mütterrente

von
Feidenheimer

Heute habe ich meinen Witwen+Rentenbescheid bekommen und war schockiert,trotz der Mütterrente hat sich insgesamt die monatliche Rente (Witwen+ Altersrente) vermindert.Wie ist das überhaupt möglich?

von
Matze72

Sofern die Anrechnung der Altersrente bei der Witwenrente vor der Berechnung der "Mütterrente" bereits oberhalb des Freibetrages lag, und jetzt - logischerweise - immer noch oberhalb des Freibetrages liegt, werden donnoch nicht 100 % und, so wie sie es hier schildern, mehr als 100%, angerechnet.
Es sind nämlich nur 40% nach Nettorisierung.

Insofern, falls das wirklich stimmt was Sie sagen, muss es noch eine weitere Komponente geben, dass die Witwenrente mehr kürzt, als Sie an "Mütterrente" hinzubekommen.

von
W*lfgang

Hallo Feidenheimer,

warten Sie bitte den 'Neuberechnungsbescheid zur Altersrente' ab. Da ist die Nachzahlung für die Zeit ab 01.07. enthalten und auch die um die 'Mütterrente' erhöhte Altersrente.

Der Witwenrentenbescheid/Kürzung ist aus den Erfahrungen der letzten Tage schon mal schneller bei Ihnen, als der Erhöhungsbescheid zur Altersrente. Führt täglich zu Nachfragen, die im Kundengespräch erst mühsam ins rechte Lot gerückt werden müssen, und das auch noch kombiniert mit unterschiedlich langen Nach-/Überzahlungszeiträumen und Nachzahlungen auf dem Kontoauszug, wo der Altersrentennachzahlungsbescheid noch nicht vorliegt. Perfektioniertes Chaos würde ich sagen ;-)

Wenn die Altersrente schon bisher den Freibetrag für die Witwenrente überschritten hat (755 EUR West) und nun die 'Mütterrente' noch oben drauf kommt, können Sie in der Summe grob 15 EUR pro Kind Netto-Rentenerhöhung für beide Renten rechnen (die Witwenrente wird pro Kind um 10 EUR gekürzt, die Altersrente um 25 EUR erhöht).

Gruß
w.

von
Feidenheimer

Zitiert von: W*lfgang

Hallo Feidenheimer,

warten Sie bitte den 'Neuberechnungsbescheid zur Altersrente' ab. Da ist die Nachzahlung für die Zeit ab 01.07. enthalten und auch die um die 'Mütterrente' erhöhte Altersrente.

Der Witwenrentenbescheid/Kürzung ist aus den Erfahrungen der letzten Tage schon mal schneller bei Ihnen, als der Erhöhungsbescheid zur Altersrente. Führt täglich zu Nachfragen, die im Kundengespräch erst mühsam ins rechte Lot gerückt werden müssen, und das auch noch kombiniert mit unterschiedlich langen Nach-/Überzahlungszeiträumen und Nachzahlungen auf dem Kontoauszug, wo der Altersrentennachzahlungsbescheid noch nicht vorliegt. Perfektioniertes Chaos würde ich sagen ;-)

Wenn die Altersrente schon bisher den Freibetrag für die Witwenrente überschritten hat (755 EUR West) und nun die 'Mütterrente' noch oben drauf kommt, können Sie in der Summe grob 15 EUR pro Kind Netto-Rentenerhöhung für beide Renten rechnen (die Witwenrente wird pro Kind um 10 EUR gekürzt, die Altersrente um 25 EUR erhöht).

Gruß
w.

für Ihre Antwort,muss mich morgen mit dem Rentenbescheid beschäftigen,habe nur die Rente von vergangenen Monaten verglichen und die neue Rentenberechnung ist niedriger, als die vor 01.07.2014 L.G

von
???

Dass die Rentenzahlung aus Versicherten- und Hinterbliebenrente insgesamt durch die Mütterrente niedriger wird, ist ausgeschlossen. Wenn die Gesamtrente ab 01.07.2014 niedriger wurde, sind dafür andere Faktoren, z. B. weiteres anzurechnendes Einkommen, verantwortlich. Ich habe aber auch schon Überzahlungen von mehreren Tausend Euro gesehen, die zu Unrecht ausgewiesen wurden. Fatal nur, dass diese Bescheide trotzdem vollmaschinell versandt worden sind. Eine sachgerechte Programmierung der Fehlerprüfung würde solche Überzahlungen zumindest der manuellen Nachprüfung unterwerfen. Statt dessen werden zu Unrecht Schock-Bescheide erteilt. Das kommt eben dabei heraus, wenn man ein Gesetz mit heißer Nadel strickt, kurzfristig noch verändert und dann nach der Veröffentlichung innerhalb 3 Tagen leistungswirksam werden lässt. Zu den unermesslichen Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Bundestagsabgeordneten, der von dem durch Ahnungslosigkeit angerichteten Chaos wahrscheinlich noch gar nichts bemerkt haben wird. Millionen von Überzahlungen bei der Deutschen Rentenversicherung, bei den Grundsicherungsämtern, Abertausende von Neuberechnungen der Anwartschaften in Versorgungsausgleichsverfahren, Überstunden bei den Verwaltungen und verwirrte und verärgerte Leistungsberechtigte. Die Verteidigungsministerin merkt ja auch erst jetzt, dass die Bundeswehr nicht mehr fliegen kann. Warum sollte das beim Sozialministerium anders laufen?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Feidenheimer,

bitte warten Sie, wie schon von W*lfgang beschrieben, das Vorliegen aller Rentenbescheide ab. Erst wenn Sie tatsächlich beide Rentenbescheide bekommen haben, können Sie die tatsächlichen Rentenbeträge nachprüfen.

Grundsätzlich kann die neue Summe beider Renten, nur aufgrund der Erhöhung der Altersrente durch die sogenannte Mütterrente, nicht niedriger werden als die bisherige Summe.
Sollte dies der Fall sein, dann sollten Sie sich direkt an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger wenden, damit Ihnen die Gründe hierfür erläutert werden.