Negatives Leistungsbild?

von
luke123

Hallo,

in meinen Rehabericht steht "Aus Psychosomatischer Sicht besteht Tätigkeit ohne Umstellungs und Anpassungsfähigkeit"

was bedeutet das?

Ausserdem steht noch am Ende "Herr ... nimmt die Leistungseinschätzung zur Kenntnis, er fühlt sich damit richtig beurteilt"

Das stimmt schon mal gar nicht, besonders was das positive Leistungsbild angeht. Wenn man sich den Rehabericht durchliest ist das der totale Widerspruch.

Kann ich noch Widerspruch einlegen ?Habe den erst kürzlich gelesen, da ich mich Psychisch nicht stabil genug dazu gefühlt habe. Ist jetzt ca.1.5 Monate alt der Bericht.

von
Hermann

Gegen einen Rehabericht kann man keinen Widerspruch einlegen da es kein Verwaltungsakt ist.
Das Ganze ist die Einschätzung eines Arztes.. und widerspruchslos hinzunehmen.

Es gibt zwar die Möglichkeit die Klinik anzuschreiben und die Widersprüche anzusprechen aber meist juckt es die Ärzte nur einen feuchten.
Die müssen ihre Quoten erfüllen.. da wird da auch öfters mal ein wirklich Kranker gesund geschrieben.

von
lapplandfee

Hallo Luke,

diese Formulierung einer Reha Klinik kommt mir sehr bekannt vor.

Einige Monate nach der Reha wurde ich arbeitslos. Die Ärztin der Agentur für Arbeit wollte mich noch einmal untersuchen und begutachten, da die Widersprüche nicht nachvollziehbar waren. Sie schrieb daraufhin ein ganz anderes Gutachten. Heute, drei Jahre später bekomme ich volle EM Rente. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit von einem anderen Arzt oder einer anderen Stelle ein neues Gutachten erstellen zu lassen, welches dann ganz anders ausfällt.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

einen echten Widerspruch können Sie wie bereits geschrieben gegen den Entlassungsbericht nicht einlegen. Sie können sich jedoch an Ihren Rentenverrsicherungsträger wenden und mitteilen, dass Sie mit Teilen des Entlassungsberichts nicht einverstanden sind. Dieser wird sich dann mit der Klinik in Verbindung setzen - sofern dann tatsächlich Änderungen erforderlich sind werden diese auch dokumentiert.

von
=//=

Ja, was bedeutet Umstellungs- oder Anpassungsfähigkeit? Laut Google:

Umstellungsfähigkeit:

Flexibilität im Arbeitsleben bezeichnet die mentale Fähigkeit, sich auf geänderte Anforderungen und Bedingungen einer Situation schnell einstellen zu können. Damit setzt sie eine Person voraus, die Veränderungen aufgeschlossen gegenüber steht, umstellungsfähig und veränderungsbereit ist.

Laut Wikipedia Anpassungsfähigkeit:

Als Anpassungsfähigkeit, auch Adaptivität, Adaptabilität oder Flexibilität, wird die Fähigkeit eines Lebewesens oder einer Gesellschaft zur Veränderung oder Selbstorganisation bezeichnet, dank der auf gewandelte äußere Umstände im Sinne einer veränderten Wechselwirkung zwischen (kollektiven) Akteuren untereinander (Assimilation) oder ihrer Umgebung gegenüber reagiert werden kann.

Es ist die Fähigkeit, sich auf geänderte Anforderungen und Gegebenheiten einer Umwelt einzustellen. Sie weist auf eine umstellungsfähige und wenig festgefahrene Bindungs- und Verhaltensstruktur hin (Opportunismus). Das Potenzial der Flexibilität liegt begründet in der Erweiterung des Aktionsraums, der die möglichen Handlungsalternativen in einer Entscheidungssituation umfasst, sowie in der Reduzierung der benötigten Zeit, einzelne Strategien und Aktionen umzusetzen und durchzuführen. Der Begriffskomplex ist eng mit dem Begriff „Lernen“ verwandt. Bei einfachen Verhaltensverstärkungen spricht man von Sensitivierung, das Gegenteil ist die Habituation beziehungsweise Gewöhnung

Wenn Sie dies in der Klinik beim Abschlußgespräch - wahrscheinlich mit anderen Worten - so erklärt berkommen haben, dann stimmt doch die Aussage:
""Herr ... nimmt die Leistungseinschätzung zur Kenntnis, er fühlt sich damit richtig beurteilt"

von
luke123

Zitiert von: =//=

Ja, was bedeutet Umstellungs- oder Anpassungsfähigkeit? Laut Google:

Umstellungsfähigkeit:

Flexibilität im Arbeitsleben bezeichnet die mentale Fähigkeit, sich auf geänderte Anforderungen und Bedingungen einer Situation schnell einstellen zu können. Damit setzt sie eine Person voraus, die Veränderungen aufgeschlossen gegenüber steht, umstellungsfähig und veränderungsbereit ist.

Laut Wikipedia Anpassungsfähigkeit:

Als Anpassungsfähigkeit, auch Adaptivität, Adaptabilität oder Flexibilität, wird die Fähigkeit eines Lebewesens oder einer Gesellschaft zur Veränderung oder Selbstorganisation bezeichnet, dank der auf gewandelte äußere Umstände im Sinne einer veränderten Wechselwirkung zwischen (kollektiven) Akteuren untereinander (Assimilation) oder ihrer Umgebung gegenüber reagiert werden kann.

Es ist die Fähigkeit, sich auf geänderte Anforderungen und Gegebenheiten einer Umwelt einzustellen. Sie weist auf eine umstellungsfähige und wenig festgefahrene Bindungs- und Verhaltensstruktur hin (Opportunismus). Das Potenzial der Flexibilität liegt begründet in der Erweiterung des Aktionsraums, der die möglichen Handlungsalternativen in einer Entscheidungssituation umfasst, sowie in der Reduzierung der benötigten Zeit, einzelne Strategien und Aktionen umzusetzen und durchzuführen. Der Begriffskomplex ist eng mit dem Begriff „Lernen“ verwandt. Bei einfachen Verhaltensverstärkungen spricht man von Sensitivierung, das Gegenteil ist die Habituation beziehungsweise Gewöhnung

Wenn Sie dies in der Klinik beim Abschlußgespräch - wahrscheinlich mit anderen Worten - so erklärt berkommen haben, dann stimmt doch die Aussage:
""Herr ... nimmt die Leistungseinschätzung zur Kenntnis, er fühlt sich damit richtig beurteilt"

Heißt das, dass ich jetzt dazu in der Lage bin oder nicht ? Es steht ja im Negativen Leistungsbild...
Ein Abschlussgespräch hat es nicht wirklich gegeben. man fragte mich nur wie es mir geht und ob die Reha waß gebracht hat.

von
Herz1952

Luke123,

Sie können das so sehen: Nicht Ihre Persönlichkeit ist negativ beurteilt worden, sondern nur Ihre objektive Leistungsfähigkeit, gemessen an der "normalen" Leistungsfähigkeit.

Sie fühlten sich auch nicht leistungsfähig.

Welche Konsequenzen das konkret hat, darüber kann man eigentlich nur spekulieren.