Mütterrente an Jonas

von
Mutter

Hallo Jonas
Weiter unten zu Bertas Beitrag schreiben Sie:

Es sind in diesem Zusammenhang zwei Personengruppen zu unterscheiden.
1.Rentner, die am 30.06.2014 eine Rente bezogen haben.
2.Rentner, die am 30.06.2014 KEINE Rente bezogen haben.

Vereinfacht dargestellt (ohne Besonderheiten) heißt das:

Die Personen nach Nr. 1 bekommen zu Ihrer Rente zusätzliche Entgeltpunkte (1 Entgeltpunkt pro Kind, dass im 12. Monat erzogen wurde). Dies ist in § 307d SGB VI geregelt.

Die Personen nach Nr. 2 bekommen ein zusätzliches Jahr Kindererziehungszeiten nach § 249 SGB VI. Nun also 2 Jahre statt einem Jahr. Dies aber nur, wenn das Kind tatsächlich erzogen wurde und keine andere Person einen Zusachlag nach § 307d SGB VI erhält (z. B. Wechsel in der Erziehung ab dem 13. Monat)

Für Sie bedeutet dies, dass aus Ihrem Bescheid hervorgehen müsste, dass Sie für jedes Kind zwei Jahre mit Kindererziehungszeiten bekommen haben.

Ihre "Mütterrente" besteht also darin, dass Sie 24 Kalendermonate statt 12 Kalendermonate mit Kindererziehungszeiten erhalten. Dies wirkt sich dann i. d. R. Rentensteigernd aus.
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Ich gehöre zu Nummer 2 - beziehe noch keine Rente.
Meine Fragen dazu:
Von der DRV habe ich eine Rentenauskunft erhalten, wo für jedes Kind 12 Monate berücksichtigt wurden. Auch nach Nachfrage bei der RV wurde mir gesagt, dass es so stimmt. Schriftlich erhielt ich die Info - Zitat aus dem Schreiben: Da in einem Zeitraum mehrere Kinder gleichzeitig erzogen wurden, ist die Kindererziehungszeit um Anzahl der Kalendermonaten zu verlängern, die mehrfach belegt sind. Für Berücksichtigungszeiten gilt diese Regelung nicht.
Als Zeiten der Kindererziehung sind somit zusätzlich 6 Monate berücksichtigt worden.

Ganz verstehe ich die Vorgehensweise nicht.
Werden für die KEZ Unterschiede gemacht, wenn mehrere Kinder gleichzeitig erzogen wurden?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

MfG

von Experte Experten-Antwort

Für die Erziehung eines jeden Kindes sind 10 Jahre Berücksichtigungszeit anzusetzen. Dies gilt auch dann, wenn eine Berücksichtigungszeit mit einer Berücksichtigungszeit für ein anderes Kind ganz oder teilweise zusammentrifft. Das Zusammentreffen von Berücksichtigungszeiten führt jedoch nicht- wie bei der Kindererziehungszeit - zu einer Verlängerungszeit.

von
Konrad Schießl

Auch bei mehr als einer Geburt beträgt die
Anrechnungszeit bei Rente 10 Jahre.

Finanziell werden ab für Geburten vor 1992
je Kind nunmehr zwei Jahre als Rente ver-
gütet.

Für die 5 Geburten erhält meine Frau nun-
mehr monatlich 28,61 mal 10 EP. 286,10
Brutto gutgeschrieben. Nach Abzug von 10,55% Kr./PflV. verbleiben Netto 250,92.

MfG.

von
GroKo

Zitiert von: Konrad Schießl

Auch bei mehr als einer Geburt beträgt die
Anrechnungszeit bei Rente 10 Jahre.

Finanziell werden ab für Geburten vor 1992
je Kind nunmehr zwei Jahre als Rente ver-
gütet.

Für die 5 Geburten erhält meine Frau nun-
mehr monatlich 28,61 mal 10 EP. 286,10
Brutto gutgeschrieben. Nach Abzug von 10,55% Kr./PflV. verbleiben Netto 250,92.

MfG.


Alles wird gut konny.

von
W*lfgang

Zitiert von: Mutter
Ganz verstehe ich die Vorgehensweise nicht. Werden für die KEZ Unterschiede gemacht, wenn mehrere Kinder gleichzeitig erzogen wurden?
Mutter,

JA.

Nehmen Sie einfach den Fall von Mehrlingsgeburten - als gängiges Beispiel: 17 auf einen Wurf. Bei Geburten vor 1992 werden nun 17 x 2 Jahre Pflichtbeitragszeit für Kindererziehung (KEZ) wie auf einer Perlenkette aneinander gereiht = 34 Jahre Pflichtbeitragszeit. Die BÜZ (Berücksichtigungszeit für Kindererziehung) bleibt trotzdem bei 10 Jahren stehen, auch das erste wie das letzte Kind werden zum selben Zeitpunkt 10 Jahre alt.

Die 'Verlängerung' der KEZ hängt (auch) damit zusammen, dass sonst schon bei Zwillingen der max. Wert für die Entgeltpunkte in einem Jahr (Beitragsbemessungsgrenze) bereits überschritten wäre und Begrenzungen/Kürzungen erfolgen müssten - Kind 3 - 17 wären aus Sicht Aufwertung der Rente nie geboren worden.

Dass auch Doppel-BÜZ (erst) ab 1992 zur Pflichtbeitragszeit werden können, lass ich mal außen vor. Steht in diesen Fällen eh genau im Versicherungsverlauf drin.

Gruß
w.

> Auch bei mehr als einer Geburt beträgt die
Anrechnungszeit bei Rente 10 Jahre.

Ach ...ist das neu? Schießi, Anrechnungszeiten durch Geburten beschränken sich auf Schwangerschaft/Mutterschutz – selbst Elefanten kommen dabei nicht auf 10 Jahre, allerdings ...mangels Versichertenstatus haben sie auch keinen Zugang zum SGB 6 ;-)

von
Konrad Schießl

Ganz schlimm,"17 auf einen Wurf"