Nicht ! Arbeitslos 2,5 Jahre krank

von
Wombat

Hallo Forumsteilnehmer,
Werdegang: Krank, 6 Wochen Lohnfortzahlung, 78 Wochen Krankengeld,
18 Monate ALG 1, ALG 2 abgelehnt (Ehemann verdient geringfügig zuviel )
Antrag auf Erwerbsminderungsrente.
Abgelehnt. Wiederspruch.
Ich bin nicht gekündigt!Krankgeschrieben.
Nachdem die ARGE mir mitteilte das ich
keine Leistungen zu erwarten hätte, habe ich mich nicht weiter darum gekümmert.
Nun schreibt mir der Sozialverband Deutschland ich sollte mich bei der AfA weiterhin krankmelden, weil sonst mein Versicherungsschutz nicht mehr bestehen könnte. Beitragsfreie Aufrechterhaltung.
Und nun kommt der Punkt:
Sollte der Versicherungsschutz nämlich zusammenbrechen, dürfte eine Rente selbst dann nicht ausgezahlt werden, wenn jetzt festgestellt werden sollte, das Sie über keinerlei Restleistungsvermögen mehr verfügen, also Vollerwerbsgemindert sind.
Wie sollich das denn verstehen?
Danke für Eure Hilfe

von
Schade

Suchen Sie eine Außenstelle der DRV zur persönlichen Beratung auf.

Dieser Themenkomplex ist m.E. zu vielschichtig fürs Forum.

V.a. weil Sie Sachen berichten, die eher ungewöhnlich sind: warum sollten Sie sich bei der Agentur für Arbeit krank melden? Haben die vom Sozialverband nicht eher gesagt, Sie sollen sich dort arbeitslos melden?......

von
Alltagsbegleiter

Zurzeit werden für Sie offenbar keine Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet.

Unabhängig von der Leistungsfähigkeit werden Erwerbsminderungsrenten aber nur bewilligt, wenn der Erwerbsgeminderte innerhalb der vergangenen fünf Jahre mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen (bzw. mit Anrechnungszeiten) vorweisen kann.

Durch eine Meldung bei der Agentur für Arbeit erfolgt von dort eine Meldung bei der Rentenversicherung. Auch wenn währenddessen keine weiteren Beiträge zur Rentenversicherung entrichtet werden, bleibt so der prinzipielle Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente erhalten.

von
Klartext

" 6 Wochen Lohnfortzahlung, 78 Wochen Krankengeld,
18 Monate ALG 1,"

Was haben Sie in deiser ganzen langen Zeit eigentlich gemacht ??
Wohl sich zumiindest nicht informiert was wie und wo zu tun ist.

Experten-Antwort

Ich verweise auf die beiden Antworten von "Schade" und "Alltagsbegleiter". Bitte vereinbaren Sie einen Termin bei der für Sie zuständigen bzw. nächstgelegenen Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers. Dort kann anhand Ihres Rentenversicherungskontos eine präzisere Aussage gemacht werden.

Im Prinzip ist es zwar schon so, dass Sie Ihren Erwerbsminderungsrentenschutz innerhalb von 2 Jahren und einem Monat verlieren, wenn Sie sich nach dem ALG-Bezug nicht weiter arbeitslos melden, jedoch ist hierbei der med. Leistungsfall zu beachten. Wird im Rahmen des Widerspruchsverfahrens festgestellt, dass diese entgegen des ursprünglich ablehnenden Bescheides bereits vorliegt, ist ggf. die Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes durch eine weitere Arbeitslosmeldung uninteressant, da diese für einen ggf. noch zu erwartenden, zukünftigen Eintritt des med. Leistungsfalles wichtig wäre.

Aber wie "Schade" bereits geschrieben hat: Der Sachverhalt ist zu vielschichtig, um an dieser Stelle eine verläßliche Beurteilung abgeben zu können.

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