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"Nahtlosigkeitsregelung" §§ 125 SGB

von
Verleo

Hallo liebes Forum,
habe diese Woche Termin beim Arbeitsamt
und bin mir nicht sicher, wie ich mich
verhalten soll!
Werde durch Arbeitsunfähigkeit im Oktober ausgesteuert. Reha habe ich schon erfolglos beendet, MDK ist auch der Meinung, daß weitere Rehamaßnahmen
nichts bringen und ich bis auf unbestimmte Zeit weiterhin arbeitsun-
fähig bin. Rentenantrag wurde trotz
Widerspruch abgelehnt, Klage läuft beim
Sozialgericht. Ich stehe noch in einem
ungekündigten Arbeitsverhältnis. Dieses
möchte ich auch auf keinen Fall aufge-
ben, da ich mit 51 Jahren und 70% GdB
nirgendwo mehr eine Chance habe.
Muß ich eine Arbeit annehmen, die das AA
mir zuteilt, obwohl ich noch krankge-
schrieben bin, nur um AlG I zu erhalten?
Bin für jeden Rat dankbar.
Liebe Grüße
Verleo

von
Verleo

Hallo,
hab noch was vergessen---!!
Kann ich mich auf die Nahtlosigkeitsre-
gelung nach §§ 125 SGB berufen?

Gruß
Verleo

von
Antonius

Mich hat die Arbeitsagentur damals, bis zur rechtswirksamen Entscheidung über meinen Rentenantrag, in Ruhe gelassen.

von
Unbekannt

Hallo,

was die Arbeitsagentur machen darf oder nicht, kann Ihnen hier niemand sagen.

Die Nahtlosigkeitsregelung ist eigentlich dafür gedacht, dass wenn das Krankengeld endet und der Rentenversicherungsträger noch nicht über den Rentenantrag entschieden hat, erst einmal vorschießt.

Ich würde Ihnen raten, falls Sie bei einer Gewerkschaft oder so sind, sich dort Unterstützung zu zahlen. Auch Sozialverbänder machen sowas. Ein Anruf beim Integrationsamt wäre vielleicht auch eine Hilfe.

von
Micha

Die Nahtlosigkeitsregel ist in diesem Fall eben nicht nahtlos.
Und der Gesetzgeber hat es bis heute versäumt, hier klare Verhältnisse zu schaffen.
Da Sie kein Krankengeld mehr bekommen, müssen Sie sich proforma arbeitslos melden.
Dies, ob wohl Sie theoretisch gar nicht arbeitslos sind, weil der Job noch ungekündigt ist.
Die Arbeitsagenturen wissen um diese Problematik.
Machen Sie aber um Gottes Willenn nicht den Fehler und sagen der Arbeitsagentur, Sie seien zu krank um zu arbeiten.
Weisen Sie darauf hin, dass die Entscheidung über den Rentenantrag noch aussteht (Sozialgericht), Sie jedoch offiziell der Arbeitsagentur für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Natürlich wird man Ihnen keinen Job geben können (und wollen).
Jedoch bekommen Sie Arbeitslosengeld.
Hoffentlich für die Dauer bis zur Entscheidung der Sozialgerichts.

von
Antonius

Anspruch auf ALG_I besteht natürlich LÄNGSTENS bis zum Ende des individuellen Bewilligungszeitraumes ! Danach käme evtl. der Rutsch ins bedürftigkeitsabhängige ALG_II.

MfG

von
Amadé

Offensichtlich kann Ihr Arbeitgeber Ihnen keinen Arbeitsplatz anbieten, der Ihrem momentanen Leistungsvermögen entspricht. Er kann Ihnen aber, ohne Sie zu kündigen, eine Bescheinigung ausstellen, dass er damit einverstanden ist, dass Sie sich bei der Arbeitsagentur zwecks Vermittlung eines Arbeitsplatzes, der Ihrem Leistungsvermögen entspricht, melden dürfen (so genante Verzicht auf die Dispositionsbefugnis seitens Ihres Arbeitgebers).

Mit dieser Bescheinigung, dass Ihr Arbeitgeber auf seine Dispositionsbefugnis verzichtet, können Sie sich dann an die Arbeitsagentur wenden, die Sie dann - trotz des weiterhin bestehenden Arbeitsverhältnisses - nicht zurückweisen dürfte.

von
Antonius

So kompliziert war das bei mir nicht ! Ich brauchte meiner Arbeitsagentur keine solche Arbeitgeberbescheinigung vorzulegen. Die normale Verdienstbescheinigung hat der Behörde völlig gereicht.