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Neue EM-Rente nun doch erst ab 1.10.14???

von
Sabine Kreutz

Gerade war ich bei der Stadt, die Mitarbeiter zur EM-Rentenbeantragung abgestellt hat.Ich wollte heute meinen Antrag mitHilfe einer Mitarbeiterin ausfüllen.

Nun sagte mir die Dame, sie war letzte Woche auf Seminar bei der Rentenversicherung. Anträge, die im Juli, Aug und September gestellt werden, fallen dennoch unter das alte Recht, weil die Rentenversicherung den Erwerbsunfähigkeitsbeginn 3 Monate rückwirkend festlegt, obwohl der Antrag erst nach in Kraft treten des neuen Gesetz gestellzt wurde.

Das konnte ich gar nicht glauben, denn in den Medien wurde nie was davon berichtet!

Mann kann doch die Erwerbsunfähigkeit nicht willkürlich auf einen Zeitpunkt in den letzten 3 Monaten setzen. In meinem Fall ist es z.b. so, dass ich 2004 erkrankt bin, stetig Verschlimmerungen hat, jetzt langzeitkrankgeschrieben bin. Wie will man da den genauen Zeitpunkt ermitteln?

Ich habe den Antrag jetzt erstmal nicht gestellt, bevor ich keine Klarheit habe, ob es zutrifft, was die Mitarbeiterin gesagt hat

von
Poet

Hallo liebe Sabine,

es ist ganz einfach :-)

§ 300 (2) SGB VI

"Altes Recht" bis 30.06.2014 anzuwenden für alle Anträge die bis zum 30.09.2014 gestellt werden.

"Neues Rentenpaket" ab 01.07.2014 für alle Anträge, welche ab dem 01.10.2014 gestellt werden!
Da in diesem Fall die Antragsfrsit verstrichen ist.

Die Dame von der Gemeinde hat gut aufgepasst!!!

LG
Poet

von
Schade

so einfach wie von Poet beschrieben ist es auch wieder nicht.....

Anträge auf EM ab dem 01.10.14 führen immer zum neuen Recht.

Auch ein heute gestellter Antrag kann zum neuen Recht führen, wenn es beispielsweise zu einer Dauerrente kommt und der (medizinische) Eintritt der EM schon länger als 3 Monate zurückliegt.

Ist die EM auf Dauer im Februar eingetreten führt ein heute gestellter Antrag zu einem Rentenbeginn am 01.07.2014 = neues Recht.

Ist die EM auf Dauer aber erst im Mai 14 eingetreten, wäre der Rentenbeginn der 01.06.14 = altes Recht, weil der Antrag innerhalb 3 Monaten gestellt wurde.

Somit sehen Sie , dass alles nicht ganz einfach ist.

Die Dame auf dem Rathaus hat auf jeden Fall nichts falsch gemacht, im Oktober sind Sie auf der sicheren Seite - vorher weiß man es nicht.....

Ihr Risiko, kein Antragsaufnehmer weiß wohin der Arzt den Leistungsfall festlegt

von
nachdenklich

Dies gilt für unbefristete EM-Renten.
Wie sieht es mit befristeten aus, wenn der Leistungsfall (Eintritt EM) rückwirkend festgestellt wird?

Leistungsfall 11.2013, Beginn Rente 06.2014 = altes Recht

Leistungsfall 02.2014, Beginn Rente 09.2014 = neues Recht

oder?

Experten-Antwort

Hallo Sabine Kreutz,
wie Sie aus den bisherigen Antworten sehen, ist das ganze nicht so einfach. Allerdings kann man sagen, dass bei einem Antrag ab 1.10.2014 generell neues Recht anzuwenden ist. Sie hätten aber auch die Möglichkeit, den Antrag jetzt zu stellen. Ergibt sich eine Rente nach altem Recht, können Sie den Antrag vor der Bestandskraft des Bescheides zurücknehmen.

von
=//=

Zitiert von: nachdenklich

Dies gilt für unbefristete EM-Renten.
Wie sieht es mit befristeten aus, wenn der Leistungsfall (Eintritt EM) rückwirkend festgestellt wird?

Leistungsfall 11.2013, Beginn Rente 06.2014 = altes Recht

Leistungsfall 02.2014, Beginn Rente 09.2014 = neues Recht

oder?

Ja, das ist richtig.

Das ist ja auch das weitere Problem, dass man im voraus nie weiß, wann 1. der Leistungsfall eingetreten ist und 2. ob es eine befristete oder Dauerrente gibt.

von
Schießl Konrad

Zitiert von: Sabine Kreutz

Gerade war ich bei der Stadt, die Mitarbeiter zur EM-Rentenbeantragung abgestellt hat.Ich wollte heute meinen Antrag mitHilfe einer Mitarbeiterin ausfüllen.

Nun sagte mir die Dame, sie war letzte Woche auf Seminar bei der Rentenversicherung. Anträge, die im Juli, Aug und September gestellt werden, fallen dennoch unter das alte Recht, weil die Rentenversicherung den Erwerbsunfähigkeitsbeginn 3 Monate rückwirkend festlegt, obwohl der Antrag erst nach in Kraft treten des neuen Gesetz gestellzt wurde.

Das konnte ich gar nicht glauben, denn in den Medien wurde nie was davon berichtet!

Mann kann doch die Erwerbsunfähigkeit nicht willkürlich auf einen Zeitpunkt in den letzten 3 Monaten setzen. In meinem Fall ist es z.b. so, dass ich 2004 erkrankt bin, stetig Verschlimmerungen hat, jetzt langzeitkrankgeschrieben bin. Wie will man da den genauen Zeitpunkt ermitteln?

Ich habe den Antrag jetzt erstmal nicht gestellt, bevor ich keine Klarheit habe, ob es zutrifft, was die Mitarbeiterin gesagt hat

Glattes Fehlurteil, Gehaltsrückstufung be-
antragen.

MfG.

von
Prost

Zitiert von: Schießl Konrad

Zitiert von: Sabine Kreutz

Gerade war ich bei der Stadt, die Mitarbeiter zur EM-Rentenbeantragung abgestellt hat.Ich wollte heute meinen Antrag mitHilfe einer Mitarbeiterin ausfüllen.

Nun sagte mir die Dame, sie war letzte Woche auf Seminar bei der Rentenversicherung. Anträge, die im Juli, Aug und September gestellt werden, fallen dennoch unter das alte Recht, weil die Rentenversicherung den Erwerbsunfähigkeitsbeginn 3 Monate rückwirkend festlegt, obwohl der Antrag erst nach in Kraft treten des neuen Gesetz gestellzt wurde.

Das konnte ich gar nicht glauben, denn in den Medien wurde nie was davon berichtet!

Mann kann doch die Erwerbsunfähigkeit nicht willkürlich auf einen Zeitpunkt in den letzten 3 Monaten setzen. In meinem Fall ist es z.b. so, dass ich 2004 erkrankt bin, stetig Verschlimmerungen hat, jetzt langzeitkrankgeschrieben bin. Wie will man da den genauen Zeitpunkt ermitteln?

Ich habe den Antrag jetzt erstmal nicht gestellt, bevor ich keine Klarheit habe, ob es zutrifft, was die Mitarbeiterin gesagt hat

Glattes Fehlurteil, Gehaltsrückstufung be-
antragen.

MfG.

Dieser Beitrag ist wohl wieder dem Alkohol geschuldet..