Nach Reha im derzeitgen Beruf nur noch 3 Stunden arbeitsfähig

von
Marion O.

Hallo Forum,
mein Mann wurde nach einem Schlaganfall arbeitsunfähig aus der Reha entlassen und vom Reha-Arzt für seinen derzeitig aufgeübten Beruf unter 3 Stunden eingestuft. D.h. er kann den Beruf (Sanitärinstallateur in Montagetätigkeit) nicht mehr ausüben.

Was wäre, wenn er sich in einigen Wochen gut fühlt und doch wieder in dem Beruf arbeitet? Wer entscheidet das? Hätte das finanzielle Konsequenzen der Krankenkasse gegenüber? Man setzt sich über ein Verbot des Reha-Arztes hinweg?

Bitte keine Larifari-Antworten. Dafür ist das Thema zu ernst.

LG, Marion

von
Raufmann

" Wer entscheidet das?"

Ihr Mann selber entscheidet das. Wer sollte das auch sonst tun ??? Komische Frage.

von
Raufmann

" Man setzt sich über ein Verbot des Reha-Arztes hinweg? "

Das ist auch KEIN Verbot sondern lediglich eine - unverbindliche ! - Einschätzung des Rehaartzes dem der med. Dienst der RV
auch N I C H T folgen muß ! Die RV kann sich diesem Urteil anschließen - muß es aber keineswegs.

von
Raufmann

" Hätte das finanzielle Konsequenzen der Krankenkasse gegenüber? "

Was für Konsequenzen bei der Krankenkasse sollte es haben wenn ihr Mann wieder arbeitet und nicht mehr AU ist und damit die Kasse ja kein Krankengeld mehr bezahlt ? Dann hat die Kasse doch nichts mehr mit ihrem Mann am Hut.

Sie sollten sich einmal ausführlich zu diesen Thema bei den entsprechenden Stellen ( z.b. VdK etc. ) beraten lassen .

von
Wuffi

Hallo Marion
Wenn Ihr Mann vor 1961 geboren ist, kann er auf jeden Fall einen Antrag auf eine halbe Berufsunfähigkeitsrente stellen. Dann kann er trotzdem weiter in seinem Beruf arbeiten und weit über 1000 Euro dazu verdienen.
Aber erst einmal muss auch der Gutachten bestätigen, dass Ihr Mann in seinem zuletzt ausgeübten Beruf weniger als 6 Stunden arbeiten kann.

von
Claire

" Aber erst einmal muss auch der Gutachten bestätigen, dass Ihr Mann in seinem zuletzt ausgeübten Beruf weniger als 6 Stunden arbeiten kann. "

Nicht durch das Gutachten der Reha wird dies bestätigt sondern nur durch den med. Dienst der Rentenversicherung. Und daran scheiterst es dann eben oft, weil die die Sachlage ganz anders sehen...

von Experte/in Experten-Antwort

§116(2) SGB VI: „Der Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation gilt als Antrag auf Rente, wenn Versicherte vermindert erwerbsfähig sind und Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nicht erfolgreich gewesen sind, weil sie die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert haben.“
Soweit die gesetzliche Grundlage der sogenannten Umdeutung von Rehabilitation in eine Rente.
Bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit im ausgeübten oder erlernten Beruf kann ein Anspruch auf teilweise Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit bestehen. Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass ihr Mann vor dem 02.01.1961 geboren und berufsunfähig ist.
Ich empfehle ihrem Mann vor Aufnahme der bisherigen Tätigkeit einerseits ein persönliches Gespräch mit den Kollegen aus der Auskunfts-und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung und parallel ein Gespräch mit dem Hausarzt. Grundsätzlich kann ihr Mann entscheiden ob er wieder arbeiten will oder nicht. Die ärztliche Einschätzung bei der Entlassung aus der medizinischen Rehabilitation stellt kein Verbot dar.