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Nach medizinischer Reha, Genehmigungsprozess Berufliche Reha

von
C.St.

Hallo alle zusammen,
ich bin momentan ziemlich verunsichert und weiß nicht so recht wie es weiter geht, hoffe jmd. hat bereits ähnliche Erfahrungen sammeln können und kann mir Tipps geben oder Mut machen. Ich befinde mich zurzeit in Medizinischer Rehabilitation aufgrund einer psychischen Erkrankung. Nach Einschätzung meiner Ärzte bin ich aufgrund meiner Erkrankung und persönlichen Vorgeschichte in meinem alten Beruf nicht mehr Arbeitsfähig (unter 3 Std) jedoch für mein Ziel, eine Berufliche Neuorientierung Arbeitsfähig und dementsprechend werde ich für eine LTA Arbeitsfähig entlassen. Den Antrag habe ich hier in der Klinik bereits ausgefüllt und gebe diesen morgen einer Beraterin von der Deutschen Rentenversicherung BUND mit. Zusätzlich habe ich auch bereits ein Schreiben einer Firma die mir eine Umschulung in meinem Wunschberuf ermöglichen möchte, welches ich der Beraterin mitgeben kann. Im Prinzip alles gute Voraussetzungen meiner Meinung nach, doch leider lese ich immer wieder das einem durch die DRV immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und Anträge trotz hinreichender Begründung pauschal abgelehnt werden. Habe Angst, dass ich durch den Zeitraubenden Genehmigungsprozess die Chance auf die Umschulung ( Beginn 01.09.16) verspiele und ich am Ende mit gar nichts dastehe oder mich wieder nur mit Notlösungen zufrieden geben muss. Gibt es Erfahrungen mit ähnlichen Gegebenheiten in denen schnelle Erfolge erzielt wurden?
Bin über jede Antwort dankbar.

von
???

Sie und Ihr Antrag werden das ganz normale Verfahren durchlaufen müssen.

Das bedeutet, erst mal muss bei Ihnen festgestellt werden, ob Sie überhaupt Anspruch auf LTA haben. Für diesen Prozess müssen Sie auf alle Fälle 3 Wochen nach Eingang des Reha-Entlassungsberichts (!) bei der DRV rechnen. Sie sollten also den Ärzten Ihrer Klinik sagen, das Sie Ihren Bericht bevorzugt schreiben sollen, weil sie ja einen Umschulungsplatz haben.
Danach muss vor der Umschulung eine Erprobung durchgeführt werden, ob Sie überhaupt dafür geeignet sind. Die Erprobung kann bei Ihnen sicher verkürzt werden, aber zwischen 1 und 3 Tagen wird sie wohl dauern. Da nun auch die Assessment-Center nicht unbedingt am nächsten Tag gleich einen Termin für Sie freihaben und der Bericht ja auch noch geschrieben werden muss, werden Sie auch hier mindestens 3 Wochen veranschlagen müssen. Und erst dann kann die DRV Bund entscheiden, ob Sie Ihre Umschulung bekommen.

Sprich: Sie haben zwar wirklich gut vorgearbeitet, sind aber zeitlich verdammt spät dran um bis zum 01.09. eine Bewilligung zu bekommen. Und das hat nichts mit einem "zeitraubenden Genehmigungsprozess" zu tun.

Sie können natürlich die Umschulung auf eigenes Risiko starten und darauf bauen, dass die DRV dann schon bewilligt. Diese Möglichkeit sollten Sie jedoch mit Ihrer Beraterin morgen besprechen und sich bestätigen lassen, dass man damit grundsätzlich einverstanden ist.

von
KSC

Stellen Sie den Antrag, bitten die Ärzte in der Reha Klinik den Entlassungsbericht schnellstens zu erstellen.

Ob die 6 Wochen bis zum 01.09.2016 noch reichen um zu prüfen ob die von Ihnen geplante Maßnahme auch wirklich sinnvoll und nötig ist, muss abgewartet werden.

Das ist zeitlich gesehen "sehr, sehr eng" und kann allein darum scheitern, weil es schlicht und einfach "Wege der Bürokratie" wie Postlaufzeiten, Urlaubsvertretungen (gerade jetzt Juli, August = Haupturlaubszeit) gibt.

Das grundsätzlich alle Anträge erst mal abgelehnt werden ist mit Verlaub gesagt "totaler Quatsch" und solche Behauptungen / Unterstellungen können durch nichts und niemand belegt werde.

Wenn Sie Glück haben reichts, wenn Sie Pech haben ist allein der Zeitrahmen verdammt eng......und ob Ihr Ziel realistisch ist, weiß eh keiner im Forum.

Experten-Antwort

Hallo C.St.,

auch von hier kommt die Empfehlung, den Antrag zu stellen, auch wenn die zeitlichen Grenzen sehr ehrgeizig gesteckt sind.
Die DRV legt allerdings niemandem "Steine in den Weg". Es kann allerdings sein, dass mal Genehmigungsverfahren nicht so laufen, wie sich der Betroffene das wünscht. Diese Leute beschweren sich dann lauthals. Häufig liegt leider eine Fehleinschätzung der Betroffenen bezüglich ihrer Situation vor. Soweit die Erfahrungen hier im Beratungsdienst.
Also lange Rede kurzer Sinn. Bitte stellen Sie den Antrag möglichst bald und weisen mit einem Post-it Aufkleber auf die drängende Vorlaufzeit für Ihren Lehrgang hin.

von
=//=

Wie alt/jung sind Sie denn?

von
Herz1952

Ich beschwere mich immer nur "lauthals" über die "seriösen" KK-Mitarbeiter (smile)

von
Geier

sollte das klappen geb ich einen aus! :))