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Experten-Antwort

Nahtlosigkeitsgeld läuft aus, Entscheidung EM-Rente noch immer offen

von Claudi22.02.2013 | 12:28
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14 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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ich bin 35 Jahre alt und bin bis 2011 im Lohnbüro beschäftigt gewesen. Bin dann wegen Krankheit entlassen worden. Zusätzlich befinde ich mich seit 2 Jahren in mehreren Stationären psychoterapeutischen Einrichtungen aufgrund einer PTBS, mittelgradigen Depressiven Episonden und chronischen Schmerzen. Auch wiederholte Reha Maßnahmen konnten mich bislang leider nicht wieder arbeitsfähig machen. Durch die KK wurde ich letztes Jahr ausgesteuert und beziehe Nahtlosigkeitsgeld duch das AA weil der Gutachter mich für nicht arbeitsfähig hält. Ich habe nun mehrere Gutachten (mediz. Dienst, AA, Reha-Einrichtugen, Kliniken und auch von der DRV-Gutachten) die besagen ich kann in meinen alten Job nicht wieder tätig sein. Für den allgem. Arbeitsmarkt (leichte Tätigkeiten, ohne psych. Belatstungen und Publikumsverkehr etc.) werde ich als 3- unter 6 Std. eingestuft. Nun zu meiner Frage. Mein Rentenantrag läuft schon seit knapp 1 Jahr, keinen Bescheid bisher. Gutachten wurde vor 3 Monaten druch die Rente gemacht und liegt dort auch schon lange vor. Nahtlosigkeitsgeld läuft in 4 Monaten auch aus und ich weiss nicht was ich jetzt machen soll. Am Telefon werde ich von der DRV nur vertröstet. Ich bin nach wie vor nicht in der Lage mich selber zu ernähren und weiss nicht weiter. Hat jemand einen Tipp? Als nächstes kommt dann ja wohl Hartz 4 und davor habe ich große Angst. Mein ALG I wird jetzt ja munter für die Nahtlosigkeit verbraucht oder? Danke für jeden Hinweis von Euch, ich bin echt verzweifelt und habe große Angst.

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Claudi,

Die Rentenversicherungsträger sind bemüht, über Rentenanträge möglichst zeitnah zu entscheiden. Leider ist dies nicht immer möglich. Gerade in Erwerbsminderungsrentenverfahren ist es bisweilen notwendig, mehrere ärztliche Gutachten einzuholen/erstellen zu lassen oder von verschiedenen Spezialisten Untersuchungen durchführen zu lassen. Die Verfahren können dadurch im Einzelfall leider auch mal längere Zeit in Anspruch nehmen.

Dies kann bedauerlicherweise auch dazu führen, dass der bisherige Sozialleistungsbezug zwischenzeitlich wegfällt und der Betroffene gezwungen ist, zur Sicherung seines Lebensunterhalts Arbeitslosengeld II zu beantragen.

Wir empfehlen Ihnen schriftlich, unter Hinweis auf den baldigen Wegfall Ihres Arbeitslosengeldes I, von Ihrem Rentenversicherungsträger den Grund für die lange Bearbeitungsdauer zu erfragen und um schnellstmögliche Entscheidung zu bitten.

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13 Antworten

Klabusteram 22.02.2013 | 14:22
4 Monate noch ALG I sind eine relativ lange Zeit. Bis dahin sollte eine Entscheidung der RV wohl vorliegen, zumal ja auch das Gutachten bei der RV schon seit 3 Monaten vorliegt. Letztlich bleibt nur abwarten und vielleicht immer mal wieder bei der Sachbearbneitung anrufen und freundlich aber bestimmt sich nach dem Sachstand zu erkundigen..
Claudiam 22.02.2013 | 14:40
vielen Dank für die Antworten. Ich werde schriftlich noch einmal anfragen. Vielleicht fehlt da ja auch noch etwas und ich könnte zur Beschleunigung etwas beitragen. Danke!
Klabusteram 22.02.2013 | 17:32
Und falls Sie wirklich " nur " eine teilweise EM-Rente zuerkannt bekommen ( mehr als 3 aber unter 6 Std erwerbsfähig) , steht ihnen aufgrund ihrer Arbeitslosigkeit und der wohl Unvermittelbarkeit in einen Teilzeitarbeitsplatz dann eine volle EM-Rente ( die sog. Arbeitsmarktrente ) zu. Diese Arbeitsmarktrente wird aber zum Teil zusammen mit der Agentur für Arbeit dann erstmal geprüft ( dazu hat die AfA dann bis zu 1 Jahr Zeit ) und dadurch eben nicht sofort zuerkannt. Einige Rentenversciehrungsträger schalten die AfA aber grundsätzlich nicht ein ( oder nur in Einzelfällen bei jungen Menschen z.b. ) und geben dann gleich die Arbeitsmarktrente. Das im Gutachten der DRV eine teilweise EM-Rente empfohlen wird heisst übrigens auch nicht, das diese jetzt dann auch zwangläufig zuerkannt wird. Auch eine Ablehnung ist möglich und/oder gleich eine volle Rente aus rein med. Gründen. Der med. Dienst der RV entscheidet dies frei und anhand aller ärztlicher Unterlagen und nicht nur alleine aufgrund des Gutachtens. Insofern können Sie erst sicher sein wenn Sie den Rnetenmbescheid in Händen halten.
Klabusteram 22.02.2013 | 18:27
Ja darum wäre es ja doch aus finanziellen Erwägungen alleine wichtig die volle Rente zu bekommen. Mit der teilweisen ( also halben ) Rente kommt man ja nun finanziell nicht sehr weit... Aber auch die volle Rente kann - je nach gesammelten Rentenpunkten im Berufsleben plus der Zurechnungszeit bsi zum 60. Lebensjahr - ja auch noch recht niedrig ausfallen. Und einen Teilzeitjob können Sie ja bis 450€ völlig rentenunschädlich ausüben und darüber hinaus im Rahmen ihrer Hinzuverdienstgrenzen dann eben mit entsprechnder Kürzung der EM-Rente. Und je länger Sie aus dem Job sind umso schwieriger wird eine Rückkehr. Das ist leider so. Aber man muss immer auch im Kopf haben, das es vielleicht nie mehr so sein wird das man zumindest einen Vollzeit ausführen kann. Vielleicht auch gar keinen Job mehr... Wunsch ist eine Sache - die gesundheitliche Realität aber oft eine völlig andere. Vielen wird das erst später und im Laufe der Zeit dann esrt klar. Alles Gute für Sie.
Claudiam 22.02.2013 | 18:05
Danke nochmal, dass wäre ja auch nicht wünschenswert. Ich möchte schliesslich wieder in den Job aber ich habe keine Ahnung wie ich mich finanzieren soll und kann. Im Augenblick stehe ich noch voll unter Medikamenten und eine erneute Stationäre Traumatherapie steht auch noch aus. Mir läuft die Zeit einfach davon und dann stehe ich ohne Geld da ohne wieder erwerbsfähig zu sein. Das ist meine große Angst die mich nicht schlafen lässt. Aber ich muss wohl weiter abwarten was passiert und mit der Unsicherheit leben wie viele andere Betroffene Menschen leider auch.
Claudiam 22.02.2013 | 20:40
das stimmt natürlich vollkommen und ich musste auch schmerzhaft erkennen das es nicht zurück geht in mein "altes Leben". Das aktzeptieren der Schmerzen und der Krankheit ist mal leichter und mal schwerer. An machen Tagen möchte ich einfach nur nicht mehr wach werden und dann gibt es Tage da hoffe ich wieder. Geduld ist nicht meine Stärke und ich habe mich damit abgefunden das ich nicht mehr so belastbar bin. Aber ich würde unheimlich gerne meinem Leben wieder einen Sinn geben und etwas für die Gesellschaft tun. Ich denke das können die meisten doch verstehen. Diese Angst sich selber nicht mehr unabhängig Ernähren zu können ist einfach schrecklich für mich. Natürlich haben Sie Recht und ich muss meine Grenzen finden. Im Augenblick mache ich immer einen Schritt nach vorne und 2 zurück. Zumindest habe ich das Gefühl. Danke für die tollen Antworten!
Claudiam 22.02.2013 | 20:40
das stimmt natürlich vollkommen und ich musste auch schmerzhaft erkennen das es nicht zurück geht in mein "altes Leben". Das aktzeptieren der Schmerzen und der Krankheit ist mal leichter und mal schwerer. An machen Tagen möchte ich einfach nur nicht mehr wach werden und dann gibt es Tage da hoffe ich wieder. Geduld ist nicht meine Stärke und ich habe mich damit abgefunden das ich nicht mehr so belastbar bin. Aber ich würde unheimlich gerne meinem Leben wieder einen Sinn geben und etwas für die Gesellschaft tun. Ich denke das können die meisten doch verstehen. Diese Angst sich selber nicht mehr unabhängig Ernähren zu können ist einfach schrecklich für mich. Natürlich haben Sie Recht und ich muss meine Grenzen finden. Im Augenblick mache ich immer einen Schritt nach vorne und 2 zurück. Zumindest habe ich das Gefühl. Danke für die tollen Antworten!
Klabusteram 22.02.2013 | 19:49
Mir ist am Anfang meiner Erkrankung nicht mal ansatzweise auch nur der kleinste Gedanke gekommen, das ich womöglich nie mehr arbeiten könnte und EM-Rente erhalten würde. Habe die Erkrankung nur als kurze Auszeit angesehen und dann sollte es schnell wieder voll weitergehen. Im Laufe der Zeit und so gaaanz langsam kam dann nach einem grandios gescheitertem Wiedereingliederungsversuch - und dadurch weiterem gesundheitlichen Schaden - dann mal die Erkennntis das dies ein hoffnungsloses Unterfangen wird. Und auch gesundheitlich überhaupt nicht sinnvoll ist wieder da weiterzumachen wo man - krank - aufgehört hat. Letztlich hat alles eben auch einen Sinn. Irgendwann merkt man das dann auch mal. Bei einem dauert es länger zu dieser Erkenntnis zu kommen und bei anderen gehts es schneller. Aber viele packens ja auch und gehen wieder ihrer geregelten Arbeit nach.
Claudiam 23.02.2013 | 15:47
Hallo, ich habe heute Post bekommen und eine Bescheinigung /Erklärung zum Antrag auf Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit war dabei. Um die Hinzuverdienstregelungen prüfen zu können. Da muss mein alter Arbeitgeber noch Angaben machen. Mein Arbeitsverhältnis ist aber schon über 1 Jahr beendet. Was bedeutet das jetzt für mich? Ich hoffe mein alter Arbeitgeber macht das noch. Was mache ich wenn das nicht mehr klappt? Kennt jemand diesen Bogen und kann mir mehr darüber sagen? Danke im Voraus.
Klabusteram 23.02.2013 | 19:47
Glückwunsch. Sie bekommen dann ihre Rente : https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=326&tx_typo3forum_… https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=326&tx_typo3forum_… Und der alte AG ist verpflichtet das Formular auszufüllen. Sonst bekommt er Ärger mit der Rentenversicherung.
Claudiam 23.02.2013 | 20:23
Dann bin ich ja beruhigt, weil mein Arbeitsverhältnis ist ja schon länger her ist... aber wenn Sie verpflichtet sind dann klappt das ja. Dann schicke ich das Formular dorhin und warte ab. Nun kann ich auch schlafen. Ich bin so unsicher weil ich mich damit gar nicht auskenne, vielen Dank für die hilfreiche Beratung hier im Forum!
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