Mütterrente ab 01.07.14 und Versorgungsausgleich

von
Daniel

In verschiedenen Medien werden Väter von vor 1992 geborenen Kinder darauf hingewiesen, dass sie ggf. im Rahmen des Versorgungsausgleichs an der Erhöung für Kinder teilhaben können, wenn sie den Versorgungsausgleich abändern lassen. U.a. gibt es hierzu auch vom Anwaltsverein einen Artikel (http://anwaltverein.de/interessenvertretung/pressemitteilungen/pm-0714). M. E. wird hier über die Medien eine unheimliche Polemik betrieben!! Zum einen wird überhaupt nicht darauf hingewiesen, dass sofern ein Abänderungsverfahren durchgeführt wird, ausschliesslich das ab 01.09.2009 neu eingeführte Strukturreformgesetz zur Anwendung kommt. Dies bedeutet, dass Scheidungsurteile vor dem 01.09.2009 bei einer Abänderung des Versorgungsausgleichs grundsätzlich nach dem Recht ab 01.09.2009 durchgeführt werden. Was bedeutet dies konkret? Ganz einfach; wer Ansprüche auf eine Altersversorgung aus Lebensversicherungen,
Betriebsrenten oder berufsständische Versorgungswerke hat, muss mit
gravierenden Änderungen rechnen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ihnen
die neuen Regelungen des Versorgungsausgleichsgesetz komplett um die Ohren
fliegen. Anscheinend wird hier gezielt versucht, den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen??? Denn auch schon bei einer Beratung bei Anwälten für Familienrecht fallen Kosten an. Jeder sollte sich hier im Vorfeld genau überlegen und durchrechnen, ob eine Abänderung für ihn sinnvoll ist!!!! Eine neue Auskunft über die Anrechte kann von den jeweiligen Versorgungsträgern angefordert werden. Und ob die jeweiligen Grenzwerte überschritten werden, kann in der Regel auch jeder selbt nachrechnen. Prozentrechnung sollte jeder in der Schule gehabt haben. :-)

von
GroKo

Zitiert von: Daniel

In verschiedenen Medien werden Väter von vor 1992 geborenen Kinder darauf hingewiesen, dass sie ggf. im Rahmen des Versorgungsausgleichs an der Erhöung für Kinder teilhaben können, wenn sie den Versorgungsausgleich abändern lassen. U.a. gibt es hierzu auch vom Anwaltsverein einen Artikel (http://anwaltverein.de/interessenvertretung/pressemitteilungen/pm-0714). M. E. wird hier über die Medien eine unheimliche Polemik betrieben!! Zum einen wird überhaupt nicht darauf hingewiesen, dass sofern ein Abänderungsverfahren durchgeführt wird, ausschliesslich das ab 01.09.2009 neu eingeführte Strukturreformgesetz zur Anwendung kommt. Dies bedeutet, dass Scheidungsurteile vor dem 01.09.2009 bei einer Abänderung des Versorgungsausgleichs grundsätzlich nach dem Recht ab 01.09.2009 durchgeführt werden. Was bedeutet dies konkret? Ganz einfach; wer Ansprüche auf eine Altersversorgung aus Lebensversicherungen,
Betriebsrenten oder berufsständische Versorgungswerke hat, muss mit
gravierenden Änderungen rechnen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ihnen
die neuen Regelungen des Versorgungsausgleichsgesetz komplett um die Ohren
fliegen. Anscheinend wird hier gezielt versucht, den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen??? Denn auch schon bei einer Beratung bei Anwälten für Familienrecht fallen Kosten an. Jeder sollte sich hier im Vorfeld genau überlegen und durchrechnen, ob eine Abänderung für ihn sinnvoll ist!!!! Eine neue Auskunft über die Anrechte kann von den jeweiligen Versorgungsträgern angefordert werden. Und ob die jeweiligen Grenzwerte überschritten werden, kann in der Regel auch jeder selbt nachrechnen. Prozentrechnung sollte jeder in der Schule gehabt haben. :-)

Du bist einer von die Guten.

von
KSC

Und was genau ist Ihr Anligend, bzw. Ihre Frage an die Experten im Rentenforum?

Die DRV hat weder das neue Gesetz gemacht, noch wird Sie irgendeinen Geschiedenen dazu anstacheln seine Versorgungsausgleich neu ausrechnen zu lassen.

Den Experten hier sind die Risiken und Nebenwirkungen durchaus bekannt.
Ob dies bei unseren Politikern im Bundestag genauso ist?????

von
W*lfgang

Hallo Daniel,

alles richtig erkannt. Habe ich hier schon vor Monaten geschrieben, dass im Rahmen der Totalrevision des VA unter dem Aspekt 'Mütterrente' - speziell bei Betriebsrenten - eine gewaltige Bauchlandung für geschiedene Väter erfolgen kann.

Naja, der Anwaltsverein wird wohl nach neuen Einnahmequellen für seine zahlenden Mitglieder suchen (hab den Artikel gar nicht erst gelesen), die wohl ohne Abmahnwellen auf H4-Niveau runtergerutscht sind ;-)

Info in der nächsten Beratungsstelle DRV/Rathaus dürfte für die 'Betroffenen' reichen, um erste Aufklärung/Folgewirkungen aufgezeigt zu bekommen.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Daniel,

leider kann ich Ihnen bei diesem Problem nicht wirklich weiterhelfen. Insoweit kann ich nur auf den Beitrag von KSC verweisen.