Nachversicherung/erweiterte Gewährleistungsentscheidung

von
Arno

Ich bin 2003 von einer deutschen Behörde zwecks Tätigkeit bei der EU-Kommission beurlaubt worden. Die Zeit der Beurlaubung wird als Dienst-/Beförderungszeit angerechnet, da die Beurlaubung im dienstlichen Interesse liegt und öffentlichen Belangen dient.Mittlerweile bin ich EU-Beamter und möchte meine deutschen Pensionsansprüche an das Pensionssystem der Europäischen Institutionen übertragen lassen. Die von meiner ehemaligen deutschen Behörde erstellte Bescheinigung gem. 185 (3) SGB IV weist für meine Beurlaubungszeit seit 2003 nur Nullbeträge aus.

Frage: Müsste meine alte Behörde mir nicht zumindest die Pflichtbeträge bestätigen, da die Beurlaubung im dienstlichen Interesse erfolgte?

von
Hier dürften Sie falsch sein

Dies ist ein Forum der deutschen RENTENversicherung.

Experten-Antwort

Da dies eine Frage des Beamtenrechts ist, solten Sie sich an Ihre Versorgungsstelle wenden.

von
Westi

Hallo Arno,

wenn Sie eine Bescheinigung nach § 185 Abs. 3 SGB VI erhalten haben und dazu eine Frage haben, können Sie hier - grundsätzlich - nicht falsch sein, denn diese Bescheinigung benötigt der Rentenversicherungsträger für die Durchführung einer Nachversicherung.

Wenn sie von einer deutschen Behörde beurlaubt werden, um eine Tätigkeit bei der EU-Kommission auszuüben und dann unversorgt aus der Beschäftigung ausscheiden, würde die deutsche Behörde nur den Zeitraum nachversichern, in dem Sie für die deutsche Behörde gearbeitet haben. Die EU hätte die Beiträge für den Zeitraum zu zahlen, in dem Sie bei der EU-Kommission beschäftigt waren.

MfG