< content="">

Neufeststellung

von
Herbert

Seit dem 1.4.99 beziehe ich Altersrente für Schwerbehinderte. Damals sind mir etwa 3 Jahre Schul-, Fachschul- bzw. Hochschulzeiten nicht anerkannt worden. Inzwischen sollen ja wieder bis zu 8 Jahren Schulzeiten anerkannt werden.

Meine Frage: Wie komme ich zu einer Neufeststellung?

von
Schade

...indem Sie ganz einfach einen Brief an die RV schreiben, dass Sie um Überprüfung des Sachverhaltes bitten.

Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, dass 1999 die Anrechnungsbestimmungen für Schul- und Studienzeiten schlechter gewesen sein sollen als heute.
So ganz kann ich Ihr Problem somit nicht nachvollziehen.

aber seis drum, schreiben Sie obigen Brief!

von
Herbert

Es muß da was geben - denke ich - verstehe aber nicht so richtig den § 309 (2) SBG VI

von
maurer

O, Herbert, kannste den

Ranzen nicht voll genug

bekommen... schäm dich, Du

alter, junger Nassauer....

maurer

von
Ruth

Schulische Ausbildungszeiten - Entwicklung in den letzten Jahren

Vor 1992 wurden max. 13 Jahre an schulischen Ausbildungszeiten für die Rente anerkannt und bewertet. Die Anrechnung erfolgte frühestens ab dem 16. Geburtstag. Dabei wurde der Besuch einer allgemeinbildenden Schule und einer Fachschule bis zu 4 Jahren, der Besuch einer Hochschule bis längstens 5 Jahren anerkannt. Für die Anrechnung des Besuchs einer Fach- und einer Hochschule war außerdem ein erfolgreicher Abschluss erforderlich.

Mit dem Rentenreformgesetz (RRG) 1992 wurde die Anrechenbarkeit auf maximal 7 Jahre ab dem 16. Lebensjahr begrenzt. Dem Besuch einer allgemeinbildenden Schule wurde die Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme gleichgestellt. Eine Höchstdauer für einzelne Schularten gab es nicht mehr, für Fach- und Hochschulen war weiterhin ein erfolgreicher Abschluss erforderlich. Für Personen, die ab 1.1.1992 in Rente gingen, griff die Verkürzung jedoch nicht sofort voll. Durch Übergangsregelungen wurden monatsweise die anrechnungsfähigen Schulzeiten begrenzt, bis man bei den 7 Jahren angelangt war.

Zum 1.1.1997 wurde durch das Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz (WFG) die Altersgrenze für die Anrechnung der Schulzeiten vom 16. auf das 17. Lebensjahr heraufgesetzt. Die Höchstdauer wurde auf 3 Jahre begrenzt, allerdings war kein Abschluss mehr erforderlich. Auch hier gab es im Zeitraum von Januar 1997 bis Dezember 2000 eine Übergangsregelung, so dass erst ab 1.1.2001 tatsächlich maximal 3 Jahre an Schulzeiten für die Rente berücksichtigt und bewertet wurden.

Seit 1.1.2002 werden insgesamt bis zu 8 Jahren schulischer Ausbildung als Anrechnungszeiten für die Rente berücksichtigt, wobei allerdings nur 3 Jahre auch bewertet werden. Die übrigen Zeiten wirken sich auf die Wartezeiten aus und verhindern, dass längere Lücken im Versicherungskonto entstehen.

Für Schulzeiten, die nicht als Anrechnungszeit anerkannt werden, und den Zeitraum zwischen dem 16. und 17. Lebensjahr gibt es eine Nachzahlungsmöglichkeit .

Auswirkung auf die Rentenhöhe

Derzeit erhalten bewertete Schulzeiten 75 Prozent der durchschnittlichen Entgeltpunkte , die der Versicherte während seines Berufslebens erreicht hat, höchstens jedoch 75 Prozent des Durchschnittsverdieners. Maximal kann man mit 3 Jahren Schulausbildung also 2,25 Entgeltpunkte erreichen. Das entspricht derzeit einer monatlichen Rente in Höhe von 58,79 Euro in den alten und 51,68 Euro in den neuen Bundesländern.

Ab 1.1.2005

Durch die Neuregelung wird die Bewertung der Schul- und Hochschulzeiten aufgehoben. Lediglich Fachschulausbildungen und Zeiten der Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme werden auch weiterhin für längstens 36 Monate bewertet. Die Anerkennung als unbewertete Anrechnungszeit für höchstens 8 Jahre bleibt für alle schulischen Ausbildungszeiten erhalten, so dass keine einschneidenden rentenrechtlichen Lücken entstehen.

Die Neuregelung gilt für Neurentner ab Januar 2005. Allerdings gibt es auch hier eine Übergangsregelung, in der über einen Zeitraum von 4 Jahren eine stufenweise Abschmelzung der bewerteten Zeiten erfolgt.

von
Rosanna

Hallo Herbert,

ich muß Sie leider enttäuschen. Neufeststellung ist wohl nicht!

Die Altersrente wurde nach dem 1999 (Rentenbeginn) geltenden Recht berechnet. Dabei wurden die Schulzeiten so anerkannt, wie es dem damals bestehenden Recht entsprach.

Wenn nun Jahre später ein anderes, evtl. günstigeres Recht anzuwenden ist, gilt dieses auch nur für den entsprechenden späteren Rentenbeginn.

Eine Neuberechnung der Rente nach § 44 SGB X kann nur erfolgen, wenn das damals bestehende Recht zu Ihren Ungunsten ZU UNRECHT angewandt wurde oder wenn z.B. die Schulausbildung fälschlicherweise gar nicht berücksichtigt worden wäre.

Ist eigentlich auch logisch, denn wie wäre es denn im umgekehrten Fall? Da müßten ja millionenfach Renten neu berechnet werden, nur weil sich das Recht ändert.

MfG Rosanna.

von
Herbert

so langsam dämmert es auch bei mir - was doch fachkundiger Rat ausmacht. Ich glaube nun, wenn ich alles auf sich beruhen lasse spare ich mir einen Haufen Ärger, Enttäuschung und auch Kosten.

von
maurer

bei der Dämmerung wird es

wohl bleiben...

maurer

von
?-?

bei SKAT wird es keine Dämmerung geben, da ist es für immer dunkel