Nachträglich sog. Kinderrente beantragen ?

von
JOSEF36

Frau K ist ist 73 Jahre alt und bezieht eine landwirtschaftliche Rente (landwirtschaftliche Alterskasse). Ihre Kinder wurden 1961, 1966 und 1980 geboren.
Frage: Kann Frau K. zusätzlich zum Altersgeld eine Rente von der Deutschen Rentenversicherung erhalten, wenn sie ggf. nachträglich freiwillige Beiträge entrichtet?
In welcher Höhe wären freiwillige Beiträge zu entrichten und ab wann könnte Sie eine "Kinderrente" in welcher Höhe erhalten?

von
öha

Wenn die Dame die 3 Kinder selbst erzogen - warum nicht?

Jg. 1938 hätte schon 2001 (12x 120,33 DM)und 2002 (12x 62,08 EUR) die fehlenden 24 Monate einzahlen sollen - Aufwand: 1483 EUR - Rente seit 2003 ca. 70-80 EUR im Monat netto - bis heute also ca. 7560 bis 8640 EUR abzgl. Einzahlung verschenkt!

Die Dame sollte umgehend einen Antrag gem. § 282 SGB VI stellen und die fehlenden 24 Monate nachzahlen: Kosten ca. 1880 EUR - Rente ca. 80 EUR/netto im Monat, d.h. in 2 Jahren ist die EInzahlung wieder heraus und mit 75 kann sie sich jeden Monat an der Regelaltersrente mit Werten für Kindererziehungszeiten freuen!

Experten-Antwort

Dem ist nichts hinzuzufügen. Auf in die Beratungsstelle und Antrag stellen. Im RT-Antrag wird die Frage nach der Entrichtung fehlender Beiträge ohnehin gestellt. So sollten dann binnen Monatsfrist auch eingezahlt werden.

Experten-Antwort

Für die Gewährung der Regelaltersrente ist neben Vollendung des 65. Lebensjahres (Vor Jahrgang 1947) eine Wartezeit (Mindestversicherungszeit) von 60 Kalendermonaten erforderlich. Durch die Anrechnung der Kindererziehungszeiten werden bei drei Kindern insgesamt drei Beitragsjahre (Geburten vor 1992) zugrundegelegt, sodass noch für zwei Jahre Beiträge zu entrichten sind. Durch die Neuregelung des § 282 SGB VI kann die erforderliche Nachzahlung in einer Summe geleistet werden. Wird 2012 ein Antrag auf die Regelaltersrente und die Nachzahlung gestellt, ergibt sich ein Mindestzahlbetrag von (24 x 78,40€) 1881,60 €.
Daraus würde nach heutigem Stand eine Bruttorente von mtl. rd. 90,- € ergeben. Eine eingehende Beratung und Antragsaufnahme kann in einer Beratungsstelle erfolgen.

von
123

Zitiert von: Techniker

ergibt sich ein Mindestzahlbetrag von (24 x 78,40€) 1881,60 €.

Nachdem die freiwilligen Beiträge rückwirkend eingezahlt werden, gilt für die Beitragszahlung bis Dezember 2011 doch der Mindestbeitrag von 79,60 Euro - oder etwa nicht?

von
öha

Zitiert von: 123

Zitiert von: Techniker

ergibt sich ein Mindestzahlbetrag von (24 x 78,40€) 1881,60 €.

Nachdem die freiwilligen Beiträge rückwirkend eingezahlt werden, gilt für die Beitragszahlung bis Dezember 2011 doch der Mindestbeitrag von 79,60 Euro - oder etwa nicht?

Nein, denn es geht nicht um eine Nachzahlung von freiwilligen Beiträgen für 2011 (da hätten Sie mit Ihrer Bemerkung Recht) sondern um eine Nachzahlung nach Erreichen der Regelaltersgrenze gem. § 282 SGB VI, wonach sich Beitrag und Beitragssatz nach dem Jahr der Zahlung, also 2012, richten würde!