Mütterrente ,Kindererziehungszeiten vor 1992 geboren

von
Werder61

Ich habe Frage zu Kindererziehungszeiten.
Mein Kind wurde 1990 geboren, Ehe 1995 geschieden. gemeinsames Sorgerecht,Versorgungsausgleich durchgeführt und Erziehungszeiten der Mutter zugeordnet. Mein Kind hatte weiterhin Meldeadresse als Zweitwohnsitz ab 1996 bei mir ,beide Elternteile gingen Teilzeit arbeiten und Kind wuchs bei beiden auf. Leider verstarb mein Ex-Frau 2012.
Habe ich die Möglichkeit die Erziehungszeiten nachträglich zugeordnet zu geordnet zu bekommen. Ein Antrag bei der Rentenversicherung wurde abgelehnt. Die Entgeltpunkte wurden aus dem Versorgungsausgleich zu mir zurück übertragen.

von
Werner1900

Zitiert von: Werder61
Ich habe Frage zu Kindererziehungszeiten.
Mein Kind wurde 1990 geboren, Ehe 1995 geschieden. gemeinsames Sorgerecht,Versorgungsausgleich durchgeführt und Erziehungszeiten der Mutter zugeordnet. Mein Kind hatte weiterhin Meldeadresse als Zweitwohnsitz ab 1996 bei mir ,beide Elternteile gingen Teilzeit arbeiten und Kind wuchs bei beiden auf. Leider verstarb mein Ex-Frau 2012.
Habe ich die Möglichkeit die Erziehungszeiten nachträglich zugeordnet zu geordnet zu bekommen. Ein Antrag bei der Rentenversicherung wurde abgelehnt. Die Entgeltpunkte wurden aus dem Versorgungsausgleich zu mir zurück übertragen.

Hallo,

hier im Forum werden Sie garantiert nicht die Erziehungszeiten erhalten. Die Rentenversicherung hat bereits schriftlich abgelehnt. Meistens sind Sie im Recht. Und was nun? Diese schwierige Situation muss Fachanwaltlich geklärt werden.

Mfg

P.S. Die EGP aus dem Versorgungsausgleich haben Sie bereits. Das ist doch schon mal nicht schlecht und sollte ausrreichen.

von
DRV

Wenn das Kind 1990 geboren wurde und Sie 1995 geschieden wurden, sind damals die Kindererziehungszeiten, auch mit Ihrem Einverständnis, der Mutter zugeordnet worden. Aus diesem Grunde, mussten Sie bei der Scheidung weniger an Ihre Frau abtreten. Durch den Tod haben Sie den Malus aus dem VAG zurückerhalten.
Das ändert aber doch nichts an der Situation, dass die Mutter des Kindes überwiegend für die Erziehung zuständig war.
Ich sehe daher keine Chance für Sie, nachträglich die Kindererziehungszeiten zugesprochen zu bekommen.

von
Werder61

Leider war beim Scheidungsurteil 1995 eine andere Rechtsprechung ,Mütterente nicht relevant. Ich habe deshalb nicht weniger abgetreten. Mir wurde damals dauerhaft die Steuerklasse 2 zugeteilt Ich bin ab 1996 in Teilzeit und bin in ein 20 Stundenvertrag gewechselt um mich mehr um mein Kind zu kümmern, meine verstorbene Ex-Frau hat 30 Stunden Teilzeit gearbeitet. Wir haben beide gemeinsam unser Kind erzogen und uns mit unserer Arbeit arrangiert. Nachträglich Aufteilen wäre in Ordnung. Nur so verfallen sie leider und es hat von uns keiner etwas davon. So wirklich ok finde ich es nicht.

von
KSC

Dass keiner was davon hat, stimmt ja auch nicht wirklich.
Das Kind dürfte immerhin mindestens bis 2008 Halbwaisenrente bekommen haben und da waren die Punkte aus der Kindererziehung immerhin dabei.......

von
Werder61

Die Mutter ist ist 2014 verstorben,da war das Kinder schon 24 Jahre alt.

von
W°lfgang

[quote=321365Wir haben beide gemeinsam unser Kind erzogen und uns mit unserer Arbeit arrangiert./quote]

Hallo Werder61,

okay, da sieht der Gesetzgeber eine klare Regelung vor - bei Erziehung im gemeinsamen Haushalt werden die Pflichtbeitragszeiten für Kindererziehung (KEZ) grundsätzlich der Mutter zugeordnet. Es sei denn Papa kann nachweisen, dass er das Kind überwiegend erzogen hat (war Hausmann/Luft im Rentenkonto + Mami hat die Kohle rangeschafft). Daneben gab/gibt es immer noch, die Möglichkeit, die Erziehungszeiten per gemeinsamer Erklärung dem Vater zuzuordnen - für die Zukunft, also quasi ab Geburt. Was vor 1992 im Hinblick auf die vergleichende Anrechnung ziemliche Blödsinn gewesen ist.

Sie sehen, es hätten Ihnen zeitnah alle Möglichkeiten offen gestanden die KEZ einzukassieren ;-)

Bei dem Versorgungsausgleich haben Sie dann doch davon profitiert, dass hier die KEZ hälftig aufgeteilt worden sind ...haben Sie sich da beschwert/will ich nicht? ;-)

KEZ und Zuordnung zu einem Elternteil ist kein Wunschkonzert, hier gilt Tatsachenfeststellung am Tag X, und nicht, wie Sie es gestern/heute/morgen unter variablen Gesetzesänderungen gerne hätten.

Und dass Sie als eines der sehr seltenen Exemplare auch die 'Rückübertragung' der verlorenen Entgeltpunkte aus Versorgungsausgleich erhalten, stellt Sie auch nicht zufrieden? *g

> Mein Kind hatte weiterhin Meldeadresse als Zweitwohnsitz

Was sagt eine pro forma eingerichtet Meldeadresse über die tatsächliche alleinige/überwiegende Erziehung aus? - eben, rein gar nichts ...zudem sind hier nur die Berücksichtungszeiten wegen Kindererziehungszeit betroffen/nicht die beitragsträchtigen KEZ - bei Vollbeschäftigten daher gänzlich nutzlos.

> Nur so verfallen sie leider und es hat von uns keiner etwas davon.

Stellen Sie sich mal vor, dass alle Ihre erworbenen Rentenansprüche komplett verfallen, wenn Sie das Rentenalter gar nicht erleben – da kann dann hintendran Ihre noch lebende Mutti auch nicht verlangen, von dem Bub die Beitragszeiten auf die eigene Rente übertragen zu bekommen/hab den Bengel ja bis zum Berufsleben erzogen/durchgefüttert ...aber ihm leider keine Kenntnisse des Rentenrechts vermitteln können ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Werder61,
aus meiner Sicht haben Sie keinen Anspruch auf die Erziehungszeiten Ihres Kindes. Wie Ihnen bereits erläutert wurde, hätten Sie damals gemeinsam mit der Mutter Ihres Kindes eine Erklärung abgeben können, dass Ihnen die Zeiten zugeordnet werden sollen. Die Frist für eine solche Erklärung ist abgelaufen. Sie haben das Kind gemeinsam mit der Mutter erzogen. Eine überwiegende Erziehung durch ein Elternteil liegt offenbar nicht vor. Damit werden die Erziehungszeiten der Mutter zugeordnet. Eine Änderung der Zuordnung aufgrund deren Todes ist rechtlich nicht vorgesehen.