Nebeneinkünfte zur Alztersrente

von
Neuer-Rentner

Im September werde ich 65 Jahre alt und bekomme ab Oktober der Regelaltersrente. In diesem Zusammenhang habe ich zwei Fragen:
1.) Betriebsrente
Zusätzlich von meinem Betrieb eine geringfügige Betriebsrente von etwa 140 Euro. Den Rentenbescheid von der DRV habe ich bereits erhalten, dort sind auch die Beiträge für KV und PV eingetragen. Von der Betriebsrente weiß die DRV ja nichts. Muß für die ca. 140 Euro Betriebsrente ebenfalls eine KV und PV bezahlt werden ?
2.) Beschäftigung
Ab 65 kann man ja ohne Rentenabschlag hinzuverdienen. Muß man für diesen Hinzuverdienst ( > 400 Euro) Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung zahlen oder entfallen diese SV-Beiträge, weil man ja keine weiteren Rentenansprüche erwirbt und im Falle der Kündigung auch kein Arbeitslosengeld bekommt, da man ja RENTNER ist.

von
Vorsicht

zu1) da werden Sie höchstwahrscheinlich von Ihrer Krankenkasse etwas hören bzw. wenden sich bitte an diese. Grundsätzlich müssen Sie volle KV und PV-Beiträge von der Betriebsrente zahlen.

zu2) Als Bezieher einer Vollrente wegen Alters sind Sie versicherungsfrei. Beiträge zur Alo- oder Rentenversicherung müssen Sie nicht mehr zahlen. Der Arbeitgeber muss allerdings den Arbeitgeberanteil zahlen. ( § 172 Abs . 1 SGB VI)

MfG

von
Staatsdiener

Lieber Neuer-Renter,

was heißt: 'Von der Betriebsrente weiß die DRV ja nichts'

Sie haben die entsprechenden Angaben im Vordruck R810 (der zwar an die KK adressiert aber der RV voll inhaltlich bekannt wird) doch hoffentlich vollständig und richtig gemacht?!

von
Neuer-Rentner

@Staatsdiener,
Ich hatte bereits gesagt, daß ich von der DRV den Rentenbescheid erhalten habe. Für meine Betriebsrente, die ich hoffentlich ab Oktober bekomme, habe ich bei meiner Firma zwar den Antrag gestellt aber noch keinen Bescheid bekommen. Deshalb weiß ich noch nicht genau, wie hoch die Brutto- und Netto-Betriebsrente ist.
Ich habe einen ehemaligen Kollen befragt, der bereits seit einiger Zeit eine Betriebsrente von weniger als 100 Euro im Monat bekommt und bei dem nichts abgezogen wird. Auf Nachfrage wurde ihm gesagt, es gäbe einen Mindestbetrag von etwa 250 Euro, wenn der nicht erreicht würde, dann würde auch nichts abgezogen. Im Internet habe ich eine ähnlich Aussage zu einem 400 Euro-Job gefunden, wo angeblich auch nichts abgezogen werden würde.
Deshalb meine Anfrage an die Experten hier im Forum.
Die "Betriebsrentner" müssen ihre Lohnsteuerkarte der Firma übergeben (alle Jahre wieder, auch noch mit 88 Jahren) und bekommen eine monatliche "Gehaltsabrechnung" wie eine normaler Mitarbeiter auch. Da steht oben der Bruttoverdienst darunter die Abszugsarten, u.a. RV und PV, und ganz unten der Auszahlungsbetrag.

Normalerweise nimmt die lohnrechnende (Betriebsrenten-rechnende) Firma die Abzüge und Überweisung an die KV vor. Bei Betriebsrentnern doch hoffentlich auch !!?? Oder müssen diese selbst für die Überweisung des KV/PV-Beitrages an die Krankenkasse sorgen ?

von
Schiko.

Erfolgt der zuverdienst im rahmen eines vierhunter
eurojob stellt sich die frage für sie nicht.

Müssen sie für die betriebsrente eine steuerkarte vorlegen
hat der betrieb den vollen krankenkassenbeitrag /soli ein-
zubehalten und abzuführen .Liegt der bruttobetrag nicht
höher als 124,25 mtl. entfällt die beitragszahlung.

Dies gilt aber nicht mehr, wenn mehr als eine rente dieser art
bezogen wird, auch bei unterschreitung von 124,25 euro.

Mit freundlichen Grüßen.

Alter Mann.

von
Neuer-Rentner

@Schiko,
das war endlich der Hinweis, auf den ich gewartet habe. In welchem Gesetz (§xxx) sind die 124,24 Euro als Einkommensgrenze festgelegt ?
Nochmals DANKE ! für diesen Hinweis.

von
Schiko.

Habe leider kein SGB.Weiß aber dies ist immer 1/20 der
monatlichen bezugsgröße.

Haben mir die verschiedenen
werte der rentenversicherung
in meinen gelben buch notiert.
Für 2008 gelten 2.485 in
den alten und 2.100 in den neuen ländern.
Wenn ich mal zu 100% ver-
wirrt bin kann ich vermutlich immer noch lesen und schreiben.

MfG.

von
Knut Rassmussen

§ 226 Abs. 2 SGB V

von
Chris

Der Arbeitgeber zahlt grundsätzlich als "Zahlstelle" die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an die Krankenkasse. Das gilt aber nicht, wenn weniger als 30 beitragspflichtige Mitglieder der Fa. Versorgungsbezüge erhalten. Dann kann der AG beantragen, dass die Versorgungsempfänger die Beiträge selber zahlen.