Mütterrenten ab 01.01.2014

von
Anton

Mit Spannung verfolge ich das Wahlversprechen der Mütterrente der CDU/FDP, soll dieses jetzt wieder in das Wanken kommen? Meine Frau hat 5 Kinder erzogen und da sollte mal wirklich etwas passieren.

http://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/nach-der-bundestagswahl-kommt-die-hoehere-muetterrente-noch_242_200710.html

von Experte/in Experten-Antwort

Wie im Beitrag bei haufe.de bereits geschildert: Die zukünfige Koalition und damit die zukünftige Gesetzgebung bleiben abzuwarten.

von
Mutter

Na, ich würde die Mütterrente begrüßen, wenn ich drei Punkte pro Kind bekäme, wäre ich nicht mehr auf Grundsicherung angewiesen.

von
KSC

Schon herzig, wenn einer gerade mal 10 Tage nach der Wahl schon Aussagen zu neuen Gesetzen haben will.

Noch nichts davon gehört, dass noch nicht mal Koalitionsverhandlungen laufen?
Dass die Regierung noch lange nicht gebildet ist?

Besonders witzig finde ich sich in der Frage auf die FDP zu beziehen - was diese Partei mal gesagt und gewollt hat, dürfte zumindest in den kommenden Jahren keinen Menschen mehr interessieren.

Warten wir ab, welche Regierung gebildet wird und wann dann welches Gesetz beschlossen wird und ab wann es dann gilt.

Ob dies dann am 01.01.14 oder später oder nie geschieht, wer weiß das schon?

von
Konrad Schießl

[quote=193062]
Mit Spannung verfolge ich das Wahlversprechen der Mütterrente der CDU/FDP, soll dieses jetzt wieder in das Wanken kommen? Meine Frau hat 5 Kinder erzogen und da sollte mal wirklich etwas passieren.
http://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/nach-der-bundestagswahl-kommt-die-hoehere-muetterrente-noch_242_200710.htm

Bin überzeugt, diese Rente kommt, statt
zwei Entgeltpunkte wird es wohl nur ein EP.
werden.
Auch meine Frau bekommt für 5 Geburten
Bruitto ( 5 x 28,14) 140,70, minus 10,25% Kr./Pfl.V. Netto 126,28.

Fürchte nur, auch andere Straftaten werden
jetzt angemahnt, nenne nur die 7,30 %
die für den Rentner zusätzlich anfallen für
die nicht gesetzlichen Renten, statt 10,25%
immerhin 17,55 %.
MfG.

von
Karl Kunz

Wenn eine Partei vor den Wahlen irgendwelche Aussagen oder Versprechungen macht, ist das oft kein Pfifferling wert.

Zum einen braucht eine Partei oft einen Koalitionspartner und muß damit zwangsläufig Abstriche bei ihren Zielen machen.

Zum anderen können die Aussagen reine Wahltaktik sein und die Partei denkt nicht im mindestens daran, diese Aussagen jemals umzusetzen.

Politikern aller Couleur können sie keinen Pfennig auf ihre Aussagen geben. Ausnahmen bestätigen die Regel.

von
Konrad Schießl

Zitiert von: Karl Kunz

Wenn eine Partei vor den Wahlen irgendwelche Aussagen oder Versprechungen macht, ist das oft kein Pfifferling wert.

Zum einen braucht eine Partei oft einen Koalitionspartner und muß damit zwangsläufig Abstriche bei ihren Zielen machen.

Zum anderen können die Aussagen reine Wahltaktik sein und die Partei denkt nicht im mindestens daran, diese Aussagen jemals umzusetzen.

Politikern aller Couleur können sie keinen Pfennig auf ihre Aussagen geben. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Da haben Sie sicher nicht unrecht.Wollte ja nur den geldlichen Vorteil beleuchten, für
alle die auch glauben, dass der 2. Engeltpunkt kommt.
Dies auch deshalb, es wird meist nicht darauf
hingewiesen, dass die genannten Beträge
Bruttobeträge sind, dies gilt auch für die
iin Rede stehende Mindestrente von 850
Auch hier sind ja noch 10.25% abzu-
ziehen aus 850 werden dann 762,87
Euro und rückt damit in die Nähe der Grund-
sicherung.

MfG.

von
Fischer

Schiko was meinen Sie, 7,3% mehr für Rentner anfallen. Statt 10,25%, 17,55% ? Bitte um Antwort

von
Konrad Schießl

Zitiert von: Fischer

Schiko was meinen Sie, 7,3% mehr für Rentner anfallen. Statt 10,25%, 17,55% ? Bitte um Antwort

Könnte schreiben, in der Schule nicht auf-
gepasst, das tue ich nicht.
Mütterrente ist Bestandteil der gesetzlichen
Rente, also 8,20 Kr.Vers. und 2,05 PflV.=
10,25%.

Dagegen Rentenversicherung Privat, Direkt-
Versicherung etc.
Hier gilt seit 1.4.2004, veranlasst von Frau
Ulla, auch die 7,30 % zahlt nicht der Versicherer, sondern auch der Rentenbe-
zieher. Somit werden 10,25% und 7,30%
17,55 % einbehalten.
Auch da wäre es angebracht, diese Einführung rückgängig zu machen.
Ihre Anfrage war wertvoll, nur so kann man
Zweifel beseitigen.

MfG.

von
Fischer

Dann bleiben von 400 Euro Betriebsrente, noch 320 Netto, bittere Pille die man schlucken muß.

von
Mitleser

Zitiert von: Anton

Mit Spannung verfolge ich das Wahlversprechen der Mütterrente der CDU/FDP, soll dieses jetzt wieder in das Wanken kommen? Meine Frau hat 5 Kinder erzogen und da sollte mal wirklich etwas passieren.

http://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/nach-der-bundestagswahl-kommt-die-hoehere-muetterrente-noch_242_200710.html

Sie unterliegen einem Irrtum, wenn sie angenommen haben, das die "CDU/FDP" für die sogenannte "Mütterrente" ein Wahlversprechen abgegeben hätte, denn wenn dem so gewesen wäre, hätten wir dieses Gesetz bereits.

Am 17. März dieses Jahres hatte sich die nur aus CDU und CSU bestehende Bundestagsfraktion der Union nach monatelangen Verhandlungen unter Federführung des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer auf die bekannte Kompromißlösung (2. Entgeltpunkt) geeinigt. Finanziert werden sollte die Maßnahme durch den Verzicht auf eine weitere Senkung des Rentenbeitrags zum 01.01.2014, und beschließen wollte man das Ganze in der Koalitionsausschußsitzung am 21. März. Daraus wurde jedoch nichts, denn der Koalitionspartner FDP sperrte sich vehement gegen diese "Ausganbenorgie" und beharrte stattdessen auf die vom Gesetz her vorgesehene Beitragssatzsenkung, u.a. auch deshalb, weil der halbe Rentenbeitrag durch die Arbeitgeberseite aufgebracht wird, und für diese eine Entlastung von mehr als 6 Milliarden Euro bedeuten würde.

Die "CDU/FDP" hat somit (leider) gar nichts versprochen. Nun gilt die Hoffnung, das eine neue Bundesregierung eine entsprechende Lösung findet. Da die Wahlprogramme von CDU/CSU und SPD in diesem Punkt fast identisch sind, besteht bei einer großen Koalition noch am ehesten die Chance auf eine baldige Einigung.

von
Zukunftsrat

Zitiert von: Fischer

Dann bleiben von 400 Euro Betriebsrente, noch 320 Netto, bittere Pille die man schlucken muß.

Als wäre es nicht bitter genug... richtig muss es leider heißen:
Dann bleiben von 400 EUR Betriebsrente nach Abzug Kranken-/Pflegeversicherung 320 EUR Brutto, die dann noch versteuert werden wollen/dürfen/müssen... um auf eine tatsächlich verfügbare Nettorente zu kommen.

von
Konrad Schießl

Zitiert von: Zukunftsrat

Zitiert von: Fischer

Dann bleiben von 400 Euro Betriebsrente, noch 320 Netto, bittere Pille die man schlucken muß.

Als wäre es nicht bitter genug... richtig muss es leider heißen:
Dann bleiben von 400 EUR Betriebsrente nach Abzug Kranken-/Pflegeversicherung 320 EUR Brutto, die dann noch versteuert werden wollen/dürfen/müssen... um auf eine tatsächlich verfügbare Nettorente zu kommen.

Wenn Sie schon davon ausgehen , dass Steuerpflicht greift, sollten Sie aber schon erwähnen, für Betriebsrenten gilt nach wie vor die Ertragsanteil Besteuerung.

Diese sogar in Begünstigter Form, statt wie
vor 2005 beginnend mit 18% beim Alter 65
früher galten mit 65 Jahren 27%, heute 18%, mit 64 Beginn 28% bzw.jetzt 19%.

MfG.
mit 64 Jahren 19%

von
Zukunftsrat

Zitiert von: Konrad Schießl

Zitiert von: Zukunftsrat

Zitiert von: Fischer

Dann bleiben von 400 Euro Betriebsrente, noch 320 Netto, bittere Pille die man schlucken muß.

Als wäre es nicht bitter genug... richtig muss es leider heißen:
Dann bleiben von 400 EUR Betriebsrente nach Abzug Kranken-/Pflegeversicherung 320 EUR Brutto, die dann noch versteuert werden wollen/dürfen/müssen... um auf eine tatsächlich verfügbare Nettorente zu kommen.

Wenn Sie schon davon ausgehen , dass Steuerpflicht greift, sollten Sie aber schon erwähnen, für Betriebsrenten gilt nach wie vor die Ertragsanteil Besteuerung.

Diese sogar in Begünstigter Form, statt wie
vor 2005 beginnend mit 18% beim Alter 65
früher galten mit 65 Jahren 27%, heute 18%, mit 64 Beginn 28% bzw.jetzt 19%.

MfG.
mit 64 Jahren 19%


Hallo Herr Schießl,

danke für den Hinweis. Schön wenn es mit allen Verträgen so wäre.
Die günstigere Ertragsanteilbesteuerung greift aber doch nur für private Rentenversicherungen, bzw. für Betriebsrenten nur dann, wenn die Beiträge aus versteuertem Einkommen bezahlt worden sind (Nettoentgeltumwandlung bzw. Pauschalversteuerung bei Altverträgen). Die allermeisten Betriebsrenten beruhen aber doch heute auf Bruttoentgeltumwandlung.

In der betrieblichen Altersvorsorge gilt dann aber das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Also vereinfacht, Beiträge in der Ansparphase steuerfrei, Auszahlungen in der Rentenphase (voll) steuerpflichtig.

Oder habe ich noch etwas übersehen?

Schön übrigens, hier mal wieder die ganz 'alten Hasen' im Forum zu sehen, lieber Schiko. Hoffe, es geht Ihnen gut !!

von
Mitleser-Widersprecher

Zitiert von: Mitleser

Sie unterliegen einem Irrtum, wenn sie angenommen haben, das die "CDU/FDP" für die sogenannte "Mütterrente" ein Wahlversprechen abgegeben hätte, denn wenn dem so gewesen wäre, hätten wir dieses Gesetz bereits.

Selbstverständlich hat zumindest die CDU ein solches Versprechen abgegeben:

http://www.finanzen.net/nachricht/private-finanzen/Zum-1-Januar-2014-Kauder-verspricht-Muetterrente-2638621

Die diesbezügliche Meinung der FDP hat überhaupt nicht interessiert!

In diesem Fall glaube ich eher Herrn Kauder als Ihnen!

von
Felix Krull

Fazit:

Im Lande der selbstzufriedenen CDU/CSU-Wähler muß man nach anderen Möglichkeiten suchen, um zum Zuge zu kommen.

Herr Kohl, dessen Lieblingsspeise pfälzischer Saumagen ist, wird das schon verstehen.

von
Siegfried Urteil

Es ist nicht verfassungsgemäß Gesetze rückwirkend gelten zu lassen.

Egal ob diese Belastungen oder Begünstigungen bringen.

Was im Strafrecht gilt, muß auch im Sozialrecht gelten.

Alles andere bringt den Gesetzgeber in die Nähe von Korruption, Vetternwirschaft und Schieberei.

von
Rückwirkend?!?

Zitiert von: Siegfried Urteil

Es ist nicht verfassungsgemäß Gesetze rückwirkend gelten zu lassen.

Wenn z.B. ab dem 01.01.2014 die Mütterrenten erhöht werden, ist das keine rückwirkende Änderung - sie gilt ja erst ab 01.01.2014 und die Mütter bekommen ab diesem Datum mehr Geld.

Für ein Auto ohne Kat, das sie 1986 gekauft haben, müssen Sie heute auch deutlich mehr Steuern zahlen. Aber nicht, weil es rückwirkende Gesetzesänderungen gab, sondern weil heute - seit einem gewissen Datum - andere Gesetze gelten. (Ich gehe hier mal von einem Kfz aus, das nicht den Status Oldtimer / H-Kennzeichen hat)

von
Konrad Schießl

Zitiert von: Rückwirkend?!?

Zitiert von: Siegfried Urteil

Es ist nicht verfassungsgemäß Gesetze rückwirkend gelten zu lassen.

Wenn z.B. ab dem 01.01.2014 die Mütterrenten erhöht werden, ist das keine rückwirkende Änderung - sie gilt ja erst ab 01.01.2014 und die Mütter bekommen ab diesem Datum mehr Geld.

Für ein Auto ohne Kat, das sie 1986 gekauft haben, müssen Sie heute auch deutlich mehr Steuern zahlen. Aber nicht, weil es rückwirkende Gesetzesänderungen gab, sondern weil heute - seit einem gewissen Datum - andere Gesetze gelten. (Ich gehe hier mal von einem Kfz aus, das nicht den Status Oldtimer / H-Kennzeichen hat)

In der Tat, als rückwirkend dies nicht, Wenngleich ich der Meinung bin, wenn schon, län gst ist doch bekannt, dass für
Geburten ab 1992 drei Entgeltpunkte ver-
rechnet werden.

Kann mir vorstellen, dies zu reparieren iist gar
nicht so einfach.Diese Mehrzeiten mit Geld
Verrechnung betrifft ja evtl. auch Witwen/Witwerrenten, da ja 28,14 Rentenwert je Geburt bisher auch in den 60 bzw.55% einer Witwenrente enthalten ist.

Hauptsache ein zusätzlicher EP. wird anerkannt, auch wenn es nach 10,25% für
Kranken/Pflegeversicherung Netto nur 25,26
Euro sind.
Es wird auch damit das Versprechen" keine
Steuererhöhung" eingehalten, werden doch
diese Beträge aus RV-Beiträge gespeist.

MfG.

von
Otto N.

Zitiert von: Konrad Schießl

Diese Mehrzeiten mit Geld
Verrechnung betrifft ja evtl. auch Witwen/Witwerrenten, da ja 28,14 Rentenwert je Geburt bisher auch in den 60 bzw.55% einer Witwenrente enthalten ist.

Hallo Schiko,

würde die "Mütterrente", sofern sie denn überhaupt käme, auch für Bestandsrentner/innen gelten oder nur für Neurentner/innen ab 2014?

Wissen Sie da etwas Näheres?

MfG