Nachzahlung Ausbildungszeit

von
Nick123

Schulzeitraum 5. bis Ende 10. Klasse: 2001 bis 13.06.2007
Geburtsdatum: 23.07.1990

Ich habe einen Antrag gestellt auf Nachzahlung freiwilliger Beiträge für Ausbildungszeiten. Mir wurde der Zeitraum 07/2006 - 06/2007 bewilligt.

Der Monat 07/2007 wurde abgelehnt mit folgender Begründung:

„Da bis Juni 2007 eine Anrechnungszeit wegen Schulausbildung nicht vorliegt, ist für den Monat Juli 2007 keine Übergangszeit zu berücksichtigen“

Wie oben angegeben steht auf meinem Schulzeugnis, das ich die 10. Klasse am 13.06.2007 abgeschlossen habe. Somit war ich im Juni 2007 doch noch in einer Schulausbildung. Müsste der Juni 2007 dann nicht als Anrechnungszeit wegen Schulausbildung berücksichtigt werden ?

Ich habe nun beim Antrag auf Nachzahlung freiwilliger Beiträge für Ausbildungszeiten keine Schulzeugnisse beigelegt. Liegt es evtl. daran, das ich für den Monat Juli 2007 nun nicht nachzahlen kann ?

Lohnt es sich gegen den Bescheid einen Widerspruch einzulegen und das Schulzeugnis aus der 10. Klasse beizulegen aus dem hervorgeht, das ich bis zum 13.06.2007 zur Schule ging ?

von
Nick123

Falls dies zur Beantwortung meiner Frage von Relevenaz sein sollte:

Start Fachschulausbildung: 18.08.2007

von
****

Hallo Nick123
eine Nachzahlung gem. §207 SGB 6 ist nur zulässig für die nicht mehr anrechenbaren Zeiten des Schulbesuchs vom 16 -17 LJ und alle Zeiten die die Höchstanrechnungsdauer von 96 Monaten Schule/Studium ab dem 17.Lj. überschreiten.
Willst Du die Nachzahlung gem. §207 machen, solltest Du zwingend vorab eine vollständige Kontoklärung inclusive aller fehlenden Zeiten (Schule/FS/Beitragszeiten/ggf. KEZ/BÜZ etc.) machen und anschließend eine Rentenauskunft anfordern.
Du kannst nämlich mit einer Nachzahlung gem. §207 deine bestehenden Anwartschaften nicht nur erhöhen sondern auch vermindern, besonders die Höhe deines akt. Erwerbsminderungsrentenanspruchs, weil Du den Gesamtleistungswert positiv oder negativ veränderst, je nachdem in welcher Höhe Du die Nachzahlung leistest.
Zur Beantragung der Kontoklärung und zur späteren Beratung in welcher Höhe eine Beitragszahlung Sinn macht, kannst Du jeweils einen Termin in der nächsten Beratungsstelle der DRV vereinbaren.
Ist das Konto nicht geklärt, kann Dir auch der Berater in der A+B-Stelle keine hilfreichen Tipps geben.
Noch einen schönen 2. Advent

von
W°lfgang

Zitiert von: Nick123
keine Übergangszeit zu berücksichtigen“

Wie oben angegeben steht auf meinem Schulzeugnis, das ich die 10. Klasse am 13.06.2007 abgeschlossen habe. Somit war ich im Juni 2007 doch noch in einer Schulausbildung. Müsste der Juni 2007 dann nicht als Anrechnungszeit wegen Schulausbildung berücksichtigt werden ?

Hallo Nick123,

Übergangszeiten werden hier zwischen _anrechenbaren_ Ausbildungszeiten angerechnet.

Da die vorausgehende Schulausbildung bereits vor dem 17. Lbj./23.07.1990 beendet worden ist/im Juni (somit nicht anrechenbar) ist bis zum Beginn der neuen/ersten anrechenbaren Ausbildungszeit keine Übergangszeit/anzurechnende Übergangszeit, entstanden. Daher auch keine Nachzahlungsmöglichkeit über 16.Lbj./für den Juli ← der sowieso im 17. Lbj. liegt und damit überhaupt nicht nachzahlungsfähig ist.

Gruß
w.

von
Nick123

Zitiert von: ****
Willst Du die Nachzahlung gem. §207 machen, solltest Du zwingend vorab eine vollständige Kontoklärung inclusive aller fehlenden Zeiten (Schule/FS/Beitragszeiten/ggf. KEZ/BÜZ etc.) machen und anschließend eine Rentenauskunft anfordern.

Eine vollständige Kontenklärung habe ich schon gemacht. In meinem Versicherungskonto sind alle Zeiten korrekt erfasst.

Zitiert von: ****
Du kannst nämlich mit einer Nachzahlung gem. §207 deine bestehenden Anwartschaften nicht nur erhöhen sondern auch vermindern, besonders die Höhe deines akt. Erwerbsminderungsrentenanspruchs, weil Du den Gesamtleistungswert positiv oder negativ veränderst, je nachdem in welcher Höhe Du die Nachzahlung leistest.

Mein Gesamtleistungswert wird positiv verändert.

Zitiert von: W°lfgang

Hallo Nick123,

Übergangszeiten werden hier zwischen _anrechenbaren_ Ausbildungszeiten angerechnet.

Da die vorausgehende Schulausbildung bereits vor dem 17. Lbj./23.07.1990 beendet worden ist/im Juni (somit nicht anrechenbar) ist bis zum Beginn der neuen/ersten anrechenbaren Ausbildungszeit keine Übergangszeit/anzurechnende Übergangszeit, entstanden. Daher auch keine Nachzahlungsmöglichkeit über 16.Lbj./für den Juli ← der sowieso im 17. Lbj. liegt und damit überhaupt nicht nachzahlungsfähig ist.

Gruß
w.

hmm schade :(

Dann werde ich auf einen Widerspruch verzichten wenn der Monat 07/2007 wirklich nicht geht.

Vielen Dank für die Auskunft!

von
Raffgier

Der eine Monat hätte Ihnen sicher den späteren Fall in die Grundsicherung erspart oder warum ist Ihnen der so wichtig, wo Sie nicht einmal wissen, wie sich eine Zahlung von freiwilligen Beiträgen auf Ihre spätere Rente ausgewirkt hätten?

Experten-Antwort

Hallo Nick123,

die Übergangszeit zwischen der Beendigung der Schulausbildung und dem Start der Fachschulausbildung ist keine Anrechnungszeit, weil die Schulausbildung noch vor Vollendung des 17. Lebensjahres liegt und deshalb diese Zeit keine als Anrechnungszeit anerkennungsfähige Ausbildung ist.

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