Nebenverdienst bei ATZ

von
Hermann

Am 1.1.08 beginnt meine 30-monatige Freistellungsphase im Rahmen der ATZ. Hinsichtlich des Nebenverdienstes sind 4.800 Euro pro Jahr erlaubt. Wie werden z.B. Ausschüttungen aus einer GmbH-Beteiligung bewertet, zumal es ja im engeren Sinne keine "Beschäftigungen" oder "Selbständige Tätigkeiten" sind. Und falls ja, auf welchen Zeitraum würden Einmalzahlung angerechnet? Nur auf den Tag oder Monat der Auszahlung oder über den gesamten Zeitraum der Kapitalbeteiligung?
Viele Grüße
Hermann
9.12.08

von
Rosanna

Fragen Sie Ihren Arbeitgeber. Da Sie ja noch keine Altersrente beziehen, ist dieser Ihr Ansprechpartner.

Im Übrigen sind Ausschüttungen aus einer GmbH-Beteilung natürlich "Einkommen aus einer selbständigen Tätigkeit", auch wenn eine solche nicht ausgeübt wird. Was sollte es denn sonst sein?? Sie sind ja auch steuerrechtlich als solche zu behandeln.

Experten-Antwort

Sollte aufgrund Ihrer GmbH-Beteiligung eine für das Vorliegen von Altersteilzeit schädliche Tätigkeit bejaht werden, dann könnte dies zu Schadensersatzansprüchen Ihres Arbeitgebers führen. Daher empfehlen wir, wie von Rosanna vorgeschlagen dies unbedingt mit Ihrem Arbeitgeber abzuklären.
Das ATZ-Gesetz sieht unter bestimmten Voraussetzungen vor, dass Tätigkeiten, die schon vor Beginn der Altersteilzeit ausgeübt wurden, unberücksichtigt bleiben.
Ansonsten dürfte es darauf ankommen, wie die Ausschüttungen steuerrechtlich zu behandeln sind. Arbeitseinkommen ist der nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelte Gewinn. Einkommen ist als Arbeitseinkommen zu werten, wenn es als solches nach dem Einkommensteuerrecht zu bewerten ist.
Sollte sich der Sachverhalt auch bei der Nachfrage beim Arbeitgeber nicht abschließend klären lassen, so empfehlen wir, unbedingt bei der Agentur für Arbeit nachzufragen, ob eine für die Altersteilzeit schädliche Tätigkeit oder Beschäftigung vorliegt
Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich mich als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung zu Fragen des Steuerrechts und dem Recht der Arbeitsverwaltung nicht positionieren kann.