Mitteilung zu Vorlage beim Finanzamt

von
Lara

Ich erhalte eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, die seit April 07 ausgezahlt wird. Die Rente wurde rückwirkend zum 01.07.06 gewährt.
Die Nachzahlung für die Monate 07.06. bis 03.07 wurde um den Erstattungsanspruch der GKV reduziert.
Bei der Mitteilung zur Vorlage beim Finanzamt hat die DRV die an die GKV geleistete Erstattung in Höhe von über 3 TEuro nicht in Abzug gebracht.
Wie kann man/frau das verstehen?
Die Bescheinigung enthält keine Angaben darüber, dass der ausgewiesene Betrag nicht voll in Auszahlung kam.

von
Jürgen

Das ist leider so korrekt. Dem Finanzamt ist die Bruttorente zu melden. Die Abzüge musst Du versuchen, als Sonderausgaben wieder reinzubekommen. Die Bescheinigung darüber muss die DRV ausstellen.
Gruß Jürgen

von
Chris

Sehe ich auch so, dass dies korrekt ist. Sollte die Krankenkasse bereits eine Bescheinigng vor dem Erstattungsanspruch ausgestellt haben, so muss diese dann korregiert werden.

von
Schiko.

Wenn ich es richtig sehe geht es letzlich um die ver-
mutliche versteuerung ihrer rente, die vorerst als er-
werbsminderungsrente ausbezahlt wird.
Bin der meinung, sie erhalten die rente monatlich ab juli,
und für die zeit 01.07.06 bis 3.07.07 eine nachzahlung.
Anderseits sprechen sie von der auszahlung der mona-
lichen rente ab april 2007

Als gesetzlich pflichtversicherte ersehen sie ja aus der
monatlichen rente ab 3.07.07, für den vollen monat
august auf jeden fall, dass von der bruttorente der häfte-
anteil zur krankenversicherung abgezogen wird.
Die andere hälfte zahlt die rentenstelle und es erhält ihre
krankenkasse den gesamtbeitrag- in verschiedener höhe
der jeweiligen krankenkasse - den gesamtbeitrag überwiesen.

Ob sie überhaupt steuer zahlen müssen hängt von der
höhe der monatlichen bruttorente ab.
Steuerpflichtig sind bei rentenbeginn in 2006 52 %,
von diesen errechneten betrag ist der ihnen abgezogene
hälfteanteil zur krankenversicherung und der volle beitrag
zur pflegeversicherung steuerlich geltend zu machen.

Gelten sie in der gesetzlichen als freiwillig versicherte wird
ihnen der hälfteanteil ausbezahlt, auf der anderen seite wird
ihnen im rahmen des lastschriftverfahren der gesamtbeitrag
durch die krankenkasse abgebucht.

Höre ich nichts mehr von ihnen, hat sich die sache für mich
erledigt. Soll ich ihnen weiterhelfen, müssten sie die monatliche
bruttorente und den prozentsatz des beitrages ihrer kranken-
versicherung hier mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Lara

Danke für Ihre Hilfe
Die monatlich Rentenzahlung erfolgte erst ab 04.07 nach dem Bescheid vom 02.07.
Möglicherweise kommt auch Licht ins Dunkel, wenn ich eine weitere Bescheinigung der DRV über die an die GKV geleistete Erstattung.
Für die Monate 07.06 bis 03.07 werde ich wohl die Rente Brutto angeben müssen, obwohl die DRV die gesamte Krankengeldzahlung für diesen Zeitraum an die GKV erstattet hat.
Die Nachzahlung an mich erfolgte für die angegebenen Monate nur Netto. Das erscheint mir ungerecht. Ich muss eine Bruttorentenzahlung versteuern, Beträge, die nie an mich geflossen sind, auch nicht an die GKV.
Ich bin pflichtversichert und mit meinem Mann seit Jahren zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet. Meine EM-Rente ist etwa doppelt so hoch, wie mein Krankengeld, da ich zuletzt nur noch Teilzeit, davor aber über Jahrzehnte Vollzeit gearbeitet habe.
Die Rentenzahlung beträgt nach Berücksichtigung des Erstattungsanspruches an die GKV ca. 3,5 TEuro. Jetzt darf ich wohl nur noch darauf hoffen, dass die DRV zumindest den erstatteten Anspruch der GKV bescheinigt.
Mit freundlichen Grüßen
Lara

von
Lara

Hallo an Schiko,
vorab herzlichen Dank.
Ich gehe bisher davon aus, dass ich die für das Jahr 2007 erhaltene Rentenzahlungen einschließlich einer Einmalzahlung wie in der Mitteilung zur Vorlage beim FA in voller Höhe in Anlage N der Steuererklärung vermerken muss.
Ob ich den von der Nachzahlung in Abzug gebrachte Erstattungsbetrag für die GKV für Krankengeldzahlungen im Zeitraum (1.07.06 bis Mitte Jan. 07) wohl noch von der DRV bescheinigt bekomme, und wenn ja Brutto oder Netto. Einzutragen wohl dann in Anlage N der Steuererklärung. Ich hoffe nicht, dass positve Zahlungen brutto und negative Zahlungen netto zur Verrrechnung kommen.
Mit freundlichen Grüßen
Lara

von
Schiko.

Ich hoffe, auch mir ist jetzt der durchblick gelungen , es handelt sich
bei ihnen um drei verschiedene beträge.

Zum einen die versteuerung der bruttorente, hier ist natürlich der
monatliche bruttobetrag maßgebend.
Zum anderen, die abgezogenen beträge für ihren hälftebeitrag zur
krankenversicherung ergibt die monatliche nettorente als konto-
gutschrift. Dies gilt sinngemäß auch für die nachvergütung der
bruttorente für vergangene monate.

Dabei ist es doch selbstverständlich, dass die überschneidung von
krankengeldauszahlung und teilweise rentenbezug korrigiert
werden muß, da gibt es nichts zu deuteln.
Sie meinen wahrscheinlich es wäre richtiger, die teilweise rück-
zahlung des zu unrecht erhaltenen krankengeldes einfach von der
bruttorente abzuziehen.
Naturgemäß würde die bruttorente sich vermindern und als folge
der besteuerungsanteil der rente günstiger ausfallen, dies geht leider
nicht.
Womöglich meinen sie auch noch der beitrag zur krankenversicherung
wäre dann nur aus der verminderten bruttorente zu zahlen.
Bedenken sie , das krankengeld ist beitragsfrei, zunächst
auch steuerfrei, der betrag wird jedoch als progressionsvorbehalt mit
einbezogen. Dadurch erhöht sich der prozentsatz sonstiger steuerpflich-
tiger einnahmen, sei es gehalt/ lohn oder rentenanteil.

Dies ist aber noch günstiger als wenn von vorneherein das kranken-
geld voll steuerpflichtig gewesen wäre.

Es ist also richtig, dass durch die rücküberweisung des netto erhaltenen
krankengeldes zwangsläufig die nettorente entsprechend ermäßigt.

Ich weiß aus erfahrung, sie sind nicht alleine mit diesen gedanken.

Da fällt mir immer wieder ein, viele wollen bei der einkommen-
steuererklärung nicht nur die haftpflicht beträge geltend machen
sonder auch die bezahlte kfz. steuer, dies geht natürlich auch nicht.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Lara

Hallo an Schiko,
unsere Beiträge habe sich wohl zeitlich überschnitten. Ich werde Ihre Antwort noch in Ruhe lesen.
Die KFZ-Haftpflicht geben wir, wie auch Gebäude- und Privathaftpflichtversicherungen, seit Jahren bei der Steuererklärung an, wurde immer anstandslos anerkannt.
Vorab nochmals herzlichen Dank. Sobald ich eine Bescheinigung über die einbehaltenen Beträge aus der Rentenrückzahlung erhalten habe, werde ich Ihnen Nachricht geben.
Lara

von
Rosanna

Hallo Lara,

Sie geben die Kfz-Haftplicht zwar an, diese wirkt sich aber nicht einkommensvermindernd aus; d.h. sie wird nicht berücksichtigt.

Ich war früher auch immer der Meinung, dass diese berücksichtigt wird. Ein Finanzbeamter hat dies aber bei Rückfrage verneint.

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Sie erhalten von der DRV für das Jahr 2006 (von 07/06 bis 12/06) und für das Jahr 2007 (01-12) jeweils eine Rentenbezugsbescheinigung über den Bruttobetrag, den Sie jeweils in die Anlage R einzutragen haben. Über das Krankengeld erhalten Sie von der KK eine Korrekturmeldung, für die gleichen Zeiträume), wegen der Erstattung dieser Leistung durch den RV-Träger

von
-_-

Die Bescheinigung des Rentenversicherungsträgers enthält für die Zeiträume, für die ein Erstattungsanspruch der Krankenkasse besteht, den in Bruttobeträge umgerechneten Betrag der Erstattung an die Krankenkasse, jeweils nach Kalenderjahren getrennt.

Die verbleibenden restlichen in Bruttobeträge umgerechneten Rentenbeträge sind vom Rentenversicherungsträger in dem Jahr zu bescheinigen, in dem sie zugeflossen sind.

Die Krankenkasse darf folglich nur noch den Teil des Krankengeldes für Steuerzwecke bescheinigen, für den k e i n Erstattungsanspruch bestand. Sofern die Korrektur nachträglich vorgenommen worden ist, weil der Rentenversicherungsträger erst später die Leistung bewilligte, sind für bereits ausgestellte Nachweise durch die Krankenkasse entsprechende Korrekturbescheinigungen auszustellen.

von
Lara

Besten Dank für die Antworten.
Bei meiner GKV habe ich eine entsprechende beantragt.
FG Lara