Neufestsetzung einer EM-Rente

von
Thomas D.

Sehr geehrte Ratgeber/innen,

Ich habe bis Ende 2017 eine volle, befristete EM-Rente erhalten, auf die ich allerdings wegen Berufstätigkeit bereits ab Anfang 2017 verzichtet hatte.
Von 2 x 2 Jahren befristeter, voller EM-Rente war ich tatsächlich nur ein Jahr im vollen Rentenbezug.

Wenn ich nun erneut die Gewährung einer vollen EM-Rente beantrage, wird diese dann neu festgesetzt - werden also alle Jahre seit Beginn meiner ersten, befristeten EM-Rente ab 01.01.2014 berücksichtigt oder geht die DRV davon aus, dass die Erwerbsminderung durchgehend seit 01.01.2014 (Beginn der ersten EM-Rente) besteht?

Die Erkrankung ist die gleiche, es sind allerdigs andere dazu gekommen. Würde es einen Unterschied machen, aufgrund welcher Erkrankung ich einen Rentenantrag stelle? Also alte oder neue Erkrankungen?

Dass ich erneut eine EM-Rente bekommen werde, steht außer Frage.
Ich wurde zigmal begutachtet.

Danke für einen Rat und viele Grüße,

Thomas D.

von
DRV

Schön für Sie, dass Ihrer Meinung nach einer Rentengewährung nichts entgegensteht.
Allerdings werden Sie erst nach Antragstellung erfahren, ob und ab wann dann eine Erwerbsminderungsrente gewährt wird, da dies eine einzelfallbezogene Entscheidung des sozialmedizinischen Dienstes Ihres Rententrägers ist, die niemand hier im Forum prognostizieren kann.

von
Thomas D.

Hallo DRV,

danke für Ihre Antwort auf eine Frage, die ich so gar nicht gestellt habe.
Das Wesentliiche meiner Frage ist der Punkt der Neufestsetzung.

Dass ich eine Rente bekommen werde, war nur als Zusatz gedacht, um genau diese Diskussion nicht zu führen.

Beste Grüße

von
Ines

Zitiert von: Thomas D.
Hallo DRV,

danke für Ihre Antwort auf eine Frage, die ich so gar nicht gestellt habe.
Das Wesentliiche meiner Frage ist der Punkt der Neufestsetzung.

Dass ich eine Rente bekommen werde, war nur als Zusatz gedacht, um genau diese Diskussion nicht zu führen.

Beste Grüße

Sagen Sie es doch gerade aus.

Bekomme Ich jetzt die Zurechnungszeit mit Hochrechnung bis zu meinen regulären Rentenalter oder gelte ich weiter als Bestandsrentner mit Zurechnungszeit bis 60 Lebensjahr.

Experten-Antwort

Hallo Thomas D.,

grundsätzlich werden alle bis zum Monat des Leistungsfalles zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten berücksichtigt. Wann der Leistungsfall bei Ihnen eingetreten ist, wird nach Antragstellung durch den sozialmedizinischen Dienst Ihres Rentenversicherungsträgers geprüft.

von
DRV

Zitiert von: Experte/in
Hallo Thomas D.,

grundsätzlich werden alle bis zum Monat des Leistungsfalles zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten berücksichtigt. Wann der Leistungsfall bei Ihnen eingetreten ist, wird nach Antragstellung durch den sozialmedizinischen Dienst Ihres Rentenversicherungsträgers geprüft.

Na, jetzt viel schlauer Thomas D.?
Wohl kaum. Antrag stellen und Entscheidung abwarten.
Da kommen Sie nicht drumherum!
Ein Antrag auf Erwerbsminderungsrente ist nun mal kein Wunschkonzert!

von
W*lfgang

Hallo Thomas D.,

haben Sie tatsächlich auf die Rente _verzichtet_/Einstellung, oder wurde die Rente nur wg. zu hohem Einkommen auf Null gefahren = Rentenanspruch 'ruht' nur?

> Wenn ich nun erneut die Gewährung einer vollen EM-Rente beantrage, wird diese dann neu festgesetzt - werden also alle Jahre seit Beginn meiner ersten, befristeten EM-Rente ab 01.01.2014 berücksichtigt oder geht die DRV davon aus, dass die Erwerbsminderung durchgehend seit 01.01.2014 (Beginn der ersten EM-Rente) besteht?

Salomonisch: es werden alle Versicherungszeiten bis zur Feststellung des Leistungsfalles/Eintritt EM berücksichtigt + etwaige Zurechnungszeiten. Der Leistungsfall kann durchaus noch der alte aus 2013 sein.

Und auch die früheren persönlichen Entgeltpunkte (pEP) können gerade noch so als Vergleichswert mit etwaigen neuen pEP herangezogen werden, sofern die alten höher waren.

> Die Erkrankung ist die gleiche, es sind allerdigs andere dazu gekommen. Würde es einen Unterschied machen, aufgrund welcher Erkrankung ich einen Rentenantrag stelle? Also alte oder neue Erkrankungen?

Die Summe aller Erkrankungen führt zur Beurteilung Ihres Leistungsvermögens, da gibt es keinen Bonus/Malus für bestimmte Erkrankungen. Der soz.-med. Dienst der DRV wird das grundsätzlich komplett ermitteln.

Gruß
w.
PS: Die Vorbeiträge waren etwas kürzer, aber im Kern treffend: Antrag stellen, abwarten. Oder ggf. zunächst eine Proberechnung für EM-Rente anfordern, auch unter dem Aspekt eines möglichen/weiteren Hinzuverdienstes ...da hat sich doch ab 01.07.2017 Entscheidendes geändert - vielleicht ist hier eine 'Kombi-Lösung'/Flexirente mit Einkommen, auch eine Alternative.

von
Thomas D.

Liebe Leute, danke für die Antworten. Ich habe mir noch einmal die Rechtsprechung angesehen und bin jetzt wirklich etwas schlauer. Die DRV geht bei den befristeten EM Renten davon aus, dass sich der Gesundheitszustand bessern kann. So steht es auch in den Bescheiden. Wenn man nun keine Verlängerung der EM -Rente beantragt, so muss die DRV zunächst davon ausgehen, dass sich der Gesundheitszustand gebessert hat. Und wenn man nun nach Jahren erneut eine EM Rente beantragt, kann es nur eine Neufeststellung sein.
Es wäre an der DRV zu beweisen, dass entgegen der eigenen Argumentation sich der Gesundheitszustand nicht gebessert hätte. Ich werde auf jeden Fall noch einen Termin bei einem Versichertenältesten oder einer - ältesten machen.
@ Jasmin: Die Zurechnungszeit ist sicher ein Gewinn, aber es geht auch um die von mir erarbeiteten Entgeltpunkte.
Ansonsten wird es mir möglich sein, noch eine Zeit mit Teilzeit und Telearbeit durchzuhalten.
Vielen Dank an alle und ein gutes, neues Jahr!

von
Thomas D.

Sorry, Ines natürlich.

von
SMD

Ich wäre nicht so ganz sicher ob es ein leichtes wird, wieder berentet zu werden. Bei vorhergehender Befristung von nur zwei Jahren und gezeigter Leistungsfähigkeit... Da müssen die Neuerkrankungen schon gravierend sein.

von
Thomas D.

Hallo SMD,
im letzten Jahr wurde eine Reha abgelehnt, da die DRV meinte, ich sei ja ohnehin erwerbsunfähig. Mein Ärztetermin hat mich dann als Akutfall in die Rehaklinik eingewiesen. Ging auch. Insofern denke ich, dass die DRV auch weiter davon ausgeht, dass ich eh durch bin. Im Bescheid stand auch "zu Lasten des Restleistungsvermögens"' So in der Art.
Wie auch immer, bei meiner begrenzten Restlebenszeit wird sich das finden.
An den Beitrag weiter oben: Ich hatte tatsächlich auf die Rentenzahlung verzichtet. Sonst hätte ich nach Tarifvertrag nicht wieder arbeiten dürfen.
Und ansonsten: Ich bin 55+, habe 38 Jahre in die Kasse gezahlt bei einer SWB von 80% mit mehreren Kennzeichen. Leicht mache ich es mir also nicht.

von
SMD

Ich wollte Ihnen auch nicht zu nahe treten, aber Sie wären nicht der Erste, dessen Berentung abgelehnt wurde und dabei so krank waren, dass sie verstorben sind. Ohne Rente

von
Naja

Zitat: "......im letzten Jahr wurde eine Reha abgelehnt, da die DRV meinte, ich sei ja ohnehin erwerbsunfähig....."

Wenn im vorigen Jahr bereits festgestellt wurde, dass Sie sowieso erwerbsunfähig sind, dann sind Sie womöglich seit Jahren ( 2013 ) durchgehend voll erwerbsgemindert, mit allen möglichen Folgen für die Berechnung Ihrer Rente..........