein Antrag aus diesem Grund abgelehnt wird. Schließlich erlaubt der Gesetzgeber doch einen Hinzuverdienst und bei einer vollen EM-Rente sind dies nun mal die 400,- EUR. Wäre dies anders, würde im § 96 a SGB VI der Hinweis auf eine tgl. oder wöchentliche Arbeitszeit stehen, die ebenfalls einzuhalten ist.

Abgesehen davon hätten die Mitarbeiter der DRV viel damit zu tun, auch noch die tgl. Arbeitszeit zu überprüfen.

Wird ein Antrag auf Weitergewährung gestellt, muß einfach nur der mtl. Hinzuverdienst angegeben werden.

Es muß noch nicht einmal zwingend die Art der Tätigkeit angegeben werden. Auch mit der angesprochenen Depression kann man noch bis zu 3 Std. tgl. arbeiten.

Bin absolut Ihrer Meinung. Nur =//= ist ein-
fach zu wenig. Habe noch nie erlebt, dies i
zu schreiben ist zu einfach.
Man sollte doch wissen, wer" Habe noch.....
Das dies die Bundeskanzlerin nicht geschrie-
ben hat ist mir klar.
Danke für die Ergänzug sehr herzlich.

MfG.

von
B´son

Zitiert von: Konrad Schießl

Bin absolut Ihrer Meinung. Nur =//= ist ein-
fach zu wenig. Habe noch nie erlebt, dies i
zu schreiben ist zu einfach.
Man sollte doch wissen, wer" Habe noch.....
Das dies die Bundeskanzlerin nicht geschrie-
ben hat ist mir klar.
Danke für die Ergänzug sehr herzlich.

MfG.

??? Geheimsprache ???