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Neuer Job trotz Rentenantrag?/Rehabericht falsch

von
Trine

Ich bin 50 Jahre alt, arbeite seit meinem 16. Lebensjahr und habe seit 13 Jahren einen sehr gut bezahlten Vollzeitjob in einem Industriekonzern. Im Dez. 2011 totaler Zusammenbruch (Burn out und extrem hoher Blutdruck). Zusätzlich Tinnitus und seit Aug. 2012 durch Bandscheibenvorfälle Ausfallerscheinungen im Bein, Unterleibskrämpfe und eingeklemmten Ischiasnerv. (Banscheibenvorfälle mit "nur" Rückenschmerzen schon seit Jahren und orthopädische Reha 2009.) Zweite Reha Dez. 2012 psychosomatisch und orthopädisch. Orthopädisch wurden noch nicht mal die älteren MRT Bilder angesehen und Schmerzen wurden immer schlimmer. Bandscheiben OP acht Wochen nach Reha, da Nerv fast komplett abgeklemmt. Psychosomatisch kurzzeitige Besserung, bis mich der Alltag mit reichlich alten und neuen Problemen einholte bzw. überrollte, dann erhebliche Verschlechterung. Arbeitsunfähig aus Reha entlassen. Laut Rehabaschlussbericht bin ich top fit und nach Lösung der Arbeitsplatzkonflikte für den allgemeinen Arbeitsmarkt Vollzeit arbeitsfähig! Zusätzlich hat mein Arbeitgeber die Wiedereingliederung (da mir ein langsamer Einstieg nach 1,5 Jahren mit mir vertrauten Tätigkeiten, PC-Systeme und Firmenstruktur am ehesten eine Chance versprach und evtl. die Möglichkeit zur Arbeitszeitverkürzung) abgelehnt und ich erhielt die Kündigung, "da nicht mehr belastbar". Orthopädischer Zustand derzeit - geht so. Psychosomatisch - ziemlich schlecht. Schwerbehindertengrad 40%, Verschlechterung wird beantragt. Habe nun einen Rentenantrag gestellt und mich, auf gutem Zuspruch meines Mannes, auf wesentlich weniger verantwortungs- und anspruchsvolle Teilzeitstellen (15-18 Stunden wchtl.) beworben. Was natürlich auch mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden ist aber auch mit der Hoffnung, wieder beruflich zumindest einen kleinen Einstieg zu schaffen. Habe allerdings große Angst zu versagen und dem nicht gewachsen zu sein. Zumindest versuchen muss ich es um aus meinem tiefen Loch herauszukommen, zuhause wird es immer schlimmer. Nun habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einer sozialen Einrichtung. Mal abgesehen davon, ob ich überhaupt genommen werde (So gut kann ich mich derzeit nicht verkaufen), habe ich einige Fragen. 1. Was sagt der Gutachter der Rentenkasse, wenn ich Rente beantrage weil ich krank bin aber andererseits mich bewerbe oder sogar einen neuen Job bekomme? 2. Muss ich dem evtl. neuen Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch vom Rentenantrag erzählen? 3. Spielt der Reha-Abschlussbericht der in diesem Falle für mich ja absolut negativ ist (habe Stellung dazu genommen und auch mein Psychiater schrieb max. 3 Std. täglich), beim Gutachter auch eine Rolle? 4. Ebenso treffen meine Fragen auch beim Gutachter des Arbeitsamtes zu, da trotz Aussteuerung der Krankenkasse noch krank.
Hoffe auch auf eine Antwort von einem Experten. Vielen Dank im voraus und mit freundlichen Grüßen.
Trine

von
Tommy

Zitiert von: Trine

Ich bin 50 Jahre alt, ...

Sie können davon ausgehen, dass Ihnen hier weder die Foristen noch die sog. Experten helfen werden.

Treten Sie einem Sozialverband bei. Eventuell können die Ihnen helfen.

von
Anna

Evtl. finden sie hier passende Ratschläge für Ihre Situation.

http://www.krank-ohne-rente.de

Auf jeden Fall finden sie dort aber menschliche Zuwendung und Unterstützung.

mfg

von
Waldi

Hallo Trine,

sie befinden sich ein wenig im freien Fall.
Finden Sie den Fokus für das wesentliche.
Einen Rentenantrag können Sie immer stellen.
Bewerben heißt ja nicht das sie den Job schon haben.
Sie sind meiner Meinung nach in einer Situation,
wo Sie nach jedem Strohhalm greifen.
Diese Situation ist typisch und kenne ich auch, man bewirbt sich obwohl man mit diesen Anforderungen die dann kommen, überfordert ist.
Es gibt Leute die haben zwei Meisterbriefe und alles mögliche und bewerben sich auf Stellen die 100 km weit entfernt sind, obwohl dies nicht mehr hinhaut und es im "Disaster" endet.
Sie haben den Prozess noch nicht erreicht,
nämlich die Gedanken abzustreifen was "andere von
Ihnen denken",
weil Sie zu sehr fokussiert sind was andere von Ihnen denken.
Sich gut verkaufen?
Verstellen habe ich lange Jahre gemacht und hat mir
nichts gebracht.

Ich kenne Ihre Situation nicht und kann nur von Erfahrungen sprechen.
Kommen Sie erst mal ein wenig zu Ruhe.
Der VDk und die Rentenversicherung ist der richtige Ansprechpartner.
Sie werden Ihren Weg schon finden,
Schritt für Schritt.
Seien Sie zuversichtlich.

Gruß

Waldi

von
eigentlich schade!

hallo,

es ishr schwer ihren text vollständig zu lesen, und bis zum ende durchzuhalten!

haben sie schon mal was von "absatz" gehört!
das würde das lesen vereinfachen!

ich habe noch dem 3. satz aufgehört weiterzulesen!

von
Trine

Vielen Dank Waldi für Deine Antwort.

Ich denke, Sie haben es ziemlich genau auf den Punkt gebracht und verstanden wie es mir geht. Hilft mir zwar im Moment noch nicht wirklich viel aber alleine das Verständnis und die Denkanstöße machen ein wenig Hoffnung.

Auch ein Dankeschön an Anna für den Link.

Gruß Trine