neuer Rentenantrag?

von
GiselaK.

Hallo,
iich hatte einen EM- Rentenantrag gestellt,
dieser wurde abgelehnt. Ich kann zwar in
meinem Beruf nicht mehr arbeiten, soll aber noch für Bürohilfstätigkeiten mindestens sechs Stunden arbeitsfähig sein.
Nun liegt die Akte seit letzten Monat beim Sozialgericht.
Habe jetzt aber eine neurologische Erkrankung (es wurde MS festgestellt),
die nicht Gegenstand des Rentenantrags war. Der Gutschter hatte damals zwar den Verdacht geäußert, aber ich hatte erst im
März meinen ersten Termin beim Facharzt und habe die Befunde letzte Woche bekommen.
Muß ich jetzt einen neuen Rentenantrag stellen? Beim Sozialgericht dauert es fast zwei Jahre, bis ich dran bin und ich glaube,
der neue Rentenantrag dauert höchstens
einige Monate.
Wenn ich die Klage zurückziehe und einen neuen Antrag stelle, verdient der Anwalt ja nichts und deshalb weiß ich nicht, ob er mich richtig beraten hat. Er meinte, man kann den neuen Befund zum SG schicken und dann muß man eben abwarten.
Hätte hier gern eine zweite Meinung.
Dankeschön im Voraus.

von
Elisabeth

Das SG ist eine Tatsacheninstanz und denen kannst du durchaus neue Befunde mitteilen, die berücksichtigt werden müssen. Hast du denn keinen Anwalt?

von
GiselaK.

Einen Anwalt habe ich, aber wie gesagt- Sozialgericht dauert ewig. Bis dahin bin ich
Hartz IV. Ein neuer Antrag wegen neuer Erkrankung würde schneller gehen.
Dann verdient aber mein Anwalt nichts dabei und deshalb weiß ich nicht, ob er mich richtig beraten hat. Zu der Rechtslage, ob ich überhaupt wegen neuer Erkrankung einen neuen Rentenantrag machen darf, hat er sich nicht richtig geäußert. Deshalb bin ich verunsichert.

von
-_-

Zitiert von: GiselaK.

Einen Anwalt habe ich, aber wie gesagt- Sozialgericht dauert ewig. Bis dahin bin ich
Hartz IV. Ein neuer Antrag wegen neuer Erkrankung würde schneller gehen.
Dann verdient aber mein Anwalt nichts dabei und deshalb weiß ich nicht, ob er mich richtig beraten hat. Zu der Rechtslage, ob ich überhaupt wegen neuer Erkrankung einen neuen Rentenantrag machen darf, hat er sich nicht richtig geäußert. Deshalb bin ich verunsichert.

Ihr Anwalt hat Sie schon richtig beraten. Sie dürfen die Klage jetzt nicht zurücknehmen, sonst zahlen Sie die Kosten (z. B. das hohe Honorar Ihres Anwalts) selbst. Sie müssen die Befundberichte dem Sozialgericht über Ihren Anwalt einreichen und um bevorzugte Entscheidung bitten. Das Gericht gibt die neuen Befundunterlagen an die Deutsche Rentenversicherung zur Stellungnahme ab.

Wenn Sie Glück haben, wird ein Anerkenntnis abgegeben oder ein Vergleich vorgeschlagen. Reichen die neuen Befundunterlagen bzw. die Leistungseinschränkungen zur Anerkennung des Rentenanspruchs nicht aus, nützt Ihnen auch ein neuer Rentenantrag nichts. Vielmehr würde die Entscheidung über den Antrag bis zur Entscheidung im Verfahren vor den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit zurückgestellt.

von
Machts Sinn

Zitiert von: -_-
Sie dürfen die Klage jetzt nicht zurücknehmen

Das stimmt! Aber Sie können parallel einen Antrag stellen und über diesen Weg zusätzlich prüfen lassen und im Zweifelsfall lieber das Klageverfahren ruhen lassen.

von
-_-

Vorrangig ist über den gleichartigen, zuerst gestellten Antrag, zu dem noch kein bindend gewordener Bescheid ergangen ist, zu entscheiden. Ein neuer, gleichartiger Rentenantrag würde daher allenfalls zurückgestellt.

von
Sandmännchen

Machts Sinn noch weiter zu debattieren und nix kommt bei rum?
Hat die DRV schon Nachtschichtler?
Gute Nacht und schlaft recht schön, denn das (s.o) ist da!

Experten-Antwort

Die neuen Befunde zum Sozialgericht senden und abwarten. Ein neuer Anttrag macht keinen Sinn, da das SG-Verfahren sowieso abgewartet wird!