nicht arbeitslos melden nach Abschluss des Studiums

von
Cosicolada

Hallo Online-Gemeinde,

ich beende diesen Monat mein Studium und werden leider nicht nahtlos ins Arbeitsleben starten, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Die Frage ist nun, ob ich mich beim Arbeitsamt arbeitslos oder arbeitsuchend melden muss. Dabei habe ich bisher noch nicht herausgefunden, was für Folgen es haben würde, wenn ich mich für die höchstens 1 oder 2 Monate nicht beim Amt melde. Habe ich dann eine Lücke bei der Renteneinzahlung oder ähnliches?

Bisher habe ich noch nichts in die Rentenversciherung eingezahlt, da ich während des Studiums nicht viel gearbeitet habe, und auch auf Arbeitslosengeld habe ich kein Anrecht, da ich noch bei meinen Eltern wohne. Bis zu meinem 23. Geburtstag kann ich auch bei meiner Krankenkasse noch familienversichert bleiben.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

Experten-Antwort

Hallo Cosicolada,

damit Sie nach Ihrem Studium keine Lücke in Ihrem Rentenversicherungskonto haben müssen Sie sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden, arbeitssuchend genügt nicht. Grundsätzlich werden diese Zeiten nur dann angerechnet, wenn durch sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen wird. Das ist aber nicht erforderlich, wenn die
Zeiten den Arbeitslosmeldung zwischen dem 17. und dem 25. Lebensjahr liegen (wie das bei Ihnen der Fall ist).
Ihr Studium kann ab dem 17. Lebensjahr als Anrechnungszeit berücksichtig werden. Sie reichen dafür später die Immatrikulationsbescheinigungen und den Studienabschluß beim Rentenversicherungsträger ein.

Freundliche Grüße
Ihr Expertenteam

von
Cosicolada

Hallo Expertenteam,

vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort.
Mir stellt sich jetzt jedoch noch die Frage, welche Auswirkungen eine Lücke im Rentenversicherungskonto haben würde. Bekomme ich dann weniger Rente oder ähnliches?

Viele Grüße
Cosicolada

von
Schade

In beiden Fällen - einfache Lücke oder irgendwie beim AA gemeldet - entstehen keine Rentenpunkte oder rentensteigernde Werte.

Aus heutiger Sicht muss man sagen dass ist "Jacke wie Hose" also völlig egal bezüglich der späteren Rentenhöhe. Die meldung könnte bedeuten dass Sie später mal 1 oder 2 beitragsfreie Monate mehr im Rentenkonto stehen haben.

Und da man nicht weiß wie sich alles entwickelt bis Sie mal 67 sind, müssen Sie sich halt so oder so entscheiden.

Viel wichtiger ist künftig viel einzuzahlen, also möglichst lange möglichst viel sozialversicherungspflichtig zu verdienen.
:)

von
Anna

Hi,

mein 19jähriger Sohn war nach der Ausbildung auch ein paar Monate zuhause, bis die weiterbildende Schule begann.

Um weiterhin Kindergeld zu bekommen, musste ich den ALG Bescheid vorlegen. Frag doch mal bei der Familienkasse, welche Unterlagen die brauchen.

LG
Anna

von
Valzuun

Es ist sehr wohl möglich (sogar wahrscheinlich) dass, wenn auch in geringem Umfang, zusätzliche Entgeltpunkte entstehen, soweit diese Zeiten angerechnet werden. Grund dafür ist die Gesamtleistungsbewertung. Hierbei ist der Durchschnitt umso besser (höher) je mehr Zeiten belegt sind, auch wenn diese selbst nicht bewertet weder.
Zur Verdeutlichung die Extrembeispiele an den Enden der Skala bei Anrechnung dieser Zeiten:
a) Bei Rentenbeginn keine mit dem Durchschnitt (Gesamtleistungswert) zu bewertenden Zeiten: Tatsächlich keine Entgeltpunkte.
b) Sie werden sehr jung erwerbsgemindert und können dafür eine EM-Rente beanspruchen. Darin sind z.B. 40 Jahre=480 Monate Zurechnungszeit enthalten. Würde sich jetzt der Durchschnitt um nur 0,01 Punkt erhöhen bedeutet das für die Rente 480x0,01=4,8 mehr Entgeltpunkte (ca. 150,- Euro).

Und wie die Rente berechnet wir wenn Sie in Rente gehen weiß heute niemand. Aber eins ist sicher: Eine versäumte Arbeitslosmeldung können dann ohne Zeitmaschine nicht mehr nachholen.

Ob diese Zeit (nach heutigen Recht) angerechnet werden würde erfahren Sie am ehesten in einer Auskunfts- und Beratungsstelle.