Nachzahlung bei befristeten Renten möglich

von
DRV

Hallo! Ich arbeite bei der Deutschen Rentenversicherung und bearbeite täglich solche Vorgänge. Fakt ist, dass sich auf gar keinen Fall eine niedrigere Rente ergeben kann, da die bisherigen Entgeltpunkte, welche der Rentenberechnung zugrunde gelegt wurden, besitzgeschützt sind. Es ist aber vollkommen falsch, dass sich kaum Erhöhungen ergeben. Besonders bei Zeitrenten (insbesondere EU-Renten), die schon länger gezahlt werden (also z. B. vor 2000), ergeben sich oft Nachzahlungen... und nicht nur geringe. Zwar bleibt der Leistungsfall gleich, aber das Recht hat sich in den Jahren ständig geändert, so dass es in vielen Fällen zu zusätzlichen Zurechnungszeiten (auf keinen Fall zu weniger) kommt, was eine erhebliche Nachzahlung (und das über Jahre) zur Folge haben kann. Es lohnt sich also auf alle Fälle, einen Überprüfungsantrag zu stellen. Und selbst wenn sich nichts ändert, hat man ja nichts verloren, außer die paar Minuten für den formlosen Ü-Antrag. Grüße

von
DRV

Ok, ich muss noch erwähnen, dass bei Ü-Anträgen die Verjährungsfristen zu beachten sind. D. h. das es bei Stellung des Antrages bis 31.12.2008 max. zu einer Nachzahlung ab 01.01.2004 kommen kann. Ausnahme ist nur, wenn die Neufeststellung in einem Witerzahlungsbescheid mit Fußnote angekündigt wurde. In diesen Fällen rechnet man vier Jahre vom Datum des Weiterzahlungsbescheides zurück.

von
Rentner

Also, Sie raten zu Nachberechnungsantrag. Ok. Auch für befristete Renten 2001 bis 2004/5, welche dann in eine Dauerrente überging?

Ich muß noch mal genau nachfragen, weil bei mir das Problem ist, daß ich zusätzlich eine OEG-Rente bekomme, wo ich den Nachzahlungsbetrag melden muß und die Überzahlung dann ans OEG erstatten muß, weil es ein höheres Einkommen wäre.

DANN lohnt sich doch wirklich der Aufwand für mich nicht?

Oder muß ich bedenken, daß es im Alter ja mal ganz anders sein kann und ich dann besser mit der höhere Rente gefahren wäre?

Fragen über Fragen, auf die ICH keine Antwort finde, zumal die Frist ja abläuft im Dezember.

Experten-Antwort

Hallo Rentner,

leider lässt sich von hier aus nicht ermitteln, ob ein entsprechender Antrag bei Ihnen sinnvoll ist oder nicht. Soweit Sie die Einkommensgrenze für die Opferrente ohnehin schon überschreiten, wird eine höhere Rente natürlich auch zur weiteren Kürzung der Opferrente führen. Im Zweifel sollten Sie sich individuell in einer Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers und der die Opferrente zahlenden Stelle beraten lassen.