Mütterrente - geschiedene Väter

von
Hans

Guten Tag,
seit 1994 bin ich geschieden. Nach 20 jähriger Ehe erfolgte ein gegenseitiger Versorgungsausgleich. Wir haben 3 gemeinsame Kinder, die vor 1992 geboren wurden. Da meine geschiedene Frau jetzt 3 Punkte, gleich 3 x ca.28,00 mehr monatliche Rente bekommt, bin ich der Ansicht, dass mir hiervon der 1/2 Anteil zusteht. Mittlerweile habe ich beim zuständigen Familiengericht einen Antrag mit Kopie v. Scheidungsurteil gestellt. Als Antwort habe ich NUR eine Kostenvorschußrechnung von 324.- Euro OHNE ein Begleitschreiben erhalten. Bezahlt habe ich noch nichts, weil ich einfach das nicht verstehe. Warum muss ich für was bezahlen, was mir doch gesetzlich zusteht und überhaupt 324.- Euro?

Für eine hilfreiche Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß

von
Santander

Fragen Sie bitte beim Familiengericht nach. In diesem Forum wird Ihre Frage nicht beantwortet werden.

von
aha

Sie haben die Musik bestellt, also zahlen Sie auch für die Musiker und den Dirigenten...!

Das Gericht hat ja nun erhebliche Vorarbeiten zu leisten (alle Versorgungstöpfe neu abklären (Recht ab 01.09.2009), Abänderungsgrenzwert feststellen (mind. 5%) etc.) - vielleicht geben Sie künftig sogar laufend mehr ab, als bisher - ihre Ex würde es sicher doppelt freuen... ;-)

von
Christina Nowak

Hallo Hans,

Sie haben beim Familiengericht einen Antrag auf Neuberechnung des Versorgungsausgleiches gestellt

.
Diese Leistung ist kostenpflichtig, insofern handelt es sich um einen Gerichtsklostenvorschuß.

Ich gehe mal davon aus, dass Sie sich von einem Anwalt haben beraten lassen, denn nach dem neuen Versorgungsausgleichgesetz kann der Schuß leider auch nach hinten losgehen.

Experten-Antwort

Hallo Hans,

den Ausführungen von Christina Nowak schließen wir uns an.

von
W*lfgang

Hallo Hans,

gesetzlich steht Ihnen das zu, was das bisherige Scheidungsurteil für beide Seiten verbindlich festgelegt hat. Wenn Sie das abändern lassen wollen – den Antrag dazu haben Sie selbst gestellt -, machen Sie dem Gericht Arbeit, was es sich natürlich bezahlen lässt - auch andere Verwaltungsdienste kosten Geld (außer Rentenberatung ;-))

Zu den Kosten googlen Sie mal nach "Gerichtskosten", da finden Sie diverse Hinweise und auch Gerichtskostenrechner. Grundsätzlich wird eine Mindestgebühr erst mal erhoben (die Höhe erstaunt mich schon etwas, gleicher Fall war heute bei mir mit nur 106 EUR - manche Gerichte scheinen Limburgische Standards als Mindestmaß festzusetzen *g).

Gruß
w.