Nachzahlung EMR

von
Rica

Hallo @ all,

ich erhalte volle EMR seit 9/2012.
Die erste reguläre Rentenzahlung erfolgte Ende 2/2013.
Die vorläufige Einbehaltung der Nachzahlung wurde angekündigt und mit Verrechnung eventueller externer Ansprüche begründet.
Eine Überschneidung mit KG gibt es tatsächlich für Sept 2012, also 1 Monat - das sollte doch mittlerweile berechnet und abgegolten sein??

Wie lange dauert so eine Berechnung externer Ansprüche?
Wann kommt es erfahrungsgemäß zur Auszahlung der zunächst einbehaltenen Nachzahlung? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass 7 Monate Bearbeitungszeit noch normal sind.
5 Monate völlig ohne Rentenzahlung oder KG (Okt-Febr.) kann doch gar nicht jeder (z.B. Alleinverdiener) kompensieren?
Dies noch über Weihnachten......

Eigentlich müssten doch nach 6 Monaten schon Zinsen anfallen??

Herzliche Grüße

von
oder so

Wann wurde denn der Bescheid erstellt? (verflixt, jetzt habe ich schon wieder verlangt, dass man in seine Unterlagen schauen soll - 'tschuldigung!) Der Beginn der Rente wurde auf 01.09.12 festgestellt; wenn die lfd. Zahlung vom RentenService Ende 02/13 erstmals floss, dann wird der Bescheid wohl Ende Dez./Anf. Jan. ergangen sein. Die Abrechnung mit der KV dürfte erledigt sein - aber: woher hatten Sie Einkommen zwischen Ende September und dem Beginn der Rente? (Arbeitsagentur, Jobcenter, Sozialamt? Auch diese Stellen haben einen Verrechnungs- bzw. Erstattungsanspruch!) Wenn Sie tatsächlich aus eigenen Mitteln überbrückt haben, dann sollten Ihre Sachbearbeitung bei der DRV anrufen und nach der verbleibenden Nachzahlung fragen - die Rufnummer steht auf Ihrem Bescheid (nochmals Entschuldigung, aber dort kann man sie eben nachlesen...!)

von
Raabe

Genau . Sie müssen doch in der Zwischenzeit irgendwelches Einkommen bzw. irgendeine Leistung erhalten haben. Oder haben Sie seit Oktober bis zur 1. Rentenzahlung Ende Februar von Luft und Liebe gelebt ? Da stimmt doch was nicht.

von
oder so

Zitiert von: Raabe

Genau . Sie müssen doch in der Zwischenzeit irgendwelches Einkommen bzw. irgendeine Leistung erhalten haben. Oder haben Sie seit Oktober bis zur 1. Rentenzahlung Ende Februar von Luft und Liebe gelebt ? Da stimmt doch was nicht.

;-) Vorsicht: Sie setzen sich folgendem Verdacht aus: 'Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen sich in diesem Forum in einem dermaßen herablassenden, belehrenden Ton äußern müssen.
Aber - gerne trage ich dazu bei, wenn damit das Ego gestreichelt und die Profiliersucht befriedigt wird' Also - immer schön sachlich und zuvorkommend bleiben...! :-D

von
Acker

Zitiert von: oder so

Zitiert von: Raabe

Genau . Sie müssen doch in der Zwischenzeit irgendwelches Einkommen bzw. irgendeine Leistung erhalten haben. Oder haben Sie seit Oktober bis zur 1. Rentenzahlung Ende Februar von Luft und Liebe gelebt ? Da stimmt doch was nicht.

;-) Vorsicht: Sie setzen sich folgendem Verdacht aus: 'Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen sich in diesem Forum in einem dermaßen herablassenden, belehrenden Ton äußern müssen.
Aber - gerne trage ich dazu bei, wenn damit das Ego gestreichelt und die Profiliersucht befriedigt wird' Also - immer schön sachlich und zuvorkommend bleiben...! :-D


Sie machen der " beleidigten Leberwurst " alle Ehre.

von
ilka

Es ist ja möglich, dass eine Frau verheiratet ist und in der Zwischenzeit vom Einkommen des Mannes mitlebt, bevor die Rente gezahlt wird.
Natürlich freut man sich dann auch auf eine Rentennachzahlung und möchte nicht über Gebür lange darauf warten. ;-)
"Eigentlich müssten doch nach 6 Monaten schon Zinsen anfallen??"
Soweit ich weiß, gibt es erst ab dem 7. Monat Zinsen.

von
Samir

Zitiert von: ilka

Es ist ja möglich, dass eine Frau verheiratet ist und in der Zwischenzeit vom Einkommen des Mannes mitlebt, bevor die Rente gezahlt wird.
Natürlich freut man sich dann auch auf eine Rentennachzahlung und möchte nicht über Gebür lange darauf warten. ;-)
"Eigentlich müssten doch nach 6 Monaten schon Zinsen anfallen??"
Soweit ich weiß, gibt es erst ab dem 7. Monat Zinsen.

Rica ist doch Alleinverdiener . Nix mit Ehemann.

" Monate völlig ohne Rentenzahlung oder KG (Okt-Febr.) kann doch gar nicht jeder (z.B. Alleinverdiener) kompensieren?"

von
Sisal

Doch geht alles, bei mir KK (privat) zum 7/12 Zahlung eingestellt...AA zahlt auch nicht da in 4/12 bereits Rentenantrag gestellt wurde, Rentenbescheid in 8/12 zu 4/12 bekommen, erste Zahlung Rente zu Ende 10/12, also von 7/12 bis Ende 10/12 kein Geld!!! 4 Monate ohne Geld, Sparbuch geplündert...na ja gab ja eh nur 0,15% Zinsen, in 11/12 aber Nachzahlung DRV von 04/12-09/12 abzüglich KK-Forderung von 4/12 - 6/12 bekommen.

Ohne Sparbuch wäre wohl ein Weg zum Sozialamt fällig gewesen!!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Rica,

wenn sich die Abrechnung von Erstattungsansprüchen über einen so langen Zeitraum hinzieht, dann liegt es in der Regel nicht am Rentenversicherungsträger sondern meist am Leistungsträger der seinen Erstattungsanspruch noch nicht beziffert hat. Fragen Sie daher beim Rentenversicherungsträger nach, ob und warum noch nicht abgerechnet worden ist. Meist hilft dann ein persönliches Nachfragen des Versicherten beim erstattungsberechtigten Leistungsträger, warum er seinen Erstattungsanspruch noch nicht beziffert hat, um das Verfahren zu beschleunigen. Die eventuelle Verzinsung ergibt sich aus § 44 SGB I. Selbst bei frühzeitiger Antragstellung würde sich eine Verzinsung zur Zeit noch nicht ergeben.

von
Rica

Danke!

Mein Unterhalt wurde in der Zeit vom Gehalt des Gatten gewährleistet, für die Übergangszeit beantragte er Familienversicherung für mich.
Über die Feststellung der Erwerbsminderung wurde ich 8/2012 informiert und zum Beantragen der EMR aufgefordert.
Der Bescheid erging dann Anfang 12/2012 rückwirkend ab 9/2012..

Sehr geehrter Experte:
ab wann würde dann die Verzinsung beginnen?

Gruß Rica

von
mare

Zitiert von: Rica

ab wann würde dann die Verzinsung beginnen?

Gruß Rica

... Verzinst wird frühestens sechs Monate nach der Antragstellung.

Bsp: Antrag am 18.08.12, 6-Monats-Frist 09/12 bis 02/13, Verzinsungsbeginn 03/13

von
Rica

Herzlichen Dank!!

Also wird der 1.Fälligkeitsmonat (9/2012) nicht mit berücksichtigt und der Zinsanspruch beginnt somit erst im April.
Taggenaue Berechnung gibt es also nicht in dem Fall.
Vermutlich fällt der Monat in dem die Nachzahlung erfolgt dann auch aus der Zinsberechnung raus.
Da gehe ich mal davon aus, dass ein "DRV-Sparfuchs" meine Nachzahlung bis Ende April aus Berechnung konserviert hat.

Hoffentlich macht die DRV das wirklich nur mit Anspruchberechtigten die 5 Monate ohne Einkommen überbrücken können.

mfG

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Rica,

Die Verzinsung richtet sich nach der Fälligkeit der Leistung sowie dem Eingang des vollständigen Leistungsantrages beim zuständigen Leistungsträger. In Ihrem Fall wird es vermutlich darauf ankommen, wann der vollständige Leistungsantrag bei Ihrem Rentenversicherungsträger eingegangen ist und ob bereits 6 Monate seit Eingang dieses vollständigen Leistungsantrages abgelaufen sind.
Da wir hierzu keine Angaben machen können, sollten Sie sich direkt an Ihren Träger wenden und dort nachfragen, ob eventuell eine Verzinsung in Betracht kommen könnte. Normalerweise wird in der Sachbearbeitung aber automatisch geprüft, ob eine Verzinsung vorzunehmen ist.
Zu beachten ist auch, dass die Verzinsung mit Ablauf des Kalendermonats endet, der dem Monat der Auszahlung der Geldleistung vorausgeht.
Da sie im August aufgefordert worden sind ihre EM-Rente zu beantragen, kann der vollständige Leistungsantrag auch frühestens im Monat August vorgelegen haben. Entscheidend ist somit, ob und wann die Abrechnung des Erstattungsanspruchs erfolgt. Sollte diese noch im Monat März erfolgt sein, dann kann auf jeden Fall noch kein Verzinsungsanspruch bestehen. Andernfalls hängt es entscheidend vom Eingang des vollständigen Leistungsantrages ab.
Es sei abschließend allerdings noch angemerkt, dass insbesondere, wenn Erstattungsberechtigte Stellen dem Grunde nach vorhanden sind, tatsächliche aber kein Erstattungsbetrag zu beziffern ist, da im fraglichen Nachzahlungszeitraum gar keine Zahlungen mehr vorgenommen wurden, diese für die Beantwortung der Anfrage des Rentenversicherungsträgers oft lange Zeit benötigen. Erst nach Vorliegen der Rückantwort kann der Nachzahlungsbetrag aber abgerechnet und ggfs. an den Versicherten ausgezahlt werden.

von
Rica

Herzlichen Dank. Dann warte ich einfach noch ab.

Warum sind hier im Forum die DRV´ler so zuvorkommend und die mit denen man real zu tun hat so, dass man jeden Kontakt nur noch vermeiden mag?

Von der SB die mich betreute erhielt ich nur patzige Antworten und selbst Einschreibebriefe mit Aufforderung zu einer Eingangsbestätigung werden gänzlich ignoriert. Nicht einmal die Eingangsbestätigung kommt zurück.

von
ergo sum

Den Langmut von Rica sollte man haben. Wenn hier nicht oder patzig geantwortet wird, dürfte eine Dienstaufsichtsbeschwerde vielleicht weiterhelfen...
Und zur Abrechnung von Erstattungsansprüchen ist zu sagen, dass der für die Leistung zuständige Sozialleistungsträger gegenüber der Leistungsberechtigten verpflchtet ist, die Sozialleistung zügig zu erbringen (§ 17 SGB I). Nicht die Leistungsberechtigte hat also die Pflicht, bei den in Frage kommenden erstattungsberechtigten Leistungsträgern für eine Erledigung zu sorgen, sondern der RV-Träger. Klappt das nicht in angemessener Zeit, sollte beim Leistungsträger über Vorschussleistungen nach § 42 SGB I nachgedacht werden. Wenn dazu auch kein Anlass gesehen wird, kommt nach so langer Zeit des vergeblichen Wartens trotz mehrfacher Mahnungen nichts von der bewilligten Leistung an, kann diese im Übrigen mit der Leistungsklage beim zuständigen Sozialgericht eingeklagt werden. Dazu muss zwar dargelegt werden, dass man keine Leistungen eines anderen Sozialleistungsträgers erhalten hat. Das dürfte hier allerdings nicht das Problem sein. Das geht vielleicht am Besten durch einen Rechtsanwalt.

von
Rica

Mit Langmut hat das nichts zu tun.

Im Gegenteil, ich möchte einfach mit dem ganzen Verein
(Ausnahme die freundlichen Experten hier)
so wenig wie möglich zu tun haben.
Die Zeit nach der Erkrankung war/ist mit Abstand das Schrecklichste was ich/wir durchleben mußten/müssen.
Und dies nicht wegen der Erkrankung an sich, sondern wegen dem DRV/KK -Stress.
Das, was da über uns kam, hätten wir in einem Rechtsstaat nie für möglich gehalten.

Deswegen möchte ich lieber abwarten....
(Anwalt hieße ja auch wieder Aufregung)
Blos keinen Stress und keine Willkür mehr von dieser Seite aushalten müssen!!

Es reicht völlig wenn ich beim Verlängerungsantrag wieder "an die Front" muss.........
wenn ich da dann zwangsläufig wieder mit denen zu tun habe, werde ich die Nachzahlung mit ansprechen.
(falls sie bis dann nicht erfolgte)
Zum Glück kommen wir finanziell hin und können uns den "Langmut" leisten.