nach 12 Jahren EU-Rente

von
Fridoline Ratlos

LIebe Experten,
Ich beziehe seit 1999 EU-Rente, also noch nach altem Rentenrecht. Nun passierte etwas unglaubliches, nach 15 Jahren Krankheit wurde meine DIagnose gefunden, und die Krankheit ist behandelbar. Von Pflegestufe 2 auf 0 gerutscht, toll. Ich träume nun davon, wieder zu arbeiten .Eine Umschulung gibt es für mich nicht, sagte man mir bereits, da ich schon 47 Jahre bin. . Aber als gelernte Krankenschwester habe ich wohl einen Beruf, der den WIedereinstieg grundsäztlich möglich machen könnte.

Nur, ich bin ja nicht gesund. Ob ich jemals Belastungen wieder standhalten kann, weiß niemand. Vollzeitätigkeit dürfte m. E. ausgeschlossen sein, aber wenn ich Teilzeit arbeiten würde, und eine Teilrente behalte, hiflt mir das finanziell auch schon.
Meine große Sorge ist nun: Was passiert, wenn ich es probiere und dann ncht schaffe ? SInd dann alle meine bisherigen Rentenansprüche verfallen , weil ich ja keine Beiträge gezahlt habe die letzten 12 Jahre ? Dann wäre ich Sozialhilfeempfänger, nur weil ich versuchen wollte, aus der Berentung rauszukommen ? Oder gibt es irgendeinen Schutz für mich, eine Regelung , damit ich nicht abstürze ?
Besten Dank !

von
HotDog

Ich halte Ihre Frage für ein Fake !

Niemand verzichtet freiwillig auf seine Rente !

von
Elisabeth

Du brauchst dringend eine umfassende Beratung. Eine Beratung von uns ist völlig unzureichend, weil wir gar nicht alle Fakten kennen. Ich glaube nicht, dass die DRV eine Umschulung für 47 jährige ablehne darf, da eine Arbeitsfähigkeit noch bis 67 Jahren vorausgesetzt wird und das wären bei dir noch 20 Jahre. Du musst dich einfach schlau machen und darfst dich nicht so schnell abwimmenl lassen.

von Experte/in Experten-Antwort

Dass die Krankheit behandelbar ist, heisst noch lange nicht, dass die Rente wegfällt, oder ist sie das? Dann evtl. Widerspruch einlegen. Auf jedenfall den Rat von "Elisabeth" auch befolgen und nach einer guten Beratung vor Ort suchen!

von
Fridoline Ratlos

Guten Morgen,
Ich werde den Rat beherzigen, mich vor Ort an eine Beratungsstelle zu wenden. Da aber mein Anliegen nicht verstanden wird bzw. sogar angezweifelt wird, will ich dazu noch mal Stellung nehmen.
Nein,das ist kein Fake, und Ja, ich will freiwillig auf die Rente verzichten. Oder sagen wir besser. ich suche einen Weg, da noch mal rauszukommen. Momentan ist gar nicht die Rede davon, mir die Rente zwangsweise zu entziehen. Im Gegenteil, lt. meinem Neurologen, selber auch Rentengutachter, ist das ausgeschlossen bei meiner Krankengeschichte.
Aber wieso soltle ich glücklich sein mit dieser Rente ? Ich liege knapp über der Sozialhilfe, beziehe Wohngeld. Aufgrund der ständigen Sozialkürzungen werde ich in einigen Jahren vielleicht zum Sozialamt müssen. Noch entscheidender ist aber die Isolation. Es ist kein Vergnügen, mit Mitte 30 Rentner zu sein. Jawohl, ich möchte nach 12 Jahren so gern wieder einen Teil meines EInkommens selber erarbeiten., und nicht mehr Bittsteller sein. Ich würde lieber arbeiten. Und wer das nicht versteht, der tut mir fast ein wenig leid.
Aber danke für den guten Rat.

von Experte/in Experten-Antwort

Man kann Ihre Einwände verstehen und ich wünsche Ihnen für Ihr Vorhaben alles Gute!

von
ernst

machen sie doch erstmal einen 400 job. der ist ja auch als em-rentner erlaubt.

mann sollte immer klein wieder anfangen und nicht gelich halbe tage.

von
--//--

Zitiert von: ernst

machen sie doch erstmal einen 400 job. der ist ja auch als em-rentner erlaubt.

mann sollte immer klein wieder anfangen und nicht gelich halbe tage.

Das sehe ich genauso. Es ist natürlich erfreulich, dass es Ihnen wieder besser geht. ABER: Seien Sie nicht ZU euphorisch.

Sie sind 12 Jahre aus dem Berufsleben raus. Da dürfte es schwierig sein, gleich mit einem Teilzeitjob zu beginnen. Fangen Sie klein an, Sie können die Arbeitszeiten ja später steigern, wenn Sie das packen. Melden Sie ggfls. die Aufnahme einer Beschäftigung bzw. eines Minijobs (beim Minijob NICHT auf die Versicherungsfreiheit verzichten, dann haben Sie vollwertige Pflichtbeiträge!). Den Rentenentzug brauchen Sie dann erstmal nicht zu befürchten.

Bezüglich der Umschulung (in einen ganz anderen Beruf) müssen Sie folgendes bedenken: Sie sind jetzt 47 J. alt. Vorausgesetzt, die Umschulung dauert 3 Jahre, was nichts ungewöhnliches ist, dann sind Sie nach Beendigung der Umschulung 50 J. alt! UND müssen dann im neuen Beruf auf Jobsuche gehen. Mal ganz ehrlich: würden Sie eine 50-Jährige OHNE Berufserfahrung einstellen?

Dies ist der Grund, weshalb in der Regel eine Umschulung in diesem Alter nicht mehr bewilligt wird.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

von
Fridoline Ratlos

Hallo,
Nochmal danke für die guten Antworten ! Der Kern meiner Frage ist ja nicht, ob ich halbtags anfange oder mit einem 400-Euro-Job. Ich denke sogar noch vorsichtiger an ein unbezahtles Praktikum mit sehr geirngen Stundenzahlen zum EInstieg. Die eigentliche Frage ist dabei aber nach wie vor ,( Und ich stelle die durchaus bewusst erstmal anonym , weil ich auch Angst habe ):
Was passiert,wenn ich den Arbeitsbelastungen kurzfristig standhalte, und wieder etwas Geld verdiene, längerfristig aber wieder schlapp mache ? Ich nehme an, wenn ich erst einmal arbeite, wird mir der Rentenbescheid doch entzogen , vermutlich sogar bei dem 400-Euro-Job ? Es gibt da entsprechende Gerichtsurteile genug. Angenommen, nach einem Jahr geht es nicht mehr, der Körper schlägt zurück. Und dann ? Ist es richtig,dass dann mein alter Rentenanspruch komplett futsch ist aufgrund der beitragsfreien Jahre ? Das ist die für mich entscheidende Frage dabei. Wenn das so ist,dann ist das Risiko echt zu hoch, es zu versuchen .
Ich hoffe ,ich habe mich jetzt besser verständlich gemacht. VIelen Dank !

von
--//--

SO schnell wird keine Rente entzogen, schon gar nicht bei einem 400,- EUR-Job! Und wenn Sie bei dem Mini-Job auf die Versicherungsfreiheit verzichten, werden ja wieder Pflichtbeiträge gezahlt, die die Rentenanwartschaft erhalten. Bei einem Teilzeitjob ÜBER 400,- EUR werden sowieso Pflichtbeiträge gezahlt.

Sehen Sie mal in Ihren (1.) Bewilligungsbescheid. Dort ist auch aufgeführt, bis zu welchem Zeitpunkt Ihnen eine Zurechnungszeit angerechnet wurde (nach altem Recht mindestens bis zum 55. Lebensjahr). Durch diese Zurechnungszeit wird die Anwartschaft auch erhalten.

Ich denke, Sie sehen zu viele Probleme, die gar nicht da sind. Probieren Sie zunächst aus, was Sie tun möchten und können, wenn das aus gesundheitlichen Gründen dann doch nicht klappt, haben Sie (rentenrechtlich) nichts verloren.

von
Ahnungslos

Zitiert von: Elisabeth

Du brauchst dringend eine umfassende Beratung. Eine Beratung von uns ist völlig unzureichend, weil wir gar nicht alle Fakten kennen. Ich glaube nicht, dass die DRV eine Umschulung für 47 jährige ablehne darf, da eine Arbeitsfähigkeit noch bis 67 Jahren vorausgesetzt wird und das wären bei dir noch 20 Jahre. Du musst dich einfach schlau machen und darfst dich nicht so schnell abwimmenl lassen.

Täuschen sie sich da mal nicht...
Wenn sie die tatsächlichen (RV-Trägerinternen) "Altersgrenzen" für eine Umschulung kennen würden, dann fwürde Ihnen die Kinnlade runterklappen ;o)
Aber dem Grunde nach haben sie schon Recht, mit dem Alter darf die RV die Ablehnung der Umschulung nicht begründen.