mit erwerbsunfähigkeit nicht einverstanden

von
Julia Schafferer

Hallo zusammen,

derzeit befinde ich mich in einer neurologischen Rehabilitation da ich die Krankheit MS habe. Der Neuropsychologe meint nun, dass ich gar nicht mehr erwerbsfähig bin. Ich habe aber bisher Vollzeit noch gearbeitet (trotz Rollstuhl) und möchte dies zumindestens auf Teilzeitbasis auch wieder tun.
Kann mir was passieren wenn die Klinik der DRV meine berentung empfiehlt und ich aber trotzdem weiterhin arbeite?
Ich müsste doch erst selbst einen Antrag auf Rente stellen bevor ich diese erhalte und dann nur noch wenig dazu verdienen darf, oder?
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

von
MSC

Hallo,

grundsätzlich steht es Ihnen frei, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Einzig bei einem eingeschränkten Dispositionsrecht seitens der Krankenkasse oder der Agentur für Arbeit müsste der Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt werden, sollte ein Rentenanspruch bestehen.

Nichtsdestotrotz könnten Sie auch neben einer Rentenanspruch weiter arbeiten. Der entsprechende Hinzuverdienst aus Ihrer Tätigkeit wird sodann auf die Rente gem. § 96a SGB VI angerechnet. Da die Hinzuverdienstgrenzen individuell sind, diese bitte bei einem Rentenanspruch vorab erfragen und evtl. die Arbeit / Hinzuverdienst entsprechend anpassen.

LG MSC

Experten-Antwort

Ist Ihr Leistungsvermögen entsprechend herabgesetzt, wird nach Abschluss der Rehabilitationsmaßnahme vom Rentenversicherungsträger das Rentenverfahren eingeleitet. Sie werden dann zur Stellung eines formellen Rentenantrages aufgefordert. Abhängig vom Restleistungsvermögen besteht ggf. ein Anspruch auf teilweise oder volle Erwerbsminderungsrente.
Dieser sogenannten "Umdeutung" Ihres Reha-Antrages in einen Rentenantrag müssen Sie nicht unbedingt folgen, sofern die Krankenkasse Sie nicht zur Reha-Antragstellung aufgefordert hat.
Während des Rentenbezuges können Sie nebenher weiterarbeiten. Allerdings ist das aus der Beschäftigung erzielte Arbeitsentgelt auf die Rente anzurechnen, so dass diese entweder nur als Teilrente oder überhaupt nicht gezahlt werden kann. Die Hinzuverdienstgrenzen teilt Ihnen auf Anfrage der Rentenversicherungsträger mit."

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