Minijob/Rentenantrag

von
Emma

Sehr geehrte Damen u. Herren,

ich habe folgende Frage, nachdem ich im Juli meine Rentenklage zurück gezogen habe, da ich keine Kraft mehr hatte um weiter zu kämpfen, habe ich nun nach langem suchen einen Arbeitgeber gefunden, der bereit ist mir einen Minijob auf 400 € Basis zu geben, da ich 70 % GdB habe, habe ich leider keinen AG gefunden der mich Auf Steuerkarte nimmt, was mir lieber wäre, da ich leider meine Krankenkassenbeiträge, die nach dem Einkommen von meinem Mann berechnet werden,er ist bei der PKV u. die würden mich nicht mehr aufnehmen berechnet.
Zur Zeit muss ich 270 € monatlich in die GKV zahlen, ab Januar wird es noch mehr.
Bei der Rentenber. wurde mir empfohlen im Frühjahr einen neuen Rentenantrag zu stellen, meine Pflichtzeiten habe ich erfüllt.
Meine Frage ist nun bleiben die Pflichtzeiten auch bei einem Minijob bestehen ?
Oder muss ich dann warten bis ich 65 Jahre bin ?
Geboren bin ich 1959.
Bei dem Minijob habe ich auch erstmal eine Probezeit bekommen, da ich nicht weiß, ob ich es körperlich überhaupt durchhalte.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Besten Dank im Voraus.
Gruß Emma

Experten-Antwort

Die Ausübung eines Minijobs hat keinen Einfluss auf ihre bisher erworbenen Pflichtbeitragszeiten. Alle Zeiten, die bisher in ihrem Versicherungsverlauf gespeichert sind, bleiben auch weiterhin bestehen.
Aus ihrem Minijob erwerben Sie sich zwar keine Pflichtbeitragszeiten, sondern Sie erhalten sogenannte Zuschlagsentgeltpunkte, die bei der Rentenberechnung mitberücksichtigt werden.

von
-_-

Sie können aber dem Arbeitgeber gegenüber erklären, dass Sie auf die Versicherungsfreiheit des Minijobs verzichten. Sie zahlen dann 4,9% des Bruttoentgelts und haben vollen Schutz für den Fall der Erwerbsminderung sowie bei Bedarf auch Anspruch auf Reha-Leistungen.

Mehr Infos gibt es dazu auf den Seiten der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

von
Paula

Hallo Emma,
reden Sie doch noch mal mit Ihrem Arbeitgeber. Vielleicht läßt es sich auf ein Midijob von z.B. 420 Euro ein.
Für den Arbeitgeber ist dies sogar günstiger; er muss insgesamt weniger Beiträge zahlen als bei einem Minijob.

Vorteil für Sie: Sie wären krankenversichert und müssten nicht den hohen freiwilligen Beitrag zahlen.

Paula

von
-_-

Der Arbeitgeber kann Ihnen auch mtl. 400,00 EUR zahlen und im Arbeitsvertrag ein zusätzlich regelmäßig zu zahlendes kleines Weihnachtsgeld von z. B. 50,00 EUR vertraglich zusichern. Auch dann hätten Sie im jährlichen Durchschnitt über 400,00 EUR (1/12 von 4850,00 EUR) und würden versicherungspflichtig im Gleitzonenbereich. Sie wären dann auch krankenversicherungspflichtig.