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Nachzahlung von freiwilligen Beiträgen für Ausbildungszeiten bei rückwirkend eingetretenem Versicherungsfall

von
Rob77

Liebes Forum,

Es geht um einen rückwirkend eingetretenen Versicherungsfall für Erwerbsminderungsrente, welcher aufgrund einer nicht erfolgreichen medizinischen Rehabilitation nach §116(2) SGB VI eingetreten ist. Der Rehaantrag wird daher als Antrag auf EM Rente gewertet. Der Rentenantrag selbst in Papierform wurde noch nicht gestellt, was aber im Lauf der nächsten Zeit geschehen wird.
Wie mir nun nach eingehender Beschäftigung mit der Thematik aufgefallen ist, wäre es sehr vorteilhaft meine Ausbildungszeit nach vollendetem Hochschuldiplom 2004 bis zum Semesterende und darüber hinaus für weitere 5 Monate nach §207 nachträglich anerkennen zu lassen durch Nachversicherung. Meine Frage ist daher - ist so etwas in meinem Fall überhaupt noch möglich? Falls ja, wie viel muss man für die reine Anerkennung als Ausbildungszeit einzahlen? Es mir ja nicht darum Punkte zu sammeln, was ohnehin nicht möglich wäre.

Vielen Dank für jede Info

Rob77

von
****

Hallo Rob77,

vielleicht sollten sie sich nochmal in die Thematik vertiefen und den § 207 genau lesen und sich dann auch noch den § 75 SGB 6 zu Gemüte führen.

Gem. § 207 dürfen sie für die nicht mehr anrechenbaren Schul und Studienzeiten vom 16- 17 Lj. und die Schul und Studienzeiten die die Höchstanrechnungsdauer von 8 Jahren überschreiten bis zur Vollendung des 45 Lj. freiwillige Beiträge nachzahlen.

Gem. § 75 SGB 6 werden aber Entgeltpunkte für freiwillige Beiträge nur ermittelt, wenn sie vor Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit oder am Tag des Eintritts der Minderung der Erwerbsfähigkeit gezahlt worden sind. Endzeitpunkt ist dann der Monat des Eintritts der Minderung der Erwerbsfähigkeit.

Da bei ihnen der Versicherungsfall schon eingetreten ist (§ 116.2) würden die gem. § 207 nachgezahlten freiwilligen Beiträge erst bei einer späteren Rente (erneute EM oder Altersrente) berücksichtigt werden

von
W*lfgang

Zitiert von: Rob77
Wie mir nun nach eingehender Beschäftigung mit der Thematik aufgefallen ist, wäre es sehr vorteilhaft
Rob77,

ist wie mit einer Haftpflichtversicherung - die Bude wurde wegstürmt/aber ich hatte doch schon Kontakt mit dem Versicherungsvertreter/mit dem Gedanken gespielt - und ohne Unterschrift/rechtswirksame Willenserklärung _vor_ dem Schadensfall geht da gar nicht.

**** hat Ihnen schon die zutreffenden Bestimmungen genannt. Sie dürfen noch einzahlen, aber rentenrechtliche Auswirkungen erst beim nächsten Versicherungsfall. Vielleicht lässt sich steuerrechtlich noch ein Vorteil ableiten, was hier sicher keiner beurteilen kann.

Gruß
w.