Nach Reha weiter krank und wer zahlt nun

von
Eberhard Weber

Ich bin seit Februar 2012 krankgeschrieben.
Somit wurde ich nach 72 Wochen durch die
Krankenkasse ausgesteuert. Danach wurden mir ALG 1 für 24 Monate vom Arbeitsamt zugestanden.
Im August mußte ich mich einer Operation unterziehen, welches zur Folge hatte, das das Arbeitsamt mir einen Aufhebungsbescheid zusandte. Begründung: Krankenhaus plus Anschlußheilbehandlung ist nun Sache der Rentenversicherung. Also Übergangsgeld bei RV beantragt, jedoch leider noch nicht
gezahlt. Dauert nunmal hat man mir am Telefon gesagt.
Ich wurde aus der Reha weiter arbeitsunfähig entlassen.
Trotzdem stellte ich beim Arbeitsamt den Antrag auf Wiederaufnahme der Zahlungen, denn 1 Jahr von 2 bewilligten, war ja noch nicht gezahlt worden. Nun die Überraschung: Antrag wird abgelehnt mit der Begründung , ich sei weiter krank und stünde dem AA zur Vermittlung nicht zur Verfügung. Man möchte dass ich ALG 2 beantrage, also Hartz 4 oder ähnliches.
Frage: Kann ich mit 61 Jahren wenn doch laut ärztlicher Sicht immer noch ein Grund zur Krankschreibung vorliegt, nicht Rente beantragen? Vielleicht lasse ich da Federn aber , meine Firma, bei der ich nach wie vor einen Arbeitsvertrag habe, hat keine meinen Leiden und Behinderungen entsprechende Stelle, kann auch keine schaffen.
Habe außerdem noch Zusage auf Ünterstützung Teilhabe am Arbeitsleben bis März 2015. Hilft mir Alles nichts, ich benötige jetzt dringend Unterstützung, denn die Reserven sind schnell aufgebraucht.
Habe übrigens mit Lehrzeit im Alter von 16 - 18 Jahren, 43 Arbeitsjahre erbracht.
Antrag zum Erlass einer einstweiligen Verfügung liegt bei Gericht. Vortrag der Gegenseite sieht aber mies aus, wollen nicht zahlen.
Wäre schön, wenn mir ein Experte ein paar Tips gibt. Der Wille zum Arbeiten behinderungsgerecht liegt vor, aber Spezis in weiß sagen NO!

von
dereinfachemichel

Hallo
Beantragen sie Nahtlosigkeits Arbeitslosengeld!

von
Eberhard Weber

Zitiert von: dereinfachemichel

Hallo
Beantragen sie Nahtlosigkeits Arbeitslosengeld!

Antwort
Ist seitens des Arbeitsamtes mit dem Bescheid, das Zahlung auf Grund der Reha Maßnahme erlischt, ausgeschlossen worden.
Begründung: AA Kein Nahtlosigkeisfall
Krankenkasse: Es liegt eine dauerhafte durchlaufende Krankheit vor. Trotzdem vielen Dank für den Tip.
Wenn die Rechtsverdreher sich geäußert haben, bin ich sowiso zurück.
Denn ich bin bestimmt kein Einzelfall.

von
zoran

Beabtragen sie Alg1 nach ParGraph 125.
Wie vorher schon jemand schrieb ist dieser Paragraph für Menschen die ausgesteuert wurden .
Nicht vom Arbeitsamt abwimmeln lassen.
Viel Glück
Zoran

von
zoran

Beabtragen sie Alg1 nach ParGraph 125.
Wie vorher schon jemand schrieb ist dieser Paragraph für Menschen die ausgesteuert wurden .
Nicht vom Arbeitsamt abwimmeln lassen.
Viel Glück
Zoran

Experten-Antwort

Hallo Eberhard Weber,

die Arbeitsagentur kann nur dann Leistungen erbringen, wenn der Betreffende dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung steht. Das ist regelmäßig nicht der Fall, wenn er durch Krankheit daran gehindert ist. Aus rentenrechtlicher Sicht, wäre zu überlegen ob ggf. ein Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung gestellt werden sollte. Sofern Sie im Besitz eines Schwerbehindertenausweises sind, wäre ggf. auch ein Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen zu stellen. Der Geburtsjahrgang 1953, dem Sie vermutlich angehören, kann frühestens mit vollendetem Lebensjahr von 60 Jahren und 7 Monaten und einem Abschlag von 10,8 % in die Altersrente gehen.
Wir empfehlen daher, einen Beratungstermin in einer Beratungsstelle der deutschen Rentenversicherung zu vereinbaren, um dort ggf. einen Rentenantrag aufnehmen zu lassen.
Zum laufenden Verfahren wegen Teilhabe am Arbeitsleben kann von hier aus keine Aussage getroffen werden.

von
Eberhard Weber

Besten Dank dem Experten.
Warum kann man die Sachbearbeiter beim Arbeitsamt nicht so schulen?
Bin Montag bei der BfA um mich weiter beraten zu lassen.
Übrigens 50% Behinderung ohne Zusatzbuchstaben sind vorhanden.

von
KSC

Sofern Sie 35 Versicherungsjahre aufweisen können Sie als 61 jähriger Schwerbehinderter doch jederzeit in Altersrente gehen.

Dass Sie das nicht wissen, scheint mit nach über 2 jähriger Krankheit äußerst unwahrscheinlich.

Oder geht es darum wegen der Abschläge, oder weil KG, ALG und Co höher sind als die Rente diese möglichst lange hinauszuzögern? Das mit Nahtlosigkeit etc. müsste Ihnen doch schon längst gesagt worden sein, wenn Sie sich gekümmert haben?

Kann sein, dass Sie gar nicht so ahnungslos sind wie es auf Anhieb erscheint?

von
Eberhard Weber

Zitiert von: KSC

Sofern Sie 35 Versicherungsjahre aufweisen können Sie als 61 jähriger Schwerbehinderter doch jederzeit in Altersrente gehen.

Dass Sie das nicht wissen, scheint mit nach über 2 jähriger Krankheit äußerst unwahrscheinlich.

Oder geht es darum wegen der Abschläge, oder weil KG, ALG und Co höher sind als die Rente diese möglichst lange hinauszuzögern? Das mit Nahtlosigkeit etc. müsste Ihnen doch schon längst gesagt worden sein, wenn Sie sich gekümmert haben?

Kann sein, dass Sie gar nicht so ahnungslos sind wie es auf Anhieb erscheint?


Danke der Anmerkungen, aber Eines erlauben Sie mir anzumerken, selbst
der Sozialdienst bei der Reha schloß
in meinem Falle einen Rentenantrag aus,
obwohl ich mit starken Depressionen als
arbeitsunfähig entlassen wurde.
Hier hieß es in meinem Alter nur Antrag
auf Teilhabe am Arbeitsleben, sonst nix.
Auch seitens der Agentur für Arbeit wurde
ich nicht darauf hingewiesen, das die
Möglichkeit in Rente zu gehen eine
Option ist.
Natürlich bin ich dank einiger Zusendungen
um einige Erfahrungen reicher.
Sollte mein Rentenantrag von Erfolg gekrönt
sein, dann warten 5 Enkel darauf mir mein Leben zu verschönern. Die sind zwar heute auch da, aber leider müssen noch einige
Baustellen an mir beseitigt bzw. gelindert
werden.
Meine Fachärzte unterstützen mich dabei.
Trotzdem Danke für Ihren Beitrag.