Neuberechnung von Rentenhöhe

von
Anne

Hallo

da ich mir doch nochmal die Rentenhöhe angeschaut habe mit den Zurechnungpunkten etc. überlege ich ob es nicht doch sinnvoll wäre eine

Neuberechnung / Überprüfung durch einen unabhängigen Rentenberater.

Hat das jemand von Ihnen Ihre (EM)Renten nochmal durchrechnen lassen durch den VdK o.ä.?

Haben sich da große Geld-Unterschiede gezeigt, oder kam dasselbe raus wie auch die DRV ausgerechnet hat?

Danke sehr.

mfg

Anne

von
senf-dazu

Hallo Anne!

Niemand ist unfehlbar, nicht die DRV und erst recht nicht die von ihr verwendete Software. ;)
Eine recht verbreitete Zeitung warf mal die These in den Raum, dass jede zweite oder dritte Rente falsch berechnet sei ...
Wenn Sie Zweifel am Ergebnis der Berechnung haben, dann können Sie gerne einen Rentenberater (kostenpflichtig) oder eine andere Stelle aufsuchen und Ihren Versicherungsverlauf abklopfen und den Berechnungsweg prüfen lassen.
Mag sein, dass da ein paar Cent mehr oder weniger raus kommen, in seltenen Fällen auch mal etwas mehr, aber zu große Hoffnung würde ich mir nicht machen.
Zunächst einmal können Sie (trotz erfolgter Kontenklärung) ja noch mal prüfen, ob der Versicherungsverlauf mit Ihrem Leben zusammenpasst oder ob vielleicht doch eine Zeit vergessen wurde oder sich in einem Betrag ein Zahlendreher eingeschichen hat.

Viel Erfolg wünscht
senf-dazu

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Anne,

sofern Sie Zweifel an der Berechnung haben können Sie die Rentenversicherung um Überprüfung und Erläuterung des Rentenbescheides bitten.
Bitte beachten Sie, dass eine Überprüfung durch einen externen Berater mit Kosten verbunden ist.

von
Vorname Nachname

Hallo Anne,

als ich meinen EWR Rentenbescheid bekam war die Höhe um 250 € niedriger als in meiner letzten Rentenauskunft. Ich habe zusammen mit dem Sozialverband Widerspruch eingelegt. Nach knapp 3 Wochen kam der neue Rentenbescheid. Nun bekomme ich die EWR Rente die in meiner Tentenauskunft stand.
LG

von
Joker

Hallo Anne,

bei der Vielzahl an Fragen, die Sie in den letzten Stunden hier eingestellt haben, wäre es mit sicherheit sinnvoll, Sie würden sich einen Termin in der Auskunfts-und Beratungsstelle holen und alles in Ruhe erklären lassen.

von
Anne

Danke Dir für die sachliche Antwort.

Der Unterschied zwischen meiner Kontenklärung und der tatsächlichen Rente ist gering, einige Euros.

Mich wundert grundsätzlich der geringe Betrag der Rente an sich.

Ich dachte JEDER bekommt so ca. 600 Euro als volle EM-Rente, egal wie lange er gearbeitet hat, (was ohnehin wenig ist).

von
S.

Zitiert von: Anne

Ich dachte JEDER bekommt so ca. 600 Euro als volle EM-Rente, egal wie lange er gearbeitet hat, (was ohnehin wenig ist).

Ein "Einheitsrente" gibt es (noch) nicht.
Das Rentenversicherungsrecht ist individuell. Es gilt hierbei der vereinfachte Grundsatz: je mehr Beiträge Sie einzahlen, desto höher ist auch die Leistung.
Auf welchen Niveau die Höhe ist/sein sollte, lässt sich trefflich streiten. Aber das ist ein anderes Thema welches es hier im Forum richtigerweise nicht zu erörtern gilt.

von
Anne

Okay, danke, ich will nur das allgemein verstehen.

Das heißt die volle EM-REnte von 600-700 euro, welche oft in Tabellen als Beispiel genannt wird stünde jemandem mit einem Durchschnittsverdienst erst nach 40-45 Beitragsjahren?

Und sonst gibt's Abschläge bei der Rentenhöhe?

Aber was ist mit der so viel gepriesenen Zurechnungszeit - wie funktioniert die?

mfg

Anne

von
senf-dazu

Je höher die Beiträge und je lückenloser der Verlauf, desto höher das Ergebnis.
Da bei einer EM-Rente eben der Rentenbeginn deutlich vor den 40+ Jahren liegt, "tut das Rentenrecht so", als würde man mit dem bisherigen Durchschnitt bis zum 62. Lebensjahr weiter einzahlen.
Hat man also einen hohen Durchschnitt an Rentenbeiträgen, bringt auch die Zurechnungszeit viel, bei großen Lücken (z.B. langes Studium) und/oder geringen Rentenbeiträgen kann auch die Zurechnungszeit nur wenig beitragen.

Aber noch einmal: in einem Beratungstermin bei DRV, Stadt/Gemeinde, Vdk o.ä. lassen sich diese Fragen in Ruhe beantworten oder mit Broschüren klären.

PS: auf den Seiten drv-bund.de lassen sich auch Broscüren herunterladen. Zum Durchschnitt bei EM-Renten z.B. diese
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/6_Wir_ueber_uns/03_fakten_und_zahlen/03_statistiken/02_statistikpublikationen/13_indikatoren_zu_erwerbsminderungsrenten.pdf?__blob=publicationFile&v=13

In der Tat scheint der Durchschnitt der EM-Renten bei 600 bis 700 Euro zu liegen ...

von
MXSW

Hallo Anne,

wie wäre es, wenn sie einfach den Rentenbescheid g e n a u anschauen?
Versicherungsverlauf- Zurechnungszeit
Rentenabschlag bei Erwerbsminderung 10,8 %
Eine Einheitsrente wäre sehr ungerecht.
Wer viel in die Rentenkasse einbezahlt, der sollte auch entsprechend bei der Rente "entlohnt" werden.

von
Besserwisser

Das ist die Internetpräsenz der gesamten Deutschen Rentenversicherung - nicht nur DRV Bund.

Das soll für Sie heißen, Anne, dass die Broschüre für alle gelten, egal welcher Rentenversicherungsträger Sie betreut.

von
W*lfgang

Zitiert von: Anne
Neuberechnung / Überprüfung durch einen unabhängigen Rentenberater.(...) Haben sich da große Geld-Unterschiede gezeigt
Anne,

ja, besonders im eigenen Portemonnaie ist nach solch einer Aktion bedeutend weniger drin, ohne Änderung der Rentenhöhe ;-)

Eine EM-Rente wird bereits bei nur einem Tag Berufsausbildung einen 1000er mtl. betragen, während andere im malochenden/geringbezahlten Handwerk bei Halbtagstätigkeit nach 30 Jahren keine 500 mehr erhalten.

Wie oben schon gesagt, die Berechnungsgrundlagen anschauen (was kaum ein Laie schafft) und/oder in der nächsten Beratungsstelle erläutern lassen. Bestehen dann immer noch 'Bauchschmerzen', können Sie gern andere Institutionen damit kostenpflichtig beauftragen.

Gruß
w.

von
Anne

Danke Wolf*gang

das war ja eine echt nette Antwort :-) Langsam kommt Licht ins Dunkel.

Leider habe ich nur wenige Jahre eingezahlt, dafür ohne Lücke -

vielleicht liegt darin der Grund für die kleine EM-Rente?

Zählt für die Hochrechnung der Rente auch die Menge an Arbeitsjahren

oder nur die Höhe des Verdienstes (die bei mir Durchnitt war)?

Aber dafür hat die DRV doch diese Zurechnungsregelung geschaffen um die kurzen Beitragszeiten 'auszugleichen' oder?

mfg

Anne

von
W*lfgang

[quote="Anne"]Zählt für die Hochrechnung der Rente auch die Menge an Arbeitsjahren
oder nur die Höhe des Verdienstes (die bei mir Durchnitt war)?[/quote]Hallo Anne,

das kann man so nicht voneinander trennen bei der EM-Rente. Ideal ist bis zum EM-Rentenfall durchgehende Arbeitsjahre mit möglichst hohem Verdienst zu haben - das wirkt sich dann äußerst positiv auf die Zurechnungszeit aus, die einen sehr guten Durchschnittswert aus den Vorjahren erhält.

Liegt ein lückenhafter Versicherungsverlauf vor mit schwankenden/auch niedrigen/null Einkünften, der auch nicht mehr durch Kinder (Berücksichtigungszeiten bis 10. Lbj.) 'ausgebessert' wird, kommt es eben nach Jahrzehnten dann auch zu niedrigen Werten für die Zurechnungszeit.

Gruß
w.

(edit Redaktion)