nebenberufliche Selbständigkeit

von
jombg

Fall: Angestellter, nebenberufliche Selbständigkeit als KFZ-Techniker, hier Eintragungspflicht in Handwerksrolle und damit Rentenversicherungspflicht zusätzlich im Nebenberuf ab 400 € Arbeitseinkommen monatlich.
Fragen:
1. Muss das Arbeitseinkommen (also die Rechnungsausgänge) über 400 € monatlich liegen oder der Gewinn (also abzüglich der Kosten)?
2. Es besteht die Möglichkeit sich nach 216 Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen RV auf Antrag befreien zu lassen. Zählen neben Bundeswehrzeit usw. auch die Ausbildungsjahre zu den Pflichtbeiträgen?
Danke für die Antwort!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo jombg,
zu Frage 1:
als Arbeitseinkommen versteht der Rentenversicherungsträger den Gewinn aus selbständiger Tätigkeit laut dem Einkommensteuerrecht. Als Nachweis ist der letzte Einkommensteuerbescheid maßgebend, liegt dieser noch nicht vor, kann das jährliche Arbeitseinkommen auch gewissenhaft geschätzt werden.
Zu Frage 2:
Zu den 216 Monaten Pflichtbeitragszeiten zählen alle Zeiten bei denen Pflichtbeiträge entrichtet worden sind, d.h. auch für Zeiten einer beruflichen Ausbildung (Lehre) oder Zeiten des Grundwehrdienstes/Zivildienstes. Nicht dazu zählen reine Schulausbildungszeiten (beitragsfreie Zeiten) oder freiwillige Beiträge. Ob Sie die 18 Jahre Pflichtbeitragszeiten bereits zurückgelegt haben, kann Ihnen Ihr Rentenversicherungsträger beantworten.