Nach Reha wahrscheinlich AU was ist mit meinem Urlaub

von
Sassa

Hallo.
Ich befinde mich zurzeit in Psychosomatischer Reha. Bei der letzten Visite wurde mir gesagt das ich Au für meinen Arbeitsplatz entlassen werde, da muss ich noch hinzufügen bin arbeitsfähig in die reha.
Jetzt ist mein Problem das ich für nach der Reha einen Urlaub von 2 Wochen nach Wien zu bekannten gebucht habe. Dieser Urlaub wurde auch von meinem Arbeitgeber gehnemigt.
Jetzt bin ich total verwirrt wie das alles gehen soll. Ich gehe auf jeden Fall nicht mehr zu meinen Arbeitgeber zurück. Und wenn ich au bin müsste ich im Urlaub eigentlich Krankengeld beantragen aber ich bin ja nicht in Deutschland.
Der Reha Arzt meinte nur wenn ich unbedingt da hin will wird er mich arbeitsfähig entlassen kann ja nach den Urlaub eine Krankmeldung holen weil man ja auch im Urlaub krank werden kann.
Aber das finde ich für meinen Arbeitgeber auch blöd vorallem wenn ich noch die Kündigung abgebe.
Also stecke ich in einer Zwickmühle weil ich mich da null auskenne

von
Schorsch

In diesem Fall sind Sie auf die Zustimmung Ihrer Krankenkasse angewiesen.
Unter bestimmten Voraussetzungen gestatten die Krankenkassen manchmal Urlaubsreisen, auch ins Ausland.

Fragen Sie am besten baldmöglichst dort nach.

MfG

von
Herz1952

Hallo Sassa,

Verfahren Sie so, wie es in diesem Anhang steht:

https://www.haufe.de/sozialwesen/leistungen-sozialversicherung/auslandsaufenthalt-krankengeldanspruch-bei-urlaubsreise_242_173994.html

Im Inland dürfte es keine Schwierigkeiten mit der Krankenkasse geben. Eine AU-Bescheinigung ist beweis genug, dass Sie AU sind, aber nicht reiseunfähig bzw. urlaubsunfähig. Sie machen ja auch nichts gegen Ihre Gesundheit, sondern der "Urlaub" wird Ihnen gut tun.

Dem AG können Sie schon Ihre Kündigung überreichen, dass er planen kann. Eine Schwierigkeit besteht allerdings. Nämlich nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird Ihnen die Krankenkasse eine Verweisungstätigkeit "anbieten" und Sie zum Arbeitsamt schicken.

Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber offen darüber, dass Sie vermutlich nicht mehr kommen werden und geben Sie keine schriftliche Kündigung ab. Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen an Ihren Arbeitsplatz nicht mehr zurückkehren können, ist beiderseits ein "sofortige Kündigung" ohne Frist möglich.

Sie sollten die Vorgehensweise also sorgfältig überlegen. Wobei Sie das Arbeitsamt wohl früher oder später Auffordern wird, einen Reha/Rentenantrag zu stellen. Das Arbeitsamt hat ebenfalls Gutachter und will nicht unbedingt in einem aussichtslosen Fall ALG zahlen.

von
Herz1952

Hallo Sassa,

ich musste leider feststellen, dass ich mein "Krankheitsmanagement" selbst in die Hand nehmen muss.

Ich habe erst jetzt wieder ein Medikament gebraucht, das mir der Arzt nicht verschreiben wollte, weil er Regress-Ansprüche befürchtet hat. Das Medi war nur über das Ausland zu beziehen, weil die Firma den Vertrieb in Deutschland eingestellt hat, weil der G-BA keinen Zusatznutzen erkannte. Es hatte aber einen erheblichen Zusatznutzen, sogar nach den Richtlinien des IQWiG, das die Bewertung medizinisch vornimmt.

Ich habe die Krankenkasse angeschrieben und die Situation geschildert und mit den entsprechenden Attesten von 2 Ärzten versehen zum MDK der KK geschickt. Eine Bemerkung hat gelautet: Ich weis, dass eigentlich kein Antrag erforderlich ist, aber der Arzt hat darauf bestanden hat, da er wohl "AOK" geschädigt ist. Es handelte sich um eine Regressforderung in einem ähnlichen Fall. Er wollte mir noch ein anderes Medikament verschreiben, bei dem es nicht zu einer Q-T-c Zeitverlängerung kommen sollte, dafür aber eine Tachykardie ausgelöst werden konnte. Das konnte mein Herz aber auch nicht vertragen und ich wäre in "Teufels Küche" gekommen. (Kammerflimmern durch Tachykardie und "aus die Maus" evtl. trotz Defi.)

Nach ein paar Tagen wollte ich nachfragen bei der Post, ob mein Schreiben schon zugestellt wurde. (Einwurfeinschreiben). Da lag aber schon im Briefkasten ein Schreiben der BARMER, dass Sie die Kosten bis zum 18. Januar 2018 übernehmen und ich mich dann nochmal melden sollte.

Eigentlich ging es nur um Formsachen, wie Auslandsstatistik und Qualitätsprüfung des Medikamentes.

Das Gesundheitssystem ist "ein Staat im Staate". Es ist die Selbstverwaltung von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen. Die haben es fertiggebracht, dass den nicht einmal das Gesundheitsministerium etwas zu sagen hat. Kranke dürfen in diesem System nicht im geringsten mitbestimmen. Die Selbstverwaltung besteht auch nur aus gesunden Menschen.

Kürzlich stand in der Zeitung: 2 Drittel aller neuen Medikamente ohne Zusatznutzen (G-BA). Eine glatte Lüge durch Fehlbewertung G-BA, der für die Bewertung der Medikamente für GKV-Versicherte zuständig ist.

Es war nicht das erste Medikament mit angeblich keinem Zusatznutzen, obwohl mir mehre Ärzte versicherten es sei für mich sehr gut (und für andere auch), aber der G-BA empfand dies nicht so, denn es war ja teurer. Viele Ärzte wissen das auch, dass der G-BA falsch bewertet, trauen sich aber nicht so ein Medikament zu verschreiben, selbst wenn es einen großen Nutzen für den Patienten hat.

Ach ja, der Arzt hat Widerspruch eingelegt gegen die Regressforderung. Aber das wird wohl leider "dauern". Aber wenigstens er hat das kapiert. Anderen Ärzten geht der "Hintern" auf Grundeis. Auch deshalb, weil sie nicht einmal die offiziellen Verschreibungsregeln und das SGB V (Krankenkassenrecht mit Hinweis auf die Möglichkeiten, die Ärzte im "Einzelfall" haben. Ich bin leider nicht der einzige "Einzelfall".

In Deutschland ist überall "Gutantanamo", wo es kranke Kassenpatienten gibt, die etwas "aus der Reihe" tanzen mit ihren Krankheiten.

Wenn man dieses System kennt, dann stehen auch noch einem Glatzkopf die Haare zu Berge icon_smile.gif.

MfG

von
Friedhelm

Zitiert von: Herz1952

....mal wieder belangloses Zeug übelster Sorte.

Die hiesigen Administratoren sollten mal über die Installation eines Spam-Filters nachdenken und den Namen @Herz1952 an oberster Stelle eintragen.

Seine abendfüllenden Endlos-Storys ohne jeglichen Nutzen für die Fragesteller und Mitleser, sind einfach nur NERVIG !!!

Experten-Antwort

Hallo Sassa,

hier ist aus meiner Sicht zunächst festzustellen, dass die Entscheidung der Rehaklinik zur „nicht arbeitsfähigen“ Entlassung nicht die krankenversicherungsrechtliche Bedeutung einer fortdauernden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zukommt. Eine solche weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung („Krankschreibung“) müssten Sie sich ohnehin nach der Entlassung aus der Rehaklinik von Ihrem behandelnden Arzt ausstellen lassen.

Ungeachtet dessen sollten Sie sich ggf. auch mit Ihrer zuständigen Krankenkasse in Verbindung setzen, um Ihre Frage nach dem weiteren Verfahren zu klären. Im Rahmen dieses Forums zur Alterssicherung und Rentenversicherung kann diese krankenversicherungsrechtliche Frage leider nicht abschließend beantwortet werden.

von
Susanne W.

Zitiert von: Schorsch

In diesem Fall sind Sie auf die Zustimmung Ihrer Krankenkasse angewiesen.
Unter bestimmten Voraussetzungen gestatten die Krankenkassen manchmal Urlaubsreisen, auch ins Ausland.

Fragen Sie am besten baldmöglichst dort nach.

MfG


Hallo,

meine Krankenkasse hatte nichts dagegen, dass ich trotz AU nach Griechenland geflogen bin.
Man muss aber vorher um Erlaubnis fragen.

LG