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Nahtlosigkeitsregelung

von
Voll niedergeschlagen

Ich suche nun auch einmal Hilfe in diesem Forum. Ich bin mitte 40 und leide seit 15 Jahren durch viele familiäre Schicksalsschläge an Depressionen und Erschöpfungsphasen. Ich bin Mutter von 2 leiblichen geistig behinderten Mädchen, von denen unsere erste im Alter von 2 Jahren zusätzlich an Leukämie erkrankte. Sie verstarb leider nach 4 Jahre langer Chemotherapie. Vor einigen Jahren habe ich aufgrund des schlechten Zustandes meiner Tochter und auch meines eigenen Gemütszustandes und einer sehr schlimmen Depression meinen Beruf im öffentlichen Dienst als Büroangestellte gekündigt. Es war eine Kurzschusshandlung und unüberlegt. Ich habe dann aber gleich nach 1 Jahr wieder Fuß gefasst im öffentlichen Dienst und die ganzen Jahre - trotz meiner Erkrankungen - weiter gearbeitet, bis die Zusammenbrüche vor 2 Jahren in immer kürzeren Abständen kamen. Nach 3 Mutter-Kind- Kuren (2 Mutter-Kind-Kuren und 1 Kinderkrebs-Kur mit Mutter und Vater und Geschwisterkind), einem langen Aufenthalt in einer stationären Akutklinik, einem Aufenthalt in einer Tagesklinik und jetzt aktuell einer 5wöchigen psychosomatisch orientierten Reha (vom Rententräger), habe ich zusammen mit meiner Haus- und meiner Fachärztin den Entschluss gefasst, eine Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen. Der Zustand hat sich nach der Reha nicht gebessert. Ich bin seit 1 Jahr arbeitsunfähig geschrieben und auch aus der Reha als arbeitsunfähig entlassen worden. Im Abschlussbericht steht etwas von einer Wiedereingliederung. So ein Hamburger Modell habe ich schon über 6 Monate hinter mir. Vor der Reha wurde das Hamburger Modell bei mir "probiert". Es ist leider gescheitert, da ich am Ende nicht einmal mehr 2 Stunden am Tag arbeiten konnte. Einen Rentenantrag hat man in der jetzigen Reha aber noch nicht unterstützt oder befürwortet, da ich "noch nicht ganz so lange krank geschrieben bin". Man sagte mir, ich solle erst einmal das Krankengeld ausschöpfen. Beim Sozialverband Deutschland werde ich in meinem Vorhaben für Rente jetzt unterstützt. Termin für die Abgabe meines Rentenantrages ist jetzt in 2 Wochen in der Rentenberatungsstelle vor Ort. Ich möchte das jetzt auf jeden Fall durchziehen. Ich benötige dringend eine längere Auszeit vom Berufsleben. Wovor ich jetzt Bedenken habe, ist die mir angekündigte Beantragung von Nahtlosigkeitszahlungen, wenn in nächster Zeit der Anspruch auf Krankengeld ausläuft. Was passiert mit meinem Arbeitsvertrag (ich bin unbefristet im öffentlichen Dienst als Angstellte tätig)? Und falls es zu einem Widerspruchsverfahren im Rentenverfahren kommen sollte, werden weiterhin Leistungen aus der Nahtlosigkeitsregelung gezahlt? Ich freue mich über jeden Rat. Vielen Dank. Entschuldigung für die Bandwurm-Sätze.

von
Ingo Hoffmann

Hallo,
schauen Sie doch mal hier rein
http://www.krank-ohne-rente.de
da finden Sie auch Antworten auf Ihre Fragen und ist super dort.
MfG.
Ingo

von
Voll niedergeschlagen

Danke, Ingo. Ich habe dort erst einmal als Gast mein Anliegen reingestellt, mich aber auch registriert. Die Freischaltung dauert etwas. Denn man kann die Beiträge dort zum Thema Nahtlosigkeitsregelungen nur als registriertes Mitglied lesen. Schön, wenn man Hilfe bekommt. :)

von
Voll niedergeschlagen

Danke, Ingo. Ich habe dort erst einmal als Gast mein Anliegen reingestellt, mich aber auch registriert. Die Freischaltung dauert etwas. Denn man kann die Beiträge dort zum Thema Nahtlosigkeitsregelungen nur als registriertes Mitglied lesen. Schön, wenn man Hilfe bekommt. :)

von
Mao C

Zitiert von: Voll niedergeschlagen

Ich suche nun auch einmal Hilfe in diesem Was passiert mit meinem Arbeitsvertrag (ich bin unbefristet im öffentlichen Dienst als Angstellte tätig)?

Bei einer befristeten Rente ruht er, bei unbefristeter endet er automatisch.

von
KSC

Ich denke, Sie sollten einen Schritt nach dem anderen machen.

Sofern das KG ausläuft und bis dahin über den Rentenantrag noch nicht entschieden ist, melden Sie sich nach der Nahtlosigkeitsregel arbeitslos.

Wird die Rente bewilligt, ist alles klar (siehe Mao C.

Wird die Rente abgelehnt, weil man Sie bei der DRV nicht für erwerbsgemindert hält, gehen Sie entweder arbeiten (weil die DRV Recht hat) oder Sie legen Widerspruch ein (weil Sie und Ihre Ärzte meinen, dass die DRV nicht Recht hat).

Ob Sie in diesem Fall nach der Nahtlosigkeitsregel ALG weiterbekommen oder sich "ganz normal" arbeitslos melden (für die Tätigkeiten, die nach Meinung der DRV noch gehen), müssen Sie zu gegebener Zeit mit dem Arbeitsamt klären.....

Wie gesagt: eins nach dem anderen....es kann noch viel passieren....

Experten-Antwort

Die rentenrechtlichen Konsequenzen wurden Ihnen bereits dargelegt. Zu den arbeitsrechtlichen Folgen kann ich in diesem Forum leider keine Auskünfte erteilen.