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Nachzahlung Rente Erstattung Krankenkasse

von
Hermann-Josef

Hallo!

Ich bekomme rückwirkend eine volle EM-Rente. Der Nachzahlungsbetrag wurde einbehalten. Kann ich nachvollziehen.

Die Rentenversicherung hat mir mitgeteilt, dass die Krankenkasse einen Erstattungsbetrag geltend macht. Der Betrag liegt deutlich über dem ausgezahlten Krankengeld.

Das kann ich nicht nachvollziehen.

Die Krankenkasse hat mir das Krankengeld netto ausgezahlt und die Sozialversicherung für mich an die Träger abgeführt. Nun tritt rückwirkend die Rente ein, es wurden hierfür Sozialversicherungsbeiträge ermittelt.

Ich vermute, dass die Krankenkasse sich das Brutto-Krankengeld von &#34;meiner&#34; Netto-Rente erstatten läßt. D.h. Krankenkasse hat an Träger gezahlt, holt sich das von mir zurück und meine Beiträge bleiben dadurch trotz Wegfall des Krankengeldes bei den Trägern. Richtiger wäre es dann doch, dass die Krankenkasse sich das Neto-Krankengeld aus der Netto-Rente erstatten lässt und über Rückabwicklung sich die Beiträge, die sie abgeführt hat, direkt von den Trägern wiederholt.

Ich finde leider über die Suche im Internet nicht viel über die Vorschriften im Erstattungsfall. Und ich traue wegen vieler Fehler, die sich in der letzten Zeit gezeigt haben, meiner Krankenkasse nicht mehr.

Viele Grüsse aus dem Norden

von
Auskenner

Ihre Vermutung ist völlig richtig.

Erstmal holt sich die Krankenkasse das in dem Zeitraum an Sie gezahlte BRUTTO-Krankengeld aus der Rentennachzahlung zurück.

Brutto Betrag deshalb, da die Kasse ja auch für Sie daraus Beiträge zur Arbeitslosenversicherung , Rentenversicherung sowie der Pflegeversicherung entrichtet hat.

Wenn dann zwischen Rentenversicherung und Krankenkasse die Erstattung/Verrechnung erledigt ist , bekommen Sie seitens der Krankenkasse dann noch i h r e eigens aus dem Krankengeld gezahlten Beiträge für o.g. Sozialversicherungen erstattet !

Das kann allerdings ein paar Wochen dauern.

von
Hermann-Josef

Hallo, vielen Dank für die Antwort.

Sozialversicherung wurde abgeführt vom Krankengeld: Arbeitlosenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung.

Pflegeversicherung wäre das einfachste, weil sie auch bei der Rente fällig ist. Arbeitslosenversicherung vermute ich wäre auch erstattungsfähig.

Bei den Beiträgen für die Rentenversicherung bin ich nicht sicher, weil ich irgendwann einmal gelesen habe, dass die Beiträge, auch wenn sie nach Eintritt der Erwerbsminderung gezahlt wurden, bei der REntenversicherung bleiben, weil sie rentensteigernd sein könnten. Diese von der Krankenkasse entrichteten Beiträge finde ich im Versicherungsverlauf nirgendwo, weder Zeiten noch Werte. Alles ab Eintritt der Arbeitsunfähigkeit=Erwerbsminderung wird als beitragsgemindert oder Zurechnungszeit oder so &#34;unter den Tisch gekehrt&#34;. Dannach wäre der Rentenversicherungsbeitrag auch zu erstatten, aber diese eine Fundstelle geht mir nicht aus dem Sinn. Finde sie leider nicht mehr.

Viele Grüsse

von
Auskenner

Ja, es werden nur die Beiträge zur Arbeitslosen - und Pflegeversicherung erstattet.

Die Rentenversicherungsbeiträge leider nicht.

Persönlich habe ich 2-3 Monate nach dem EM-Rentenbescheid dann noch einen ausführlichen, endgültigen und mit komplettem Versicherungsverlauf neuen EM-Rentenbescheid erhalten.

Dort wurden dann auch die Zeiten des Krankengeldbezuges absolut korrekt und exakt mit aufgeführt .

von
...

Ich glaube, Sie haben da bezüglich der Rentenberechnung einiges nicht richtig verstanden. Ich denke, es würde Sinn machen, wenn Sie sich diesbezüglich unter Vorlage Ihres Rentenbescheides bei einer Beratungsstelle der Rt. RV mal persönlich beraten lassen.

von
Hermann-Josef

Hallo, es wäre hilfreich, wenn Sie Namenlose(r) anstatt Andeutungen ohne Aussagekraft Stichpunkte nennen würden, mit denen ich mich dann auseinander setzen kann. Vielen Dank!

von
Peter Polz

Ich denke ... meint diese Aussage von Ihnen.
"wird als beitragsgemindert oder Zurechnungszeit oder so "unter den Tisch gekehrt". Dannach wäre der Rentenversicherungsbeitrag auch zu erstatten, aber diese eine Fundstelle geht mir nicht aus dem Sinn. Finde sie leider nicht mehr."

Die beweist das sie hinichtlich der Rentenberechnung überhaupt gar nicht verstehen.Es wird weder etwas unter den Tisch gekehrt noch sonst gehen Zeiten verloren.Eine ausführliche Beratung wäre DRINGEND vonnöten.

von
Hermann-Josef

Hallo, vielleicht sollte man Beratung eher als sprachliche Umerziehung bezeichnen?

Zurück zum Thema: ich denke schon, dass ich das, was im Rentenbescheid erscheint zu deuten weiss. Ich formuliere den Terminus &#34;unter den Tisch fallen um&#34;: es passiert nicht selten, dass nach dem Leistungsfall erzielte Entgelte bei der späteren Altersrente z.B. nicht berücksichtigt werden. Eine nachträglich bewilligte Erwerbsminderungsrente führt nicht automatisch zu einer Versicherungsfreiheit bzw. dem Wegfall der Versicherungspflicht für bereits geleistete Beiträge. Dies gilt dann, wenn aufgrund der Beiträge Leistungen erbracht wurden. So... und nun das aufzuzäumende Pferd: bleiben die Rentenversicherungsbeiträge auf dem Konto stehen, sprich werden sie nicht wie Arbeitslosen- und Pflegeversicherung von den Krankenkassen erstattet, müssen sie einfach irgendwo auftauchen. Wann und wo?

Mit freundlichen Grüssen!

PS für ein Guten Tag und Guten Weg sollte Zeit sein..

von
Hermann-Josef

Hallo!

Eine Fundstelle:

Quelle rentenberatung.de

&#34;Keine Erstattung der für Krankengeldbezug gezahlten Rentenversicherungsbeiträge

Beiträge während eines Krankengeldbezuges, die vor dem Leistungsfall einer Rente wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit liegen, können nicht erstattet werden, auch wenn sich diese Beiträge in diesem Fall nicht auf die Rentenhöhe auswirken. Bei einer späteren Altersrente werden sie jedoch bei der Rentenberechnung berücksichtigt.&#34;

Der Teilsatz &#34;vor dem Leistungsfall&#34; ist für mich der Knackpunkt. Das ist nachvollziehbar, vorher ist man versicherungspflichtig. Wie ist die Grundlage &#34;nach dem Leistungsfall&#34;, sprich der Zeit, für die sich eine Krankenkasse das Krankengeld erstatten lassen kann.

Mit freundlichem Gruss

von
Peter Polz

Eine nachträglich bewilligte Erwerbsminderungsrente führt nicht automatisch zu einer Versicherungsfreiheit bzw. dem Wegfall der Versicherungspflicht für bereits geleistete Beiträge.

Eine nachträglich bewiligte EM Rente führt NIEMALS zu Versicherungsfreiheit.Es werden bei der Erwerbsminderungsrente lediglich die rentenrechtlichen Zeiten bis zum Eintritt des Leistungsfalls bewertet.Die danach folgenden Zeiten wirken sich ggfs rentensteigernd bei einer späteren Altersrente aus.Sie können nach dem Erahlt Ihres Rentenbescheides einen neuen Versicherugnsverlauf anforndern, dort werden sie die Pflichtbeiträge nach Leistungsfall erkennen. Wenn sie dann mal eine Altersrente erhalten, können die den Versicherungsverlauf den sie dann erhalten mit dem Verlauf den sie nach der EM Rente bekommen haben vergelciehn und haben so direkt die Möglichkeit zu erkennen, ob Zeiten fehlen ( wie in den Medien ja so lustig verallgemeinert worden ist, alles ist falsch, 100000000 Milliarden Rentner erhalten die falsche Rente, schon zum kaputtlachen :-))

Wie gesagt, eine ausführliche Rentenberatung vor Ort, mit den Experten der dt. RV wäre sicher in Ihrem Fall das Beste.

von
Hermann-Josef

Ein Grussformel erspare ich uns.

Wenn SIE richtig lesen würden, würden sehen, dass SIE das, was ich gesagt habe, paraphrasiert haben. Ein Unterschied besteht: ich habe zu keiner Zeit wegen irgendwelcher falschen Rentenbescheide so gewettert, wie SIE gerade losgelegt haben. Wenn SIE richtig gelesen hätten, dann hätten SIE erkannt, dass ich einige schlechte Erfahrungen mit der Krankenkasse hatte. Um es für SIE eimmal zu verdeutlichen: anstatt &#8364;4.000 wurden nur &#8364;400 bescheinigt und die Korrektur dauerte eine halbe Ewigkeit. In einem Zeitraum wurde mehrfach bescheinigt und wieder storniert mit dem Ergebnis, dass rund &#8364;10.000 im Verlauf fehlten- das alles waren FEHLER der KRANKENKASSE, nicht der DRV, die kann nur das in den Verlauf nehmen, was bescheinigt wird.

Ohne Gruss!

von
Hermann-Josef

Hallo!

Danke für die Antwort. Das deckt sich in etwa mit dem, was ich ohne Hilfe von Herrn Polz durch Stichworte von Ihnen herausgefunden habe.

Es gibt sowieso noch einige Korrekturen, die die Krankenkasse zu vertreten hat, und ich denke, nachdem alle Belege beim Rentenversicherungsträger eingegangen sind, kommt die Korrektur des Verlaufes. Mal sehen. Mir ging es vorrangig darum, dass nicht wieder lange Zeit etwas bei der Krankenkasse herumdümpelt und von einer Ecke in die andere geschoben wird (Reorganisationen...). Und außerdem geht es mir vorrangig darum, mir eine Grundlage zu erarbeiten, mit deren Hilfe ich mir Ansprechpartner suchen kann.

Viele Grüsse!!!!

von
Peter Polz

Wehrter Hermann Josef,

ganz ruhig. Erst einmal tief durchatmen. Hier wettert niemand ( naja gut, ausser Ihnen natürlich. ) ICh habe lediglich versucht Ihnen zu erklären, wie sie sicher sein können, das Ihnen keine Zeiten verloren gehen.Mit dem Abgleich der beiden Versicherungsverläufe.

Ob sie mit Krankenkassen schlechte Erfahrungen gemacht haben, ist völlig unrelevant.
OBwohl ich es nachvollziehen kann, so wie sie sich hier aufführen.

Den Rat eine Beratungsstelle aufzusuchen ziehe ich umgehend zurück. Ich möchte den Kollegen auf jeden Fall ersparen sich die Nerven kaputt zu machen mit solch einem RUMSCHREIER wie sie es sind.Die Beratungsstellen sind zum Helfen und Erläutern da, für Menschen die Hilfe benötigen. Nicht für Schreihälse, an denen jegliche Erklärungsversuche vorbeigehen, da sie glauben alles zu wissen u alles zu verstehen.

Jeder kennt ja solche Leute und meidet sie wenn möglich.

Entschuldigen sie die eindeutigen Formulierungen, aber Ihr Beitrag war dermassen daneben, das dies vonnöten war.

MIT FREUNDLICHEN GRÜSSEN
SCHÖNE GÜSSE
ALLES GUTE
EINEN SCHÖNEN TAG
GREETINGS
HAVE A NICE DAY
WISH U ALL THE BEST

Experten-Antwort

Die Versicherungspflicht besteht bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die Mitteilung des Rentenversicherungsträgers über die Rentenbewilligung beim jeweiligen Träger eingeht. Durch die Erstattung der Entgeltersatzleistung nach § 103 SGB X wird die Rentenversicherungspflicht nicht berührt. Diese Rechtsauffassung wurde auch durch die BSG-Rechtsprechung bestätigt. Die (rückwirkende) Leistung einer Rente wegen Erwerbsminderung hat rückwirkend keinen Einfluss auf die entstandene Versicherungsppflicht nach § 3 S.1 SGB VI. Diese nach dem Leistungsfall zurückgelegten Beitragszeiten werden bei einem späteren Leistungsfall (z.B. der Altersrente) berücksichtigt.

von
Kindergarten

Was für ein Kindergarten !!!!!!!!

von
dg

Sie tun den Kindergartenkindern Unrecht!

Die Kinder streiten sich auch mal. Aber der Ärger ist spätestens eine halbe Stunde später schon so weit weg, dass sie wieder in Frieden miteinander spielen können.

Wie würde das wohl aussehen, wenn Sie die hiesigen Kampfhähne heute mal zusammentreffen lassen würden?