Nachprüfung bzw. Entzug einer vollen EM-Rente

von
Matze

Hallo und Guten Morgen habe hier schon viel gelesen und ich finde dieses Forum einfach prima.
Leider liest man über mein Thema nichts gutes aber ist das wirklich so,auf einer Seite kann man 400Euro rentenunschädlich dazuverdienen auf der anderen ist das nur eine gelegenheit für die RV einen die Rente Nachzuprüfen und zu entziehen.
Ich bekomme seit 2-Monaten eine geringe volle EM-Rente bis zur Altersrente, bin 52 jahre und hätte vielleicht bald die möglichkeit 12Std die Woche etwas dazu zuzuverdienen aber was soll ich machen????
Ist die 400Euro Hinzuverdienstgrenze nur ein "Lockvogelangebot" der RV !!!!

MfG Matze

von
ZetaX

Was heißt geringe Rente???

Dann müssten Sie eigentlich zusätzlich Sozialhilfe o. ä. beziehen und die 400 EUR werden 1:1 verrechnet!

fake-Anfrage?

von
Matze

Geringe Rente heisst, daß es zum Leben zu wenig zum sterben zuviel ist.
Aber hast du den mein anliegen überhaupt verstanden?????????
Oder auf solche Kommentare kann ich gern verzichten!!!!!

Gruß Matze

von
Feli

Die Möglichkeit, 400 Euro zu einer vollen EM-Rente dazuzuverdienen, ist eine gesetzlich vorgesehene Regelung, neben dem Rentenbezug ein ggf. vorhandenes Restleistungsvermögen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen und somit weiterhin die Möglichkeit zu haben, am sozialen Leben teilzunehmen.
Ob man diese Möglichkeit wahrnimmt oder nicht, ändert nichts an der Tatsache, dass die RV-Träger jederzeit (!!!) die Ermächtigung haben, nachzuprüfen, ob jemand eine Rente (noch) zu Recht bezieht oder nicht.

von
Krämers

Lassen Sie sich doch nicht von diesen " Stammtischparolen " bezüglich der 400 Euro Hinzuverdienst beeinflussen.

Ein 400 Euro Hinzuverdienst unter Einhaltung der täglich erlaubten Arbeitsnzeit von unter 3 Stunden ist und bleibt rentenunschädlich.

Das ist Gesetz ! Punkt , Ende und Aus.

von
Frank01

Ja Matze es ist Ihr gutes Recht ob Sie dann dabei Ihr Rente mit füssen treten stellt sich erst hinterher heraus!

Fakt ist Sie müssen den Zuverdienst bei der Rentenversicherung melden bzw. Ihr Arbeitgeber macht das! Durche die Meldung eines Minijobs bei der Bundesknappschaft!

Bei einer unbefristeten Rente bekommen Sie dann in aller Regel alle zwei Jahre ein Formular zur Nachprüfung der weiteren Rentenberechtigung zugeschickt! Hier müssen Sie Angaben über Ihren Gesundheitszustand abgeben, des weiteren werden Sie befragt ob Sie einen Minijob ausüben! Hierzu werden Ihnen diverse Fragen gestellt! Ihr Arbeitgeber muss auch einen Fragebogen ausfüllen! Nun in den meisten Fällen passiert vermutlich nichts aber das hängt wohl auch von der Erkrankung ab die der Einzelne hat!

Also grundsätzlich sollte man sehr vorsichtig sein auch wenn man nur seine Rechte wahrnimmt!

MfG

Frank

von
Krämers

Ja , der Gesetzgeber hat das mit der Rentenversicherung in einen konspirativen Treffen genau so vereinbart , um die Luete um ihre EM-Rente zu bringen....

Allen EM-Rentner wird erst die Möglichkeit eines Hinzuverdienstes angeboten ( um sie in Sicherheit zu wiegen - wie gemein .. ) und wenn die dann so einen Job annehmen, schnappt die Falle zu. Darauf wartet die Rentenversicherung doch nur.

Dann wird die Rente sofort wieder entzogen.

von
Frank01

Krämers, Clemens oder wie auch immer!

Dem Fragesteller sollte wenigstens klargemacht werden was passieren kann!

Aber andere Frage an Sie, sind Sie unbefristet berentet und führen einen Minijob aus oder erzählen Sie auch wieder nur den Gesetzestext?

von
Krämers

Ich bin unbefristet berentet, über aber selbst keinen 400 Euro Job aus. Und zwar weil ich dazu finanziell nicht gezwungen bin ( wie leider viele andere ) und zum anderen weil dies meine Gesundheit leider auch nicht zulasssen würde.

Aus 2 Rehas und mehreren Klinikaufenthalten die ca. 1 Jahr dauerten, habe ich aber noch mehr oder weniger regelmässigen Kontakt zu ca. 10 ehem. Mitpatienten. Davon sind die Hälfte der Leute mit ihren befr. oder auch unbefr. EM-Rentnern in einem 400 Euro tätig und zwar OHNE jegliche Probleme seitens der Rentenverischerung. Die befristet berenteten Kollegen haben auch in ihren diversen Verlängerungsverfahren in der Hinsicht jedenfalls nie Probleme gehabt.

Wer sich also an Recht und Gesetz hält hat nichts zu befürchten. Wer dies jedoch nicht tut und z.b. regelmässig die erlaubte Stundenanzahl täglich überschreitet und sich damit dann z.b. ein Rentenenziehungsverfahren einhandelt oder dessen befr. Rente dann darum nicht verlängert wird oder in eine nur teilw. EM-Rente herabgestuft wird, ist doch selbst schuld.

von
Frank01

Krämers danke für Ihre Rückmeldung!

Ich sehe in der Tat auch wenig Probleme aber das Risiko bleibt leider bestehen!

Im wesentlichen wird es wohl an der Erkrankung des Einzelnen liegen!

MfG

Frank

von
Frank01

Zitat:

Ich bin unbefristet berentet, über aber selbst keinen 400 Euro Job aus. Und zwar weil ich dazu finanziell nicht gezwungen bin ( wie leider viele andere ) und zum anderen weil dies meine Gesundheit leider auch nicht zulasssen würde.

Der Text in Klammer wirkt auf mich etwas befremdlich! Soll das so verstanden werden das es besser wäre das die Leute aus finanzieller Sicht zu viel erhalten! Oder bezieht sich der Text auf den zweiten Teil des Satzes!

von
...

Zitiert von: Frank01

Zitat:

Ich bin unbefristet berentet, über aber selbst keinen 400 Euro Job aus. Und zwar weil ich dazu finanziell nicht gezwungen bin ( wie leider viele andere ) und zum anderen weil dies meine Gesundheit leider auch nicht zulasssen würde.

Der Text in Klammer wirkt auf mich etwas befremdlich! Soll das so verstanden werden das es besser wäre das die Leute aus finanzieller Sicht zu viel erhalten! Oder bezieht sich der Text auf den zweiten Teil des Satzes!

ich lege das so aus, dass ihm die Rente genügt und er nicht dazuverdienen muss (wie leider viele andere)

von
Krämers

Zitiert von: ...

Zitiert von: Frank01

Zitat:

Ich bin unbefristet berentet, über aber selbst keinen 400 Euro Job aus. Und zwar weil ich dazu finanziell nicht gezwungen bin ( wie leider viele andere ) und zum anderen weil dies meine Gesundheit leider auch nicht zulasssen würde.

Der Text in Klammer wirkt auf mich etwas befremdlich! Soll das so verstanden werden das es besser wäre das die Leute aus finanzieller Sicht zu viel erhalten! Oder bezieht sich der Text auf den zweiten Teil des Satzes!

ich lege das so aus, dass ihm die Rente genügt und er nicht dazuverdienen muss (wie leider viele andere)

So ist es.

Wie man da nun wieder anderes hinein interpretieren kann verstehe ich wirklich nicht mehr...

von
Frank01

Hallo Krämers!

Sorry war ne Denkblockade!
Deshalb bin ich ja berentet!

Vielen Dank für Ihr Statment!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Matze,

grundsätzlich ist es so, dass eine Beschäftigung unter Einhaltung der Minijobgrenze von 400,- Euro nicht rentenschädlich ist. Um aber absolute Gewissheit zu erlangen, stellen Sie doch eine kurze Anfrage an Ihren Rentenversicherungsträger und fragen ganz konkret nach, ob die von Ihnen angestrebte Beschäftigung rentenschädlich ist. Dann können Sie sich entscheiden, ohne Angst haben zu müssen, dass Ihre Rente wegen der Beschäftigungsaufnahme entfallen könnte.

von
--//--

Zitiert von: Frank01

Krämers danke für Ihre Rückmeldung!

Ich sehe in der Tat auch wenig Probleme aber das Risiko bleibt leider bestehen!

Im wesentlichen wird es wohl an der Erkrankung des Einzelnen liegen!

MfG

Frank

NEIN! Es liegt NICHT an der Erkrankung des Einzelnen.

Der Hinzuverdienst bis 400,- EUR ist KEINE Falle der RV. Es wird auch nicht alle 2 Jahre kontrolliert, wenn ein Rentner einen Minijob bis zur erlaubten Hinzuverdienstgrenze ausübt! Mein Gott, da hätte die DRV viel zu tun!

Brenzlig wird es erst, wenn die Hinzuverdienstgrenze maßgeblich (also nicht nur um ein paar Euro) überschritten wird. Denn dann muß natürlich geprüft werden, ob dieser Hinzuverdienst in mehr als 3 Stunden tgl. erreicht wird und ein Rentenanspruch noch besteht. Dies betrifft hauptsächlich die Rentner, die eine volle EM-Rente beziehen. Eine Arbeitsmarktrente (Leistungsvermögen 3 - unter 6 Stunden und KEIN ausgeübter Teilzeitarbeitsplatz) kann nämlich bei einer tgl. Arbeitszeit von z.B. 5 Stunden und dem entsprechenden Verdienst NICHT mehr geleistet werden. DANN wird auf jeden Fall eine Überprüfung stattfinden.

Also - lassen Sie sich nicht verunsichern. Wenn Sie einen Minijob bis 400,- EUR ausüben können, tun Sie´s - ohne Angst wegen eines Rentenentzuges.

MfG

von
Frank01

von --//-- :

Es wird sehr wohl alle zwei Jahre kontrolliert!

Das ganze nennt sich nur
"Nachprüfung der weiteren Rentenberechtigung"

Das sollten Sie eigentlich wissen!

von
Rentner

Zitiert von: Frank01

von --//-- :

Es wird sehr wohl alle zwei Jahre kontrolliert!

Das ganze nennt sich nur
"Nachprüfung der weiteren Rentenberechtigung"

Es wird eben nicht alle zwei Jahre kontrolliert.
Das ist Schwachsinn was Sie erzählen, man könnte glauben Sie sind neidich auf die Zuverdiener.

Das sollten Sie eigentlich wissen!

von
Frank01

Rentner:

Bei der DRV ist es aber so!

Ich gehöre auch zu dem erlauchten Kreis!

von
Frank01

Hier ein Auszug aus dem Schreiben und lesen Sie maskierte Stelle:

Inzwischen bin ich selbst in der Situation, dass mir meine erste "Nachprüfung der weiteren Rentenberechtigung" zugesandt wurde, seitdem ich vor zwei Jahren meine volle Erwerbsminderungsrente ohne zeitliche Befristung zugebilligt bekommen habe.
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Die Deutsche Rentenversicherung Bund informiert wie folgt darüber:

"Um feststellen zu können, ob sich die Verhältnisse seit der Rentenbewilligung geändert haben, überprüfen die Rentenversicherungsträger regelmäßig alle 2 Jahre die Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit.

Überprüft werden alle Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, auch wenn eine ausdrückliche zeitliche Befristung nicht vorliegt. Zu den Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gehören:

- Renten wegen Berufsunfähigkeit
- Renten wegen Erwerbsunfähigkeit
- Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung
- Renten wegen voller Erwerbsminderung

Von der Nachprüfung sind alle Versicherten betroffen, die eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beziehen, ohne Berücksichtigung des zum Zeitpunkt der Rentenbewilligung festgestellten Gesundheitszustandes."
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(Quelle: Informationsblatt der Deutschen Rentenversicherung Bund, Referat 3080 - BU/EU Nachuntersuchung)