Nachversicherung / Schliessung einer Versorgungslücke

von
sam

Ich war vom 01.09.1995 bis 18.12.2005 Beamtin im Landesdienst NRW und vom 19.12.2005 bis 31.12.2006 ohne Dienstbezüge beurlaubt. Danach bin ich aus dem Beamtenverhältnis ausgeschieden und wurde für die Dauer meiner Beschäftigung durch das LBV NRW nachversichert. Es ergibt sich aber durch die Beaurlaubung (die nicht nachversichert wurde) eine Versorgungslücke, die ich gerne durch freiwillige Beiträge decken möchte. Dies geht aber laut Merkblatt des LBV nur bis 31.03. eines Jahres und nur für das vorangegangene Jahr. Wenn ich nun bis 31.03.2007 die Beiträge für 2006 nachzahle, was ist dann mit den zwei Wochen aus 2005 ? Kann ich die auch noch nachzahlen ? Schliesslich wusste ich in 2006 noch nichts davon... Und muss ich freiwilligen Beträge in einer Summe zahlen oder gibt es da eine Art Ratenzahlung ? Besten Dank und viele Grüsse sam

von
Maum

Wer kann für mich einen Antrag auf meine versicherungspflichtigen sowie die Brutto-Verdienste stellen? Die im SV-Ausweis eingetragenen Ziffern wurden der Rentenberechnung zugrunde gelegt, sind jedoch zu gering. Die entsprechenden Arbeitsverträge liegen mir vor. U.a. handelt es sich um Anerkennungsverdienste nach AAÜG.
Sind diese Auskünfte kostenfrei?
Im voraus besten Dank.
Maum

Experten-Antwort

@sam

Freiwillige Beiträge für das jeweilige Kalenderjahr können Sie bis zum 31. März des Folgejahres zahlen, demnach für 2006 bis zum 31. März 2007. Läuft in der Zeit vom 1. Januar bis 31. März ein Beitrags- oder Rentenverfahren, können Sie die Beiträge für das Vorjahr noch innerhalb von drei Monaten nach Verfahrensende leisten. Für Dezember 2005 ist eine freiwillige Versicherung nicht zulässig, da der Monat bereits belegt ist (Teilmonate zählen als volle Monate). Für die freiwillige Versicherung können Sie mit Ihrem Rentenversicherungsträger auch eine Ratenzahlung vereinbaren. Ich empfehle Ihnen, sich über die Wirkung von freiwilligen Beiträgen von einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung beraten zu lassen.

Experten-Antwort

@Maum

Zur Klärung dieser Zeiten sollten Sie sich an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wenden. Ihr Rentenversicherungsträger ermittelt dann, in welchem Archiv die Unterlagen lagern und fordert diese an. Kosten würden Ihnen bei dieser Vorgehensweise nicht entstehen.

von
Walter

Wer archiviert die DDR-Lohnunterlagen?
Kann ich meine Unterlagen für mich privat anfordern?

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